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Wandernde Insel
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Wandernde Insel

Die Wandernde Insel ist der uralte Wanderschildkröterich Shen-zin Su. Liu Lang verließ auf seinem Rücken Pandaria; Generationen später zwingt ein Schiffswrack seine Nachfahren, zwischen Horde, Allianz und ihrer Heimat zu wählen.

Liu Lang blickt hinter den Horizont

Lange bevor Pandarias Nebel fielen, wollte Liu Lang wissen, was jenseits der bekannten Küsten lag. Die meisten Pandaren hielten die Außenwelt für gefährlich oder schlicht unerreichbar. Liu setzte sich dennoch auf den Rücken einer jungen Schildkröte namens Shen-zin Su und brach auf. Alle fünf Jahre kehrte er zurück. Bei jeder Reise schlossen sich ihm weitere Neugierige an, und die Schildkröte wuchs, bis auf ihrem Panzer Dörfer, Wälder und Tempel Platz fanden.

Nach Liu Langs Tod kehrte Shen-zin Su nicht mehr regelmäßig nach Pandaria zurück. Die Bewohner seines Rückens entwickelten eine eigene Gemeinschaft. Sie kannten das Heimatland ihrer Vorfahren aus Liedern und Erzählungen, lebten aber auf einem Wesen, das ständig durch die Meere zog. Die Wandernde Insel war deshalb zugleich Land und Gefährte. Ihre Bewohner mussten lernen, dass Flüsse, Berge und Wege Teil eines lebenden Körpers waren.

Meister Shang Xi bildet eine neue Generation aus

Im Kloster der Fünf Morgenröten unterrichtete Meister Shang Xi junge Pandaren. Zu seinen Schülern gehörten Aysa Wolkensänger und Ji Feuerpfote. Aysa vertraute auf Überlegung, Geduld und die Harmonie der Tushui. Ji gehörte zu den Huojin und glaubte, dass entschlossenes Handeln besser sei als endloses Abwägen. Beide wollten ihre Heimat schützen, unterschieden sich aber darin, wie lange man vor einer Entscheidung warten dürfe.

Diese Spannung blieb zunächst eine philosophische Frage. Sie wurde konkret, als ein Luftkampf zwischen Horde und Allianz über der Insel endete. Ein großes Kriegsschiff stürzte ab und bohrte sich wie ein Splitter in Shen-zin Sus Seite. Das Öl vergiftete Wasserläufe, Bewohner wurden verletzt und der Wanderschildkröterich verlor Kraft. Ein Krieg, von dem die Insel kaum etwas wusste, drohte ihre gesamte Welt zu töten.

Eine Heimat wird gerettet und geteilt

Aysa und Ji arbeiteten mit Überlebenden beider Fraktionen zusammen. Um das Schiff zu entfernen, wollte Ji Sprengstoff einsetzen. Aysa fürchtete, die Explosion könne Shen-zin Su endgültig töten. Ji handelte trotzdem, und die Wunde konnte versorgt werden. Der Erfolg löste ihren Streit nicht auf. Aysa sah in seiner Entscheidung eine gefährliche Bereitschaft zum Risiko; Ji glaubte, ohne dieses Risiko wäre jede Vorsicht bedeutungslos geworden.

Als Shen-zin Su wieder zu Kräften kam, baten seine Bewohner um die Freiheit, die Außenwelt kennenzulernen. Aysa schloss sich mit den Tushui der Allianz an, Ji führte die Huojin zur Horde. Familien und Freunde gingen getrennte Wege, ohne einander zu Feinden erklären zu wollen. Die Wandernde Insel blieb zurück als gemeinsamer Ursprung. Ihre Geschichte erklärt, warum Pandaren auf beiden Seiten des Fraktionskrieges standen und dennoch eine kulturelle Verbindung bewahrten, die älter war als ihre neuen Bündnisse.