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Sturmheim
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Sturmheim

Sturmheim ist die Heimat mächtiger Vrykul und der Schauplatz des alten Bruchs zwischen Odyn und Helya. Während der Legioninvasion rangen Skovald, Sylvanas, Genn Graumähne und Eyir dort um die Aegis von Aggramar und die Macht über den Tod.

Das Land der Vrykul

Sturmheim liegt im Osten der Verheerten Inseln. Steile Fjorde, sturmgepeitschte Klippen und gewaltige Festungen prägen ein Land, in dem Stärke, Ehre und Erinnerung das gesellschaftliche Leben der Vrykul bestimmen. Diese hochgewachsenen Krieger stammen von titanischen Schöpfungen ab. Viele ihrer Sagen reichen bis in eine Zeit zurück, in der Wächter wie Odyn noch unmittelbar über die Geschicke Azeroths entschieden.

Odyn hatte einst einen Teil der titanischen Anlage Ulduar verlassen und die Hallen der Tapferkeit in den Himmel erhoben. Er wollte die stärksten gefallenen Vrykul als Valarjar sammeln, damit sie Azeroth in künftigen Kriegen verteidigten. Für diese Aufgabe brauchte er Seelenführerinnen. Die Zauberin Helya half ihm, die Hallen zu erschaffen, widersetzte sich aber seinem Plan, sie zur ersten Val'kyr zu machen. Odyn zwang ihr die Verwandlung auf. Helyas spätere Rache entsprang deshalb keinem unerklärlichen Hass: Sie war die Antwort auf einen Herrn, der ihren Willen gebrochen und ihren Körper für seine Ordnung verändert hatte.

Helyas Fluch und das Reich unter den Wellen

Loken, ein anderer titanischer Wächter und Feind Odyns, nutzte Helyas Zorn. Mit seiner Hilfe schloss sie Odyn und seine Valarjar in den Hallen der Tapferkeit ein. Danach erschuf sie Helheim, ein düsteres Totenreich unter den Meeren. Ihre Helarjar sammelten die Seelen jener Vrykul, die nicht in Odyns Hallen aufgenommen wurden oder Helya dienten. So entstand in Sturmheim ein jahrtausendelanger Streit darüber, wem die Toten gehörten.

Die Lebenden erzählten diesen Konflikt in Prüfungen, Gräbern und Heldensagen weiter. Wer in die Hallen der Tapferkeit gelangen wollte, musste sich als würdig erweisen. Doch Würdigkeit bedeutete in Odyns Ordnung Gehorsam gegenüber seinen Maßstäben. Helya bot keine befreiende Alternative. Sie machte aus ihrer eigenen Unterwerfung ein Reich, in dem auch andere Seelen gebunden wurden. Zwischen beiden Mächten standen die Vrykul, deren Vorstellung eines ehrenvollen Todes von einem alten persönlichen Bruch geprägt worden war.

Skovald und die Aegis von Aggramar

Als die Brennende Legion zurückkehrte, schloss sich der Gottkönig Skovald ihr an. Er herrschte über die Vrykul von Tideskorn und glaubte, die Legion werde seinem Volk Macht und einen Platz unter den Siegern geben. Im Gegenzug verlangte Gul'dan die Aegis von Aggramar, eine der Säulen der Schöpfung. Odyn verwahrte das Artefakt in den Hallen der Tapferkeit und wollte es nur jenen überlassen, die seine Prüfungen bestanden.

Skovald versuchte, diese Prüfungen zu umgehen und die Aegis mit dem Anspruch eines Herrschers an sich zu nehmen. Sein Bündnis mit der Legion war dabei keine beiläufige Verderbnis. Er stellte die Zukunft seines Volkes unter die Macht eines Feindes, weil er persönliche Größe mit Sicherheit verwechselte. In den Hallen der Tapferkeit wurde er besiegt. Die Aegis konnte geborgen werden, doch der Krieg um Sturmheim war damit nicht beendet, denn parallel dazu verfolgten Sylvanas Windläufer und Genn Graumähne eigene Ziele.

Sylvanas, Genn und der Streit um Eyir

Sylvanas war als untote Bansheekönigin von der Angst vor ihrem endgültigen Tod geprägt. Nachdem die Val'kyr der Geißel sich ihr angeschlossen hatten, besaß sie eine begrenzte Möglichkeit, neue Verlassene zu erwecken und selbst dem Tod zu entkommen. In Sturmheim suchte sie nach Eyir, der obersten Val'kyr Odyns. Mit Helyas Hilfe wollte Sylvanas Eyir binden und die Zukunft ihres Volkes sichern. Für sie war das ein notwendiger Schutz vor dem Aussterben. Für Eyir bedeutete es Gefangenschaft.

Genn Graumähne verfolgte Sylvanas aus persönlichem Hass. Ihr Angriff auf Gilneas hatte sein Reich verwüstet, und ihr Pfeil hatte seinen Sohn Liam getötet. Obwohl Horde und Allianz gemeinsam gegen die Legion kämpfen mussten, griff Genn Sylvanas' Flotte an und folgte ihr bis nach Helheim. Im entscheidenden Augenblick zerstörte er das Artefakt, mit dem Sylvanas Eyir binden wollte. Genn rettete damit Eyirs Freiheit, riskierte aber zugleich einen neuen Fraktionskrieg. Sturmheim verband so mehrere Geschichten: den uralten Zwang Odyns, Helyas Rache, Skovalds Ehrgeiz und Sylvanas' Versuch, ihre Angst vor dem Tod durch die Kontrolle über andere zu überwinden.