Ehre und StärkeBlackmoore
Donnerfels
Welt

Donnerfels

Donnerfels ist die Hauptstadt der Tauren auf den hohen Tafelbergen Mulgore. Cairne Bluthuf gründete sie nach der Flucht vor den Zentauren; später überstand die Stadt seinen Tod, Magathas Putsch und den Übergang zu Baines vorsichtiger Führung.

Eine feste Heimat für ein wanderndes Volk

Die Tauren zogen über Generationen durch die Ebenen Kalimdors. Zentauren bedrängten ihre Lager und zwangen viele Stämme zu ständiger Bewegung. Als Cairne Bluthuf Thrall begegnete, erkannte er in den fremden Orcs nicht nur Krieger, sondern mögliche Verbündete. Gemeinsam schlugen sie die Zentauren zurück und erreichten Mulgore, ein geschütztes Tal, in dem die Tauren erstmals seit langer Zeit dauerhaft siedeln konnten.

Auf den Tafelbergen im Norden entstand Donnerfels. Aufzüge verbanden die hohen Plateaus mit der Ebene; Brücken führten zwischen den einzelnen Höhen. Die Lage bot Schutz, ohne die Bewohner von der Natur zu trennen. Zelte, Totems, Teiche und offene Plätze machten die Stadt zu einer festen Siedlung, die dennoch die Formen des früheren nomadischen Lebens bewahrte.

Das geistige und politische Herz der Tauren

Donnerfels wurde zum Versammlungsort der Stämme. Schamanen ehrten die Elemente und die Erdenmutter, Druiden pflegten ihre Verbindung zu Cenarius und dem Smaragdgrünen Traum, Jäger und Krieger gaben ihre Erfahrungen an eine jüngere Generation weiter. Die Stadt ordnete diese Traditionen nicht unter einer einzigen Lehre. Sie bot ihnen Raum nebeneinander.

Cairne führte von der Haupthöhe aus, aber seine Autorität beruhte stärker auf Ansehen als auf Zwang. Sein Bündnis mit Thrall band die Tauren an die Horde. Diese Entscheidung brachte Schutz und neue Freunde, führte das Volk jedoch auch in Kriege, die nicht aus den alten Konflikten Mulgore entstanden waren.

Cairnes Tod

Als Garrosh Höllschrei Kriegshäuptling wurde, misstraute Cairne seiner Ungeduld und Härte. Nach einem Angriff, den Cairne fälschlich Garroshs Truppen zuschrieb, forderte er ihn zu einem Mak'gora heraus. Garrosh nahm die Herausforderung an. Magatha Grimmtotem vergiftete heimlich seine Waffe. Ein einziger Treffer genügte, um Cairne tödlich zu verwunden.

Garrosh hatte nicht um den Einsatz von Gift gebeten und erkannte erst später, wie der Sieg zustande gekommen war. Für Donnerfels änderte das nichts. Sein Gründer war tot, und Magatha nutzte den Augenblick, um die Stadt an sich zu reißen. Die Trauer um Cairne ging unmittelbar in einen Kampf um das Überleben seiner politischen Ordnung über.

Der Putsch der Grimtotem

Grimtotem-Kämpfer besetzten die Höhen, töteten oder verhafteten Gegner und versuchten, Baine Bluthuf auszuschalten. Baine entkam und suchte Hilfe. Ausgerechnet Jaina Prachtmeer unterstützte ihn mit Gold, während Vol'jin und andere Verbündete Kräfte sammelten. Baine kehrte zurück und eroberte Donnerfels zurück.

Er ließ Magatha leben und verbannte sie, statt eine weitere Blutfehde zu beginnen. Diese Entscheidung prägte seine spätere Führung. Baine war bereit zu kämpfen, wenn sein Volk bedroht wurde, suchte aber nicht in jeder Verletzung einen Grund für dauerhafte Rache. Donnerfels wurde unter ihm zu einer Stimme der Mäßigung innerhalb der Horde.

Die Stadt über den Ebenen

Donnerfels steht für den Übergang der Tauren von verfolgten Wanderern zu einem Volk mit gesicherter Hauptstadt. Die Stadt ist dennoch kein Zeichen dafür, dass ihre früheren Wege vergessen wurden. Aufzüge öffnen sich zur Ebene, Jäger ziehen weiterhin durch Mulgore, und die unterschiedlichen Höhen erinnern an Stämme, die gemeinsam leben, ohne ihre Herkunft abzulegen.

Cairnes Gründung, Magathas Verrat und Baines Rückkehr gehören deshalb zu einer zusammenhängenden Geschichte. Donnerfels bot Schutz vor äußeren Feinden, musste aber lernen, dass die gefährlichste Bedrohung auch aus dem eigenen Volk kommen konnte. Dass die Stadt fortbesteht, ist nicht nur ihrer Lage zu verdanken, sondern der Fähigkeit ihrer Bewohner, nach einem inneren Bruch erneut zusammenzufinden.