Ehre und StärkeBlackmoore
Zen'tabra
Charakter

Zen'tabra

Zen'tabra ist eine Dschungeltroll-Druidin und Lehrerin der Dunkelspeere. Nach Zalazanes Verrat führte Gonk sie in den Smaragdgrünen Traum und zeigte ihr einen neuen Umgang mit den Naturgeistern. Seither verteidigte sie die Echoinseln, Hyjal, den Traum und die Gemeinschaft der Druiden.

Als die Geister verstummten

Zen'tabra war ursprünglich eine Hexendoktorin der Dunkelspeere. Sie und andere geistliche Führer bemerkten, dass die Loa und Naturgeister immer schwerer zu erreichen waren. Zunächst glaubten sie, die Geister seien zornig. Tatsächlich unterbrach Zalazane ihre Verbindung Schritt für Schritt. Der ehemalige Hexendoktor hatte die Echoinseln an sich gerissen und immer mehr Dunkelspeere durch Voodoo seinem Willen unterworfen.

Als Vol'jin zum Rückzug rief, schämten sich Zen'tabra und ihre Gefährten für ihr Versagen. Sie folgten dem Stamm nicht, sondern flohen in den wilden Süden der Inselgruppe. Einige starben bereits in der ersten Nacht. Die Überlebenden fanden Schutz in einer Höhle, doch dort erhielt Zen'tabra eine Vision, die ihre religiöse Vorstellung und später die Stellung der Dunkelspeere in der Welt der Druiden veränderte.

Gonk öffnet den Smaragdgrünen Traum

In der Vision begegnete Zen'tabra Gonk, dem großen Jäger und uralten Raptorloa. Er führte ihren Geist in den Smaragdgrünen Traum. Zalazanes Diener töteten Tiere und verbrannten die Pflanzen der Inseln; Gonk verlangte, dass die Flüchtlinge dieses Leben schützten. Weil Zalazane den üblichen Zugang zu den Loa blockierte, zeigte Gonk ihnen eine andere Möglichkeit: Sie sollten nicht nur einem einzelnen Geist dienen, sondern mit den Geistern der Natur zusammenarbeiten.

So erlernten Zen'tabra und die anderen Hexendoktoren das Druidentum. Im Smaragdgrünen Traum konnten sie unmittelbar von Naturgeistern lernen, und ihre frühere Kenntnis verschiedener Loagestalten erleichterte ihnen die Verwandlung. Nicht alle Loa begrüßten Gonks Plan, doch sie akzeptierten ihn als notwendigen Weg zur Rettung der Echoinseln. Damit entstand keine Kopie der nachtelfischen Tradition. Die Dunkelspeerdruiden verbanden ihre eigene Loaverehrung mit den Kräften des Traums.

Die Rückeroberung der Echoinseln

Zen'tabras Gruppe blieb verborgen und hielt Tiere und Pflanzen am Leben, während Zalazanes Diener nach ihnen suchten. Einige Druiden wurden getötet, doch die übrigen warteten auf Vol'jins Rückkehr. Vaniras Froschspione fanden Zen'tabra schließlich in Tigergestalt. Nachdem sie erkannte, dass der Stamm zum Angriff bereit war, schloss sie sich dem Feldzug an.

Sie führte die Tiere der Inseln in den Kampf, half bei der Prüfung durch Bwonsamdi und verfolgte Zalazane in Fledermausgestalt. Zalazane versuchte, Vol'jins Streitmacht zu kontrollieren und behauptete, kein Lebewesen könne seine Barriere durchbrechen. Bwonsamdi erschien jedoch als Herr der Toten und beendete die Herrschaft des Verräters. Zen'tabra erklärte danach, ihr Schicksal sei mit Vol'jins verbunden. Die Druiden kehrten nicht als Außenseiter, sondern als Retter ihres Stammes zurück.

Die Dunkelspeere im Zirkel des Cenarius

Nach der Rückeroberung half Zen'tabra, die Dunkelspeerdruiden mit dem Zirkel des Cenarius zu verbinden. Für manche Nachtelfen war die Vorstellung trollischer Druiden ungewohnt, doch die neue Tradition beruhte auf einem echten Zugang zum Smaragdgrünen Traum und auf der Verteidigung der Natur. Zen'tabra wurde Lehrerin auf den Echoinseln und vermittelte jungen Dunkelspeeren, wie Loa, Tiergestalten und die Kräfte des Traums zusammengehörten.

Während der Invasion der Feuerlande kämpfte sie am Hyjal und patrouillierte mit Druiden anderer Völker im nachwachsenden Wald. Damit zeigte sich der praktische Wert ihrer Aufnahme. Zen'tabra stand nicht nur für eine kulturelle Öffnung des Zirkels, sondern brachte Kampferfahrung aus einem Land mit, dessen Natur durch Magie, Versklavung und Feuer bedroht worden war.

Rebellion und Krieg gegen die Legion

Im Krieg um Pandaria geriet Zen'tabra an der Dranosh'ar-Blockade in Gefangenschaft. Agenten des SI:7 befreiten sie, woraufhin sie nach Klingenhügel ging und einen Vertreter der Allianz zu Vol'jin führte. Dieser ungewöhnliche Ablauf spiegelte die Lage der Dunkelspeerrebellion: Um Garrosh Höllschreis Herrschaft zu beenden, arbeiteten frühere Feinde vorübergehend zusammen.

Während der nächsten Legioninvasion half Zen'tabra, ein Portal zum Smaragdgrünen Traum zu öffnen und die Streitkräfte des Zirkels nach Val'sharah zu bringen. Am Nordrassil kämpfte sie gegen Dämonen, half bei der Reinigung G'Hanirs und stellte sich Malornes Alptraum. Sie beteiligte sich außerdem an der Verteidigung der Exodar. Aus der einst isolierten Hexendoktorin war eine erfahrene Vertreterin der Druidenorden geworden, ohne dass sie ihre Bindung an Gonk und die Dunkelspeere verlor.

Hüterin eines lebendigen Erbes

Zen'tabra verteidigte die Echoinseln erneut, als Zalazane als Lich zurückkehrte. Später reiste sie auf die Dracheninseln, half am Uralten Ast gegen die Primalisten und schloss im Smaragdgrünen Traum ein Flammenportal. Nach Fyrakks Niederlage war sie bei der Blüte Amirdrassils anwesend. Diese Stationen führen ihre Geschichte konsequent weiter: Immer wieder schützt sie Orte, an denen die Verbindung zwischen der stofflichen Welt und dem Traum bedroht ist.

Ihre Bedeutung liegt nicht darin, die erste Druidin aller Trolle gewesen zu sein. Sie wurde vielmehr zur entscheidenden Lehrerin einer neuen Dunkelspeertradition. Diese entstand aus Schuld, Überlebenswillen und Gonks Bereitschaft, alte Regeln zu brechen. Zen'tabra bewahrte dadurch nicht nur die Natur der Echoinseln. Sie gab ihrem Stamm einen dauerhaften Zugang zu einer kosmischen Kraft, die fortan in dessen eigener Sprache und Spiritualität verstanden werden konnte.