Ein Verlassener mit Dämonenwissen
Tehd Schuhmacher ist ein Verlassener und Hexenmeister. Über sein menschliches Leben, seinen Tod und den Zeitpunkt seiner Befreiung von der Geißel ist nichts Sicheres bekannt. Seine belegte Geschichte setzt während der dritten Invasion der Brennenden Legion ein, als Dämonen auf den Verheerten Inseln erschienen und zahlreiche Gruppen Azeroths gegen sie vorgingen.
Obwohl Tehd die Magie eines Hexenmeisters beherrscht, beschwört er gewöhnlich keine Dämonen als kämpfende Diener. Er kennt sich jedoch mit ihren Spuren, ihrer Sprache und ihrer Bindung aus. So konnte er den Verdammnisfürsten Kazrok festhalten und ein Auge Kilroggs zur Erkundung einsetzen. Diese Kenntnisse machten ihn nützlich und für viele Verbündete zugleich verdächtig.
Marius Teufelsbann
Tehds ständiger Partner war Marius Teufelsbann, ein nachtelfischer Dämonenjäger der Illidari. Marius hatte selbst dämonische Macht aufgenommen, um die Legion zu bekämpfen, verachtete aber Hexenmeister, die immer neue Dämonen beschworen. Tehd hielt Marius wiederum für selbstgerecht und übermäßig stolz.
Beide stritten offen und mochten weder die Methoden noch die Haltung des anderen. Trotzdem erkannten sie, dass sie gemeinsam erfolgreicher waren. Marius konnte Dämonen unmittelbar jagen und töten; Tehd konnte sie finden, festsetzen und ihre Portale untersuchen. Ihre Partnerschaft beruhte nicht auf plötzlich entdeckter Freundschaft, sondern auf einer professionellen Notwendigkeit im Krieg gegen denselben Feind.
Die Jagd durch Azsuna
In Azsuna bekämpften Tehd und Marius mehrere mächtige Dämonen. Zu ihren Zielen gehörten die gewaltige Teufelsfledermaus Teufelsschwinge, der Verdammnisfürst Kazrok und Brogozog. Am Teufelsbrandvorstoß half Tehd, die Legionsstellungen auszuspionieren. Er stellte sein Auge Kilroggs bereit und ließ Portalkristalle sabotieren.
Im Hochland von Llothien vermisste Tehd außerdem seinen Wichtel Daglop. Er zögerte, den Dämon einfach neu zu beschwören, weil er fürchtete, Marius werde ihn sofort töten. Diese Episode zeigt den Widerspruch ihrer Zusammenarbeit besonders deutlich: Tehd besaß durchaus einen dämonischen Diener, hielt ihn aber vor dem eigenen Partner verborgen und setzte im gemeinsamen Kampf lieber Wissen und Bindungszauber ein.
Eine Reise über die Verheerten Inseln
Die Jagd blieb nicht auf Azsuna begrenzt. In Val'sharah stellten sie den Satyr Gathenak den Unterwerfer. Im Hochberg errichtete Marius ein Lager, und beide gingen gegen den von den Teufelstotem gerufenen Grubenlord Kuglaroth vor. In Sturmheim gerieten sie selbst in die Gewalt des Inquisitors Ernstenbock und mussten von Abenteurern befreit werden.
Auf der Verheerten Küste kehrten sie das Ziel eines eroberten Portals um. Statt weitere Legionstruppen nach Azeroth zu lassen, öffnete es Wege für Angriffe der Illidari in dämonisch kontrollierte Gebiete. Tehd war damit nicht nur Begleiter einzelner Weltaufgaben. Seine Kenntnis von Portalen und Dämonen half, die Infrastruktur der Legion gegen sie zu wenden.
Zandalar und spätere Wege
Während des Vierten Krieges erschienen Tehd und Marius in einer Höhle in Zuldazar. Dort hatten sie die Shivarra Syrawon die Herrscherin in die Enge getrieben. Tehd behauptete, sie brauchten ein bestimmtes Schriftstück des Dämons. Was darauf stand und welchem größeren Auftrag es diente, wird nicht erklärt.
Die Begegnung bestätigt, dass ihre Zweckgemeinschaft nach dem Ende der großen Legionsinvasion fortbestand. Sie folgten dämonischen Spuren auch an Orte, deren Hauptkonflikt eigentlich zwischen Allianz und Horde verlief. Tehd wurde dadurch nicht zu einem gewöhnlichen Soldaten des Vierten Krieges; seine eigene Jagd kreuzte lediglich den neuen Kriegsschauplatz.
Misstrauen in Silbermond
Später wurde Tehd in Silbermond von der Vorhut des Lichts festgesetzt, weil er ein Hexenmeister war. Ein Abenteurer überzeugte Kommandantin Venel Lichtblut, ihn freizulassen. Der Vorfall macht sichtbar, dass seine Arbeit gegen die Legion das grundsätzliche Misstrauen gegenüber seiner Magie nicht beseitigte. Wissen über Dämonen konnte schützen und zugleich wie Nähe zum Feind wirken.
Danach hielt er sich in der Arcantina wieder mit Marius, Daglop und weiteren Begleitern auf. Ihre fortgesetzte Verbindung bleibt von Reibung geprägt. Tehds Geschichte handelt deshalb weniger von moralischer Reinwaschung als von schwieriger Zusammenarbeit: Ein Verlassener benutzt gefährliches Wissen gegen Dämonen, während ein Dämonenjäger ihm nie völlig vertraut und doch immer wieder an seiner Seite kämpft.