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Höllenfeuerangriff
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Höllenfeuerangriff

Der Höllenfeuerangriff war die erste Schlacht um Gul'dans Zitadelle im Tanaandschungel. Hinter ihren Mauern wartete keine gewöhnliche Garnison: Die Reste der Eisernen Horde hatten sich der Legion unterworfen und bereiteten eine Belagerungsmacht für den Angriff auf Azeroth vor.

Eine Festung wechselt ihren Herrn

Die Höllenfeuerzitadelle war ursprünglich eines der größten Bollwerke der Eisernen Horde. Von hier aus sollte der Tanaandschungel kontrolliert und der erneute Angriff auf Azeroth vorbereitet werden. Nach den Niederlagen in Hochfels und der Schwarzfelsgießerei verlor Grommash Höllschrei jedoch den Rückhalt vieler Clans. Gul'dan, den Grommash zu Beginn des Feldzuges zurückgewiesen hatte, kehrte mit dem Blut Mannoroths und einem einfacheren Versprechen zurück: Wer sich unterwarf, sollte die Macht erhalten, die der Eisernen Horde inzwischen fehlte.

Ein Teil der Orcs trank nun doch Dämonenblut. Die Zitadelle wurde nicht zerstört, sondern von innen verwandelt. Teufelsenergie floss durch ihre Werkstätten, Gefangene wurden geopfert, und über den alten Bannern der Eisernen Horde erhob sich die Legion. Was einst als Beweis orkischer Unabhängigkeit gebaut worden war, diente nun genau jener Macht, deren Ketten Grommash hatte vermeiden wollen.

Belagerungsmeisterin Mar'tak

Die äußeren Verteidigungsanlagen unterstanden Belagerungsmeisterin Mar'tak. Sie hatte schon für die Eiserne Horde schwere Waffen geführt und blieb auch nach Gul'dans Machtübernahme an der Spitze ihrer Truppen. Ihre Aufgabe war nicht bloß, das Tor zu bewachen. Hinter dem Bollwerk standen Teufelsfeuerkanonen, Munition und gepanzerte Fahrzeuge bereit, die durch das Dunkle Portal gebracht werden sollten.

Mar'taks Entscheidung zeigt, wie der Übergang zur Legion gelang. Nicht jeder Diener Gul'dans musste aus religiöser Hingabe handeln. Manche setzten ihre Stellung, ihre Fähigkeiten und ihren Krieg einfach unter einem neuen Herrn fort. Die Maschinen blieben dieselben, doch ihr Treibstoff und ihr Ziel änderten sich. Aus dem Eroberungsheer Draenors wurde der Vorstoß einer kosmischen Invasionsmacht.

Der Kampf vor dem Tor

Die Angreifer konnten die Zitadelle nicht mit einem einzelnen Sturm nehmen. Zuerst mussten sie Mar'taks Truppen zurückdrängen und die gewaltigen Höllenfeuerkanonen gegen die eigene Befestigung wenden. Munition wurde aus feindlichen Transportern geborgen, während immer neue Verbände aus den Kasernen strömten. Der Kampf war deshalb weniger ein Duell als eine offene Belagerungsschlacht.

Als die Kanonen endlich feuerten, zerbrach das verstärkte Tor unter Waffen, die eigentlich gegen Azeroth gerichtet gewesen waren. Mar'tak fiel mit ihrer Verteidigung. Die vorbereitete Invasion verlor einen Teil ihrer schwersten Ausrüstung, und der Weg in den unteren Hof der Zitadelle öffnete sich.

Die letzte Armee der Eisernen Horde

Unter den Verteidigern standen Orcs verschiedener Clans, Belagerungsingenieure und bereits vollständig verderbte Krieger. Diese Mischung machte sichtbar, was aus der Eisernen Horde geworden war. Ihr ursprünglicher Anspruch, aus eigener Kraft über Draenor zu herrschen, war zerbrochen. Übrig blieb eine Armee, die ihre Maschinen mit Teufelsenergie speiste und deren Befehlskette bis zu Gul'dan und der Legion reichte.

Der Höllenfeuerangriff beendete diese Armee nicht mit einem Schlag. Er nahm ihr aber die äußere Verteidigung und verhinderte, dass ihre vorbereiteten Waffen geschlossen zum Einsatz kamen. Jeder weitere Schritt in der Zitadelle führte nun tiefer in die Folgen von Gul'dans Sieg über Grommash.

Warum diese Schlacht mehr als ein Tor öffnete

Mit dem Fall des Bollwerks war bewiesen, dass die Zitadelle verwundbar blieb. Die Angreifer hatten jedoch auch gesehen, wie viel Material und Personal bereits für den Krieg gegen Azeroth gesammelt worden war. Ein Rückzug hätte Gul'dan Zeit gegeben, die Verteidigung neu zu ordnen und weitere Verstärkung aus dem Wirbelnden Nether zu rufen.

Darum setzte sich der Angriff ohne lange Pause fort. Hinter dem Tor warteten Maschinen, verdorbene Riesen, alte Kriegsherren und schließlich Archimonde selbst. Die erste Schlacht um die Zitadelle war der Augenblick, in dem aus der Verteidigung Draenors erneut ein direkter Kampf um die Zukunft Azeroths wurde.