Ehre und StärkeBlackmoore
Al'Akir
Charakter

Al'Akir

Al'Akir war der klügste Taktiker der Elementarfürsten und beherrschte den Himmelswall. Erst von den Alten Göttern versklavt, kämpfte er später freiwillig für Todesschwinges Stunde des Zwielichts und fiel im eigenen Reich.

Der Wind vor der Ordnung

Bevor titanische Hüter Azeroth ordneten, rangen die Elemente ohne dauerhaften Ausgleich miteinander. Der werdende Weltenseelen-Titan zog einen großen Teil des Geistes aus der Welt, jener Kraft, die Feuer, Wasser, Erde und Luft hätte besänftigen können. In diesem Sturm herrschte Al'Akir über die Luft. Er war nicht der stärkste der Elementarfürsten, aber der aufmerksamste Taktiker unter ihnen.

Seine Diener beobachteten Gegner, trugen Gerüchte über unsichtbare Wege und griffen an, sobald zwei andere Heere einander geschwächt hatten. Wind musste keine Mauer zerbrechen, wenn er einen Spalt fand. Al'Akir machte aus dieser Eigenschaft eine Art zu herrschen: Er blieb schwer zu fassen, ließ andere die erste Kraft vergeuden und verwandelte ihre Unsicherheit in seine Waffe.

Unter den Alten Göttern

Als die Alten Götter auf Azeroth landeten, kämpften die vier großen Elementarreiche zunächst gemeinsam gegen sie. Al'Akirs Stürme verbanden sich mit Ragnaros' Feuer zu gewaltigen Feuerwirbeln. Doch die Heere des Schwarzen Imperiums waren zu zahlreich. Die Elementarfürsten wurden besiegt, versklavt und gegen die titanengeschmiedeten Angreifer geführt.

Ra, Thorim und Hodir drängten Al'Akir zurück und wandten die Macht des Sturms gegen ihn. Nach seiner Niederlage schlossen die Hüter ihn und seine Luftgeister im Himmelswall ein. Aus dem offenen Himmel wurde eine elementare Ebene, die zugleich Reich und Gefängnis war. Al'Akir blieb dort Herrscher, doch jeder Befehl innerhalb seiner Türme erinnerte daran, dass eine größere Ordnung die Grenzen seines Himmels gezogen hatte.

Ein Hof über dem Abgrund

Vom Thron der Vier Winde lenkte Al'Akir Dschinn, Stürme und Luftgeister. Der Himmelswall berührte die anderen Elementarebenen und war dennoch von ihnen getrennt. Bündnisse wechselten so rasch wie Wetter. Der Windfürst prüfte Diener weniger nach Treue als danach, ob sie in der Bewegung einer Intrige nützlich blieben.

Auch sein Sohn Thunderaan wurde in die alten Kämpfe hineingezogen. Diener Ragnaros' verrieten und überwältigten den Windprinzen, banden seine Essenz und ließen einen Teil davon in Donnerzorn fortbestehen. Der Verlust beendete den Streit der Elemente nicht. Im Himmelswall wurde er zu einer weiteren Erinnerung daran, dass selbst Verwandtschaft keine Sicherheit bot, wenn jeder Fürst das Gleichgewicht nur als Pause vor der nächsten Gelegenheit verstand.

Die Stunde des Zwielichts

Als Todesschwinge aus Tiefenheim hervorbrach, verbündete sich Al'Akir mit ihm und den Mächten der Alten Götter. Seine Truppen besetzten Anlagen der Tol'vir, unterstützten den Schattenhammer und bedrohten Uldum. Diesmal war der Windfürst nicht bloß der gebundene Heerführer eines uralten Imperiums. Er entschied sich für einen Plan, der Azeroths bestehende Ordnung vernichten sollte.

Der Zugang zum Himmelswall öffnete sich, und Sterbliche drangen über die Wolkenfestungen bis zu seinem Thron vor. Dort gab es keinen festen Boden, auf dem sich der Wind wie ein gewöhnlicher Gegner hätte stellen lassen. Dennoch wurde Al'Akir in seinem eigenen Reich besiegt. Die Luft, die jede Grenze umgehen konnte, fand keinen Ausweg mehr, als der Kampf genau dort endete, wo seine Macht am vollständigsten gewesen war.

Nach dem letzten Sturm

Al'Akirs Tod hinterließ den Himmelswall ohne Elementarfürsten. Während der Legioninvasion sammelte der Irdene Ring die Essenz Thunderaans aus Donnerzorn und erweckte den Windprinzen neu. Thunderaan nahm den Titel des Windfürsten an und versprach, die Heere des Himmelswalls an die Seite Azeroths zu führen.

Der Wechsel zeigt, dass eine elementare Macht nicht zwangsläufig die Politik ihres früheren Trägers fortsetzen muss. Sturm kann verwüsten, ein Segel tragen oder die Luft vor einer Schlacht reinigen. Al'Akir wählte über Zeitalter hinweg List, Vorherrschaft und schließlich Todesschwinges Vernichtung. Seine Klugheit war wirklich, aber sie konnte sich keine Welt vorstellen, in der Wind mehr bedeutete als die Fähigkeit, Gegner gegeneinander zu treiben. Als Thunderaan den Himmel öffnete, wurde aus demselben Reich erstmals die Möglichkeit eines anderen Kurses.

Zephras in der Forever-Zeitlinie

World of Warcraft: Forever erzählt eine eigene, neu gedachte Kontinuität. Dort liegt Zephras seit fast zehntausend Jahren verborgen im Himmelswall. Windgeister hoben die Insel für Flüchtlinge aus Eldre'Thalas an und Schutzzauber verhinderten offenbar, dass Al'Akir und sein Hof die sterbliche Zivilisation in ihrem Reich bemerkten.

Diese Ergänzung ändert nicht Al'Akirs Tod in der modernen Hauptzeitlinie. Sie zeigt eine andere Ausprägung des Windfürsten in Forever: Noch bevor er selbst handelt, wird seine mögliche Aufmerksamkeit zur existenziellen Gefahr für ein Volk, das unbemerkt innerhalb seiner Domäne lebte.

Der Ruf der Al'Aketh

Hohepriesterin Lorthuna und ihre Al'Aketh verehren Al'Akir als Retter. Sie greifen Zephras' Pylone und Barrieren an, um den Weg zu ihm zu öffnen. Der herbeigerufene Rohash belohnt ihren Glauben jedoch nicht; für ihn zählt vor allem die Entdeckung einer bislang unbekannten Insel im Himmelswall.

Damit erreicht der Kult das Gegenteil seines Versprechens. Al'Akirs Diener kennen nun Zephras, während die Schutzzauber versagen. Windformer und Hoher Orden müssen außerhalb der Elementarebene Verbündete suchen, bevor der Windfürst selbst entscheidet, was mit der fremden Zivilisation in seinem Reich geschehen soll.