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Silberwald
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Silberwald

Der Silberwald liegt an Lordaerons Westküste zwischen Tirisfal und Gilneas. Nach dem Untergang des Menschenreiches wurde er zum umkämpften Grenzland der Verlassenen, der Worgen und jener Bewohner, die weder Seuche noch Krieg vertreiben konnten.

Lordaerons westlicher Wald

Der Silberwald war einst ein Teil des Königreichs Lordaeron. Dörfer, Minen und Höfe lagen zwischen hohen, silbrig schimmernden Kiefern. Im Süden trennte der Graumähnenwall Gilneas vom übrigen Reich, im Osten lag der Lordameresee. Die Region verband Küste, Hauptstadt und die Wege ins Vorgebirge des Hügellands.

Als die Seuche Lordaeron vernichtete, verschwanden große Teile der Bevölkerung. Verlassene Häuser und überwucherte Wege gaben dem Wald sein späteres, geisterhaftes Gesicht. Untote und andere Wesen besetzten Orte, die zuvor zum alltäglichen Leben des Menschenreiches gehört hatten.

Arugal und die Worgen von Burg Schattenfang

Der Erzmagier Arugal rief Worgen herbei, um gegen die Geißel zu kämpfen. Die Wesen erwiesen sich jedoch als unkontrollierbar und verbreiteten ihren Fluch. Arugal zog sich in Burg Schattenfang zurück und betrachtete die Worgen zunehmend als seine Kinder.

Die Burg wurde dadurch zum Mittelpunkt einer zweiten Katastrophe. Neben den Untoten der Geißel und den Folgen der Seuche mussten die Bewohner nun mit einer Verwandlung leben, die Menschen in raubtierhafte Wesen verwandelte. Orte wie Lohenscheit und das Dorf Pyrenholz gerieten unter den Einfluss dieses Fluchs.

Die Verlassenen übernehmen den Norden

Nach Sylvanas Windläufers Befreiung vom Lichkönig kontrollierten die Verlassenen Tirisfal und drangen in den Silberwald vor. Das Grabmal wurde zu ihrem wichtigsten Stützpunkt. Apotheker untersuchten die Seuche, Truppen kämpften gegen verbliebene Geißel und gegen Menschen, die ihren Anspruch auf Lordaeron nicht aufgegeben hatten.

Für die Verlassenen war der Wald zugleich Heimat und Front. Viele von ihnen hatten als Menschen in Lordaeron gelebt. Nun verteidigten sie dasselbe Land in untoter Gestalt gegen jene, die sie als Ungeheuer betrachteten. Dieser Widerspruch prägte ihre Politik im Silberwald stärker als jede einfache Grenzlinie.

Der Fall des Graumähnenwalls

Nach dem Kataklysmus öffnete sich Gilneas, und der Krieg erreichte den Süden des Waldes. Sylvanas führte die Verlassenen gegen das Königreich, während gilnearische Worgen und ihre Verbündeten Widerstand leisteten. Die Seuche wurde erneut als Waffe eingesetzt. Lord Godfrey, zunächst Feind der Worgen und später wiedererweckter Diener der Verlassenen, verriet schließlich Sylvanas und erschoss sie, bevor sie durch ihre Val'kyr zurückkehrte.

Der Konflikt machte Silberwald zum unmittelbaren Vorfeld des gilnearischen Krieges. Die Grenzen zwischen Lebenden und Untoten, Menschen und Worgen sowie Befehl und Verrat verschoben sich ständig. Keine Seite konnte den Wald als unbestrittene Heimat behandeln.

Ein Wald voller konkurrierender Ansprüche

Silberwald gehört politisch zu den Gebieten der Verlassenen, doch Menschen, Worgen, Dalaran und andere Mächte haben seine Kontrolle wiederholt bestritten. Burg Schattenfang, das Grabmal und die Ruinen früherer Dörfer stehen für verschiedene Schichten dieses Konflikts.

Die Geschichte des Waldes erklärt, warum Lordaerons Erbe nicht einfach zwischen Allianz und Horde aufgeteilt werden kann. Viele Beteiligte erinnern sich an dasselbe Land als Heimat, aber nicht an dieselbe Vergangenheit. Silberwald ist der Ort, an dem diese Erinnerungen bewaffnet aufeinandertreffen.