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Kult der Verdammten
Organisation

Kult der Verdammten

Der Kult der Verdammten besteht aus Sterblichen, die Kel'Thuzad für den Lichkönig gewinnt. Seine Mitglieder verteilen die Seuche in Lordaeron, bereiten die Geißel vor und beweisen, dass der Untergang des Reiches nicht nur von Untoten, sondern auch von freiwilligen Verrätern getragen wird.

Kel'Thuzads Weg in den Norden

Kel'Thuzad war ein angesehener Magier des Kirin Tor, bevor seine Beschäftigung mit Nekromantie ihn aus Dalaran verbannte. Der Lichkönig ruft ihn nach Nordend. Dort begegnet er Ner'zhul nicht als freier Partner, sondern als sterblicher Diener, dem Macht, Wissen und eine Aufgabe versprochen werden. Kel'Thuzad kehrt nach Lordaeron zurück, um Menschen zu gewinnen, die sich dem Tod freiwillig unterstellen.

Er sucht nicht nur Fanatiker. Der Kult spricht Verarmte, Ehrgeizige und Verzweifelte an. Er verspricht Gleichheit nach dem Tod, geheimes Wissen und einen Platz in einer kommenden Ordnung. Gerade weil Lordaeron wohlhabend wirkt, findet die Botschaft bei jenen Gehör, die sich von dieser Ordnung ausgeschlossen fühlen.

Eine Verschwörung in gewöhnlichen Kleidern

Die Kultisten leben unter den Menschen, tragen Waren, verwalten Höfe und bewegen sich auf denselben Straßen wie ihre späteren Opfer. Bis zum offenen Ausbruch können sie wie Händler oder Pilger erscheinen. Diese Unauffälligkeit macht sie gefährlicher als ein Heer an der Grenze.

Im Osten Lordaerons wächst ihr Einfluss. Andorhal ist als Verteilzentrum des Getreides besonders wertvoll. Dort verseuchen Nekromanten und Akolythen Korn, das über bestehende Handelswege in die Dörfer gelangt. Das Reich liefert die Waffe selbst aus, weil niemand den vertrauten Ablauf verdächtigt.

Arthas und Kel'Thuzad

Arthas und Jaina verfolgen die Spur bis Andorhal. Kel'Thuzad tritt ihnen entgegen und wird vom Prinzen getötet. Sein Tod ist eingeplant. Die verteilte Seuche wirkt weiter, Mal'Ganis lenkt Arthas nach Nordend, und der Leichnam des Nekromanten wird später für eine neue Gestalt gebraucht.

Als Todesritter kehrt Arthas zurück, holt Kel'Thuzads Überreste und trägt sie zum Sonnenbrunnen. Aus dem Menschen wird ein Lich, dessen Zauberkraft die Beschwörung Archimondes ermöglicht. Der Kult hat damit seinen Gründer verloren und zugleich mächtiger zurückerhalten.

Diener der Geißel

Nach Lordaerons Fall begleitet der Kult die Geißel in Nekropolen, Gruften und eroberten Gebieten. Nicht jedes Mitglied wird untot. Lebende Akolythen dienen weiterhin, weil sie an die Macht des Lichkönigs glauben oder auf Belohnung hoffen. Ihre Existenz widerspricht der bequemen Vorstellung, die Geißel bestehe nur aus willenlosen Leichen.

Später bewacht der Kult Naxxramas, unterstützt Kel'Thuzad und versucht immer wieder, Seuchen und Beschwörungen vorzubereiten. Selbst nach dem Fall einzelner Anführer bleibt die Idee bestehen, durch Unterwerfung unter den Tod Macht über die Sterblichkeit zu gewinnen.

Warum der Kult Lordaeron besiegen konnte

Der Kult siegt nicht, weil alle Menschen des Reiches leichtgläubig wären. Er siegt, weil er bestehende Versorgung, soziale Unsicherheit und die Langsamkeit staatlicher Entscheidungen benutzt. Seine Mitglieder wissen, wo Korn gelagert, welche Straße bewacht und welcher Nachbar verzweifelt ist.

Damit gehört der Kult zur Geschichte des Dritten Kriegs ebenso wie Arthas oder Archimonde. Ohne seine menschlichen Helfer hätte die Seuche keine solchen Wege gefunden. Lordaeron wird von einer äußeren Macht vernichtet, die lange genug im Inneren Helfer gesucht hat.