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Andorhal
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Andorhal

Andorhal ist das Getreidezentrum des nördlichen Lordaeron. Der Kult der Verdammten verseucht dort die Vorräte des Reiches; Arthas und Jaina stellen Kel'Thuzad, können aber nicht verhindern, dass die tödliche Fracht bereits zu unzähligen Dörfern unterwegs ist.

Die Stadt, die den Norden ernährt

Andorhal liegt im fruchtbaren Norden Lordaerons und verbindet Bauernhöfe, Lagerhäuser und Handelsstraßen. Korn aus dem Umland wird gesammelt, gemahlen und in andere Teile des Reiches geschickt. Die Stadt besitzt dadurch keine königliche Pracht wie die Hauptstadt, aber eine lebenswichtige Funktion. Wer Andorhals Speicher kontrolliert, erreicht mit einer Lieferung mehr Menschen als mit einem Angriff auf ein einzelnes Dorf.

Gerade diese Zuverlässigkeit macht die Stadt zum Ziel des Kults der Verdammten. Niemand erwartet, dass vertraute Säcke und Wagen Teil eines Feldzugs sind.

Die Seuche verlässt die Speicher

Kel'Thuzads Diener verseuchen das Getreide. Händler laden die Säcke auf und folgen ihren gewöhnlichen Routen. Zu dem Zeitpunkt, an dem erste Erkrankungen gemeldet werden, ist ein großer Teil der Fracht bereits unterwegs. Die Verwaltung Lordaerons kann keine Front schließen, weil der Feind sich in den Vorräten befindet.

Die Untotenseuche tötet ihre Opfer und erhebt sie wenig später. Aus jedem belieferten Ort kann daher ein neuer Herd entstehen. Andorhal wird zum Ausgangspunkt einer Kettenreaktion, die das Reich schneller überfordert, als Boten zwischen den Städten reisen können.

Arthas begegnet Kel'Thuzad

Arthas, Jaina und ihre Soldaten erreichen Andorhal auf der Suche nach dem Ursprung. Dort begegnen sie Kel'Thuzad. Der Nekromant bestätigt den Verdacht und lenkt den Blick zugleich auf Mal'Ganis. Arthas tötet ihn, doch der Sieg bleibt leer. Kel'Thuzads Tod ruft kein Korn zurück und heilt keinen bereits Infizierten.

Der Prinz lernt hier eine Lektion, die ihn später verfolgt: Einen sichtbaren Schuldigen zu töten reicht nicht, wenn dessen Plan längst weiterläuft. Statt diese Grenze anzunehmen, steigert Arthas seinen Anspruch, jede Folge mit noch entschlossenerem Handeln zu kontrollieren.

Uthers Tod und der neue Arthas

Nach seiner Rückkehr als Todesritter kommt Arthas wieder nach Andorhal. Uther bewacht die Urne mit den Überresten König Terenas'. Arthas braucht das Gefäß für Kel'Thuzads Gebeine. Der ehemalige Schüler tötet seinen Lehrer und entweiht die Asche seines Vaters, um jenen Nekromanten wiederzubeleben, den er hier zuvor erschlagen hatte.

Damit schließt sich in Andorhal ein grausamer Kreis. Der Ort, an dem Arthas als Prinz die Seuche bekämpfte, wird zum Ort, an dem er als Diener der Geißel den wichtigsten Verbündeten des Lichkönigs zurückholt.

Eine Stadt zwischen den Totenreichen

Andorhal bleibt über Jahre umkämpft. Geißel, Verlassene und Allianz ringen um die Ruinen, weil Lage und Erinnerung wichtig bleiben. Spätere Schlachten verändern die Herrschaft, aber nicht die Tatsache, dass die Stadt zum Namen für den Beginn von Lordaerons Untergang geworden ist.

Ihre Geschichte zeigt, wie ein Reich an seinen Verbindungen verwundbar wird. Andorhal fiel nicht, weil seine Mauern schwach waren. Es fiel, weil seine Stärke – die Versorgung des Nordens – von einem geduldigen Feind gegen alle Bewohner verwendet wurde.