Der Weg nach Der Immergrüne Flor
Im Immergrünen Flor zeigte Gorgrond, dass Leben ebenso erbarmungslos erobern konnte wie Feuer oder Eisen. Die Botani überwucherten einen Außenposten der Kirin Tor und fanden dort ein instabiles Portal nach Azeroth. Zwischen Sporen, Ranken und uralten Pflanzenriesen entschied sich deshalb nicht nur das Schicksal einiger Magier, sondern auch, ob Draenors ungebremstes Wachstum bis vor die Tore Sturmwinds gelangen würde. In Uralte Beschützer nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.
Die Uralten Beschützer waren kein einzelnes Wesen, sondern ein Bündnis dreier sehr verschiedener Körper. Gola und Telu gehörten zu den Botani und pflegten den Wald mit Wasser, Wurzeln und formender Magie. Dulhu brachte die Gewalt eines Körpers hinzu, der einmal Orc gewesen war. Gemeinsam teilten sie nicht Herkunft, wohl aber den Willen, den Flor über jeden von Fremden beanspruchten Boden auszubreiten.
Lebenswächter Gola lenkte Wasser nicht bloß, um Wunden zu schließen. Seine Strömungen beschleunigten das Leben um ihn, stärkten seine Verbündeten und gaben verlorene Kraft zurück. In seiner Gegenwart erschien Heilung nicht als friedliche Gegenkraft zum Kampf. Sie sorgte dafür, dass die Eroberung des Waldes jeden erlittenen Widerstand überwuchs und länger durchhielt als die Verteidiger des Außenpostens.
Telu gibt dem Boden eine Richtung
Erdformer Telu zog Dornenhaut über seine Gefährten und ließ Brombeerfelder dort entstehen, wo eben noch ein sicherer Schritt möglich gewesen war. Er behandelte die Landschaft wie weiches Material. Wege, Abstände und Rückzugsorte galten nur, bis seine Magie den Boden neu schrieb. So erhielt Golas Wachstum eine Form, die Gegner voneinander trennte und ihre Bewegung lenkte.
Dulhu war einst ein Mitglied des Schwarzfelsklans. Irgendwann wanderte er zu tief in die urzeitlichen Wälder und kehrte nicht als derselbe Orc zurück. Pflanzen durchdrangen Fleisch und Willen, bis an ihm mehr Flor als früheres Leben erkennbar war. Was vom Krieger blieb, diente Gola und Telu als Schläger. Seine Anstürme schlossen jene Lücken, die Wasser und Dornen allein nicht verteidigen konnten.
Erneuerung, Schutz und Gewalt
Im Kampf griffen die Aufgaben ineinander. Telu schützte, Gola heilte und beschleunigte, Dulhu zerriss mit Sprüngen und Hieben jede geordnete Stellung. Die drei mussten nicht dieselben Zauber beherrschen, weil jeder die Schwäche des anderen ausglich. Wer ihre Zusammenarbeit brechen wollte, musste entscheidende Beschwörungen unterbrechen und zugleich dem überwucherten Orc standhalten.
Mit ihrer Niederlage verstummte die unmittelbare Arbeit am Außenposten. Gola und Telu sahen im Tod keine endgültige Auslöschung, sondern Rückkehr in den Boden und mögliche Erneuerung. Diese Vorstellung passte zum Flor, in dem jeder gefallene Körper neuer Nährstoff werden konnte. Für die Kirin Tor bedeutete der Sieg dennoch einen seltenen Augenblick, in dem die Ranken zurückwichen und ein Weg zum Portal offenblieb.