Ehre und StärkeBlackmoore
Ji Feuerpfote
Charakter

Ji Feuerpfote

Ji Feuerpfote folgt dem entschlossenen Weg der Huojin und vertritt die Pandaren im Rat der Horde. Sein Mut rettete Shen-zin Su, führte ihn aber auch in Garroshs Orgrimmar beinahe in den Tod; Aysa blieb dabei seine wichtigste Verbindung über die Fraktionsgrenze hinweg.

Der Weg der Huojin

Ji wuchs im Dorf Wu-Song auf der Wandernden Insel auf. Er folgte der Lehre der Huojin, nach der Untätigkeit das größte Unrecht sein kann. Wo Aysa Wolkensänger zuerst nach Klarheit und moralischer Sicherheit suchte, wollte Ji ein Problem anfassen, bevor das Zögern es größer machte. Er war offen, leidenschaftlich und oft schneller im Handeln als im Nachdenken.

Diese Haltung machte ihn zu einem natürlichen Anführer, aber nicht zu einem unfehlbaren. Ji konnte Menschen mitreißen, weil er selbst als Erster in Gefahr ging. Zugleich zwang seine Entschlossenheit andere häufig, die Folgen eines Plans zu tragen, bevor alle Risiken verstanden waren. Seine Freundschaft mit Aysa gab ihm ein Gegenüber, das ihn nicht bremste, um ihn kleinzuhalten, sondern weil Schutz mehr verlangt als Mut.

Die Sprengung des Dornes

Als die Wandernde Insel erkrankte, half Ji, die elementaren Geister zu sammeln. Die Suche führte zum Luftschiff Skyseeker, dessen Trümmer tief in Shen-zin Sus Flanke steckten. Ji wollte den Dorn sprengen und die Wunde anschließend versorgen. Aysa hielt den Plan für zu gefährlich. Ji setzte sich durch und wurde bei der Explosion schwer verletzt, doch Shen-zin Su überlebte.

Der Erfolg bestätigte Jis Grundsatz und zeigte zugleich seinen Preis. Er hatte gehandelt, wo weiteres Warten die Schildkröte hätte töten können. Er hatte aber auch sein eigenes Leben und das anderer riskiert. Als Allianz und Horde kurz darauf neue Anhänger suchten, erkannte Ji in der Tatkraft der Horde eine Verwandtschaft mit Huojin. Er führte seine Gefährten nach Orgrimmar.

Garroshs Horde

Garrosh Höllschrei begrüßte die Pandaren nicht mit Vertrauen. Er verlangte, dass sie ihre Verbindung zu den Tushui der Allianz als beendet betrachteten, und ließ sie in der Arena gegen gewaltige Gegner kämpfen. Ji nahm die Prüfung an. Die Horde versprach ihm eine Gemeinschaft, die Handeln und Stärke achtete. Doch Garrosh verstand Stärke zunehmend als Gehorsam gegenüber seiner eigenen Herrschaft.

Als Orcs und andere Angehörige der Horde gegen Garrosh aufstanden, geriet Ji in die Gewalt der Kor'kron. Er wurde geschlagen und sollte hingerichtet werden. Aysa fand ihn während der Belagerung Orgrimmars. Dass ausgerechnet eine Vertreterin der Allianz sein Leben rettete, widerlegte Garroshs Forderung, alte Bindungen müssten im Krieg verschwinden. Ji überlebte, weil Aysa ihre Freundschaft nicht einer Fraktionsdoktrin opferte.

Vom Außenseiter zum Ratsmitglied

Ji kehrte mit Aysa auf die Wandernde Insel zurück und unterrichtete dort Mönche. Zugleich blieb er politischer Vertreter der Huojin. In Orgrimmar begrüßte er neue Verbündete der Horde und wurde schließlich Mitglied des Rates, der nach Sylvanas' Sturz die alleinige Stellung eines Kriegshäuptlings ersetzte. Damit saß ein Pandaren am Tisch einer Horde, die ihn wenige Jahre zuvor unter Garrosh beinahe ermordet hatte.

Seine Mitgliedschaft bedeutet keine Verdrängung dieses Verrats. Ji blieb, weil die Horde mehr war als der Herrscher, der sie missbraucht hatte. Beim drohenden Angriff auf Donnerfels stand er gemeinsam mit Aysa an der Seite Baines. Nach Dalarans Zerstörung reisten beide nach Dorn und gaben ihre Kampfkunst an die Irdenen weiter.

Handeln, ohne das Denken aufzugeben

Ji ist am überzeugendsten, wenn seine Tatkraft mit Verantwortung verbunden ist. Die Rettung Shen-zin Sus beweist, dass mutige Entscheidungen notwendig sein können. Seine Zeit unter Garrosh zeigt dagegen, wie leicht der Ruf nach Entschlossenheit von einem Herrscher benutzt werden kann, der Widerspruch als Schwäche bezeichnet.

Aysa bleibt in seiner Geschichte deshalb unverzichtbar. Sie ist nicht bloß eine romantische oder politische Verbindung, sondern die Person, an der Ji die Grenzen seiner eigenen Lehre erkennt. Gemeinsam zeigen beide, dass Huojin und Tushui keine einfachen Antworten von Horde und Allianz sind. Es sind zwei Wege, die sich korrigieren können, solange ihre Anhänger bereit sind, einander zuzuhören.