Ehre und StärkeBlackmoore
Nexusprinz Haramad
Charakter

Nexusprinz Haramad

Nexusprinz Haramad führt das Konsortium in der Scherbenwelt. Der vorsichtige Astrale lässt meist nur Hologramme für sich sprechen, bekämpft abtrünnige Händler und Konkurrenten und stellte beim Fund eines mächtigen Ata’mal-Splitters Verantwortung über Gewinn, wodurch er endgültig mit Kael’thas brach.

Ein Prinz ohne Reich im gewöhnlichen Sinn

Haramad ist ein Nexusprinz der Astralen und Anführer des Konsortiums in der Scherbenwelt. Astrale verloren ihre körperlichen Formen bei der Zerstörung ihrer Heimat K'aresh und halten ihre aus Energie bestehenden Gestalten mit magischen Binden zusammen. Ihre Gesellschaft organisiert sich in Handelsverbänden, Kartellen und bewaffneten Gruppen. Ein Titel wie Nexusprinz bezeichnet daher Macht über Netzwerke, Ressourcen und Gefolgsleute, nicht zwingend ein Land mit festen Grenzen.

Das Konsortium handelt, birgt Artefakte und erschließt Rohstoffe. Es ist weder wohltätig noch grundsätzlich feindselig. Haramad erwartet Gewinn und duldet keine Geschäftspartner, die seine Organisation bestehlen. Gleichzeitig kann er Grenzen anerkennen, wenn ein Fund für andere Völker heilig oder für die ganze Welt gefährlich ist.

Herrschaft durch Hologramme

Haramad zeigt sich meist als Projektion. Abbilder des Nexusprinzen erscheinen an der Sturmspitze in Nethersturm und vor den Managruften von Auchindoun. Er erklärt diese Vorsicht offen: Zu viele Feinde würden ihn gern tot sehen, weshalb eine harmlose Erscheinung zweckmäßiger sei als seine persönliche Anwesenheit.

Die Distanz passt zu seinem Führungsstil. Untergebene überwachen Ausgrabungen, Transportrouten und Sicherheitsaufgaben, während Haramad Informationen sammelt und Entscheidungen trifft. Erst wenn ein Geschäft oder eine Bedrohung seinen unmittelbaren Eingriff verlangt, erscheint er selbst. Dadurch bleibt unklar, wo er sich gewöhnlich aufhält, und ein Anschlag auf seine Projektion gewinnt dem Angreifer nichts.

Managruften und Oshu'gun

In den Managruften konkurrierte das Konsortium mit Nexusprinz Shaffar und dessen Astralen. Haramad ließ die Schutzanlagen überwinden und Shaffars Kräfte beseitigen, damit seine Organisation den Ort übernehmen konnte. Der Konflikt war ein Kampf rivalisierender astraler Unternehmungen um Zugang zu den Schätzen und Energien Auchindouns.

Auch in Nagrand suchte das Konsortium nach wertvollen Kristallen und begann bei Oshu'gun zu graben. Als Haramad erfuhr, welche religiöse und geschichtliche Bedeutung der Berg für die Naaru und die Draenei besaß, stoppte er die Arbeiten, bis die politische Lage geklärt wäre. Die Entscheidung war vorsichtig und eigennützig, verhinderte aber zugleich, dass ein profitables Unternehmen ohne Rücksicht auf einen heiligen Ort fortgesetzt wurde.

Abtrünnige Händler und die Zaxxis

Die Zaxxis hatten sich vom Konsortium gelöst und begannen, Geschäfte sowie Ressourcen ihres früheren Verbandes an sich zu ziehen. Für Haramad war diese Konkurrenz kein legitimer Neuanfang, sondern Diebstahl. Er ließ ihre Agenten jagen und beauftragte Netherpirscher Khay'ji damit, den Anführer Warpjäger Nesaad auszuschalten.

Der Vorgang zeigt die weniger edle Seite des Nexusprinzen. Haramad verteidigt sein Handelsnetz mit Gewalt und betrachtet viele Funde zunächst als Besitzfrage. Seine spätere Entscheidung über den Ata'mal-Kristall ist gerade deshalb bemerkenswert: Sie stammt nicht von einem selbstlosen Heiligen, sondern von einem Geschäftsmann, der den Wert eines Gegenstands genau erkennt und dennoch auf seine Aneignung verzichtet.

Das Lied des Geistes

Haramad ließ nach dem Lied des Geistes suchen, einem der sieben Splitter des Ata'mal-Kristalls. Der ursprüngliche Kristall hatte den Eredar auf der Flucht von Argus geholfen; seine Bruchstücke besaßen enorme Macht und waren mit der Geschichte der Draenei verbunden. Nach einer Triangulation fand ein Held den Splitter beim Nathrezim Culuthas und brachte ihn zur Sturmspitze.

Botschafter Solannas erschien im Namen Kael'thas' und verlangte den Kristall. Haramad entschied sich dagegen. Die Tatsache, dass ihm ein Held den mächtigen Fund aus freien Stücken übergeben hatte, bewegte ihn, das Lied des Geistes an A'dal weiterzugeben. Als Solannas angriff, kam Haramad persönlich durch einen Teleporter und tötete den Botschafter samt Wachen. Anschließend öffnete er den Weg nach Shattrath, damit der Splitter die Naaru erreichte.

Ein Geschäftsmann mit einer Grenze

Mit dem Tod von Solannas endeten die Beziehungen des Konsortiums zu Kael'thas. Haramad hatte damit nicht nur einen einzelnen Handel abgelehnt, sondern Partei in einem größeren Konflikt ergriffen. Der Prinz, der sich als Retter der Blutelfen ausgab, sollte keinen weiteren Gegenstand erhalten, dessen Macht seine Verbindung zur Legion verstärken konnte.

Später weitete Haramad seine Geschäfte bis zum Schwarzmarktauktionshaus auf Azeroth aus. Er blieb also Händler und Machtpolitiker. Seine Geschichte ist keine Bekehrung, sondern eine Entscheidung über Verantwortung: Gewinn, Einfluss und Eigentum sind für ihn wichtig, aber nicht jeder Schatz darf an den Höchstbietenden gehen. Bei einem Splitter, der das Schicksal ganzer Völker berührt, setzt selbst der Schmugglerprinz eine Grenze.