Ehre und StärkeBlackmoore
Val'sharah
Welt

Val'sharah

In Val'sharah begann Malfurions Weg zum ersten Druiden. Jahrtausende später drang Xavius mit dem Smaragdgrünen Alptraum in den Wald ein und zwang Ysera, Cenarius, Malfurion und Tyrande in einen tragischen Kampf um die Heimat des Druidentums.

Wo der erste Druide lernte

Val'sharah war schon vor dem Krieg der Ahnen eng mit dem Smaragdgrünen Traum verbunden. Dieser Traum ist keine gewöhnliche zweite Welt, sondern ein von den Titanenwächtern bewahrtes Abbild Azeroths: eine Vorstellung davon, wie der Planet ohne Städte, Straßen und viele der späteren Wunden aussehen könnte. In Val'sharah lagen Traum und wirkliche Welt so nahe beieinander, dass uralte Bäume, Naturgeister und wilde Götter dort eine besondere Gegenwart besaßen.

Hier begegnete der junge Nachtelf Malfurion Sturmgrimm dem Halbgott Cenarius. Malfurion hatte die arkane Selbstgewissheit der Hochgeborenen nie geteilt. Unter Cenarius lernte er, Natur nicht als Rohstoff für Magie zu betrachten, sondern als lebendiges Geflecht, in das jede Handlung eingriff. Aus diesem Unterricht entstand das Druidentum der Nachtelfen. Val'sharah wurde dadurch zu einem geistigen Ursprung ihres Volkes. Orte wie Lorlathil, der Tempel von Elune und der gewaltige Weltenbaum Shaladrassil verbanden Erinnerung, Glauben und Naturmagie.

Xavius und die alte Rache

Der größte Feind dieses Landes kannte die Nachtelfen noch aus ihrer alten Blütezeit. Xavius war einst Azsharas Berater und einer der entschiedensten Diener Sargeras'. Nach seiner Niederlage verwandelte ihn die Legion in den ersten Satyr. Später wurde er zum Werkzeug N'Zoths und zum Herrn des Smaragdgrünen Alptraums, einer Verderbnis, die den Traum in Angst, Zorn und zerstörerische Erinnerung verwandelte. Für Xavius war Val'sharah nicht nur ein strategisches Ziel. Hier lebten Malfurion und Cenarius, die für seinen ersten Sturz standen.

Als die Legion auf die Verheerten Inseln zurückkehrte, griff der Alptraum den Wald offen an. Pflanzen verdorrten, Druiden verloren sich in ihren eigenen Ängsten und vertraute Tiere wurden zu verzerrten Angreifern. Selbst Cenarius erlag der Verderbnis. Malfurion versuchte, seinen Lehrer zu retten, wurde jedoch von Xavius gefangen. Der Angriff traf damit genau die Beziehungen, auf denen Val'sharahs Geschichte beruhte: Lehrer und Schüler, Traum und Wirklichkeit, Vertrauen und Erinnerung.

Yseras letzter Flug

Um den Alptraum aufzuhalten, wurde Ysera gerufen, die grüne Drachenaspektin und langjährige Hüterin des Smaragdgrünen Traums. Ysera hatte Malfurion und die Druiden über Jahrtausende begleitet. Sie kam nicht als ferne Herrscherin, sondern als Beschützerin eines Ortes, mit dem ihr eigenes Leben untrennbar verbunden war. Xavius nutzte jedoch die Tränen von Elune, eine der Säulen der Schöpfung, und verdarb Ysera. Die Hüterin des Traums wurde gegen jene gelenkt, die sie schützen wollte.

Tyrande Wisperwind stand vor der schwersten Entscheidung dieses Kampfes. Malfurion war Xavius' Gefangener, doch die verdorbene Ysera bedrohte den Tempel von Elune und alle Menschen und Nachtelfen in der Umgebung. Tyrande entschied sich, den Tempel zu verteidigen. Ysera musste getötet werden. Als sie fiel, reinigte Elune ihren Geist und setzte ihr Bild als Sternbild an den Himmel. Dieser Augenblick rettete Val'sharah, aber er nahm den Nachtelfen eine Freundin und der Welt eine ihrer ältesten Wächterinnen.

Der Kampf geht im Traum weiter

Malfurion wurde befreit, und die Tränen von Elune konnten geborgen werden. Cenarius blieb zunächst im Alptraum gefangen. Der Weg führte deshalb in das Herz der Verderbnis, wo Xavius aus Ängsten und Erinnerungen eine eigene Herrschaft errichtet hatte. Dort wurde Cenarius gereinigt und Xavius besiegt. Sein Tod schwächte den Alptraum, löschte ihn aber nicht vollständig aus. Solange alte Wunden, die Leere und der Traum selbst bestanden, blieb auch die Möglichkeit neuer Verderbnis bestehen.

Val'sharah wurde gerettet, doch nicht in seinen früheren Zustand zurückversetzt. Der Wald hatte Ysera verloren, Shaladrassil war vom Alptraum gezeichnet und viele Bewohner trugen die Folgen der Verwandlung. Gerade deshalb blieb der Ort für Malfurion und Tyrande wichtig. Hier hatte ihr gemeinsamer Weg begonnen, und hier zeigte sich, dass selbst die tiefste Verbindung zur Natur keinen Schutz vor Verlust garantierte. Val'sharah bewahrte danach nicht nur den Ursprung des Druidentums, sondern auch die Erinnerung an den Preis seiner Verteidigung.