Ein Dämonenjäger der Illidari
Marius Teufelsbann ist ein Nachtelf und Dämonenjäger in Illidans Streitmacht, den Illidari. Wie andere Angehörige dieses Ordens nahm er dämonische Macht in sich auf, um Dämonen mit ihren eigenen Kräften bekämpfen zu können. Wann er sich Illidan anschloss, welcher Dämon Teil seines Rituals war und was er zuvor tat, ist nicht überliefert.
Er ritt später einen Teufelssäbler namens Hassläufer. Die Verbindung zu einem dämonisch veränderten Reittier passt zu den Mitteln der Illidari, erklärt aber nicht Marius' ganze Persönlichkeit. Seine belegten Auftritte zeigen vor allem einen entschlossenen Jäger, der Beschwörer misstrauisch beobachtet und unmittelbaren Kampf gegen die Brennende Legion bevorzugt.
Mardum und das Ende des Schwarzen Tempels
Während der Invasion der Scherbenwelt nahm Marius mit anderen Illidari an ihrem Angriff auf Mardum teil. Illidan hatte seine Dämonenjäger auf die Gefängniswelt geschickt, um den Sargeritschlüssel zu erbeuten. Mit diesem Artefakt konnten Portale zu Legionswelten geöffnet werden. Die Mission sollte der Legion ihre eigene Beweglichkeit nehmen und gegen sie wenden.
Als die Truppe zum Schwarzen Tempel zurückkehrte, war Illidan bereits besiegt. Maiev Schattensang und ihre Wächterinnen nahmen seinen Körper sowie die zurückkehrenden Dämonenjäger in Gewahrsam. Marius wurde im Wächterinnengewölbe in magischen Stasiszustand versetzt. Die Quellen schreiben ihm in diesen Ereignissen keine besondere Führungsrolle zu; er war einer der Kämpfer, deren Auftrag mit Gefangenschaft endete.
Freilassung während der Legionsinvasion
Viele Jahre später griff die Brennende Legion das Gewölbe an, um Illidans Körper zu rauben. Maiev ließ ausgerechnet die gefangenen Illidari frei, weil ihre eigenen Wächterinnen dem Angriff nicht standhalten konnten. Marius gehörte zu den Befreiten und half, aus der Anlage zu entkommen. Der frühere Gefangene wurde damit erneut zur Waffe gegen denselben Feind, für dessen Bekämpfung er sich verwandelt hatte.
Nach der Schlacht an der Verheerten Küste verteilten sich die Illidari über die Verheerten Inseln. Marius übernahm keinen Sitz als großer Ordensführer. Seine Geschichte wurde stattdessen zu einer fortlaufenden Jagd auf einzelne Dämonen, Portale und Legionsstellungen. Dabei traf er auf einen Partner, dessen Magie er eigentlich ablehnte.
Die Zweckgemeinschaft mit Tehd
Tehd Schuhmacher ist ein Verlassener und Hexenmeister. Er kann Dämonen aufspüren, festhalten und ihre Magie untersuchen. Marius verachtet das Beschwören weiterer Dämonen und hält Tehds Methoden für gefährlich; Tehd empfindet den Dämonenjäger wiederum als stolz und starrsinnig. Trotzdem wissen beide, dass ihre Fähigkeiten sich ergänzen.
In Azsuna kämpften sie gegen Teufelsschwinge, den Verdammnisfürsten Kazrok und Brogozog. Marius deckte am Teufelsbrandvorstoß die Nachhut der Illidari und ließ einfache Legionstruppen sowie ihren Anführer Arkethrax ausschalten. Tehd lieferte Wissen und Bindungen, Marius die unmittelbare Jagdkraft. Ihre ständigen Streitgespräche änderten nichts daran, dass sie immer wieder gemeinsam weiterzogen.
Jagd über die Verheerten Inseln
Das ungleiche Paar verfolgte den Satyr Gathenak nach Val'sharah und den Grubenlord Kuglaroth in den Hochberg. In Sturmheim gerieten beide in die Gewalt des Inquisitors Ernstenbock und wurden erst durch eintreffende Abenteurer befreit. Marius' Erfahrung machte ihn somit nicht unfehlbar; die gemeinsame Jagd brachte beide wiederholt selbst in Gefahr.
Auf der Verheerten Küste drehten Marius und Tehd ein von der Legion übernommenes Portal um. Nun konnten Illidari durch die Verbindung in dämonisch beherrschte Gebiete vordringen. Marius suchte anschließend nach verborgenen Dämonen auf der Insel. Der Vorgang zeigt erneut die Arbeitsteilung: Dämonenjäger und Hexenmeister nutzten feindliche Magie, ohne sich über deren moralische Bewertung einig zu werden.
Von Zuldazar bis zur Arcantina
Während des Vierten Krieges fanden sich Marius und Tehd in einer Höhle Zuldazars. Dort hatten sie die Shivarra Syrawon die Herrscherin gestellt und suchten ein Schriftstück in ihrem Besitz. Was darauf stand, bleibt offen. Die Szene belegt die Fortsetzung ihrer Jagd, macht Marius aber nicht zu einem regulären Teilnehmer des Fraktionskrieges.
Später hielt sich Marius mit Tehd, dessen Wichtel Daglop und weiteren Begleitern in der Arcantina auf. Über eine endgültige Aussöhnung berichtet keine Quelle. Genau darin liegt das Beständige ihrer Verbindung: Marius muss Tehds Hexenmeisterkunst nicht gutheißen, um ihren Nutzen anzuerkennen. Aus gegenseitiger Abneigung wurde keine Freundschaftserzählung, sondern eine langlebige, professionelle Partnerschaft gegen Dämonen.