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Lorlathil
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Lorlathil

Lorlathil ist eine alte Siedlung in Val'sharah und der Geburtsort der Zwillinge Malfurion und Illidan. Zwischen Druiden, Dryaden und Hütern liegt hier eine stille Verbindung zur Entstehung des Druidentums und zu den Gegensätzen der Brüder.

Der Geburtsort zweier Brüder

Im Süden Val'sharahs liegt Lorlathil zwischen leuchtenden Wäldern, kleinen Gewässern und den Wegen zum Hain des Cenarius. Nachtelfen leben dort gemeinsam mit Dryaden und Hütern des Hains. Die Siedlung ist älter als der Große Bruch und gehörte zu jener Landschaft, in der die Grenzen zwischen gewöhnlichem Wald und Smaragdgrünem Traum besonders dünn erschienen. Hier wurden die Zwillinge Malfurion und Illidan Sturmgrimm geboren.

Die Brüder wuchsen später in Suramar auf und verloren ihre Eltern noch vor dem Krieg der Ahnen. Dennoch verband ihre Herkunft sie mit Val'sharah. Malfurion suchte Ruhe in der Natur und hörte auf die Lehren des Halbgottes Cenarius. Illidan war ebenso begabt, fühlte sich aber stärker zur arkanen Magie und zur Anerkennung durch andere hingezogen. Beide liebten Tyrande Wisperwind. Aus gemeinsamer Kindheit entstanden Wege, die während des Krieges immer weiter auseinanderführten.

Val'sharah und die Geburt des Druidentums

Cenarius lehrte Malfurion, nicht nur Pflanzen und Tiere zu beeinflussen, sondern ihre Zusammenhänge zu verstehen. In Val'sharah entstand daraus die erste große Tradition sterblicher Druiden. Der Wald war von ihnen so gestaltet worden, dass er dem Smaragdgrünen Traum ähnelte, ohne mit ihm identisch zu sein. Lorlathil lag inmitten dieser lebendigen Schule. Seine Bewohner waren keine höfischen Magier wie die Hochgeborenen Suramars. Ihr Alltag beruhte auf der Pflege des Landes und auf Bündnissen mit Wesen, die von der alten Natur Azeroths abstammten.

Malfurion wurde Cenarius' erster sterblicher Schüler und später der erste große Druide der Nachtelfen. Illidan lernte ebenfalls bei dem Halbgott, doch seine Begabung und seine Wünsche führten ihn zurück zur arkanen Macht. Lorlathil macht ihre Unterschiede nicht zu einer einfachen Geschichte von Gut und Böse. Beide kamen aus demselben Ort, kannten dieselben Menschen und begegneten denselben Lehren. Ihre späteren Entscheidungen zeigen, wie verschieden zwei Personen auf dieselbe Herkunft antworten können.

Ein Dorf im Schatten des Alptraums

Während der dritten Invasion der Brennenden Legion wurde Val'sharah vom Smaragdgrünen Alptraum angegriffen. Xavius verdarb Shaladrassil, ließ Satyrn aus ihren Verstecken hervortreten und zog Cenarius in den Alptraum. Wälder, die als Abbild einer geordneten Natur gepflegt worden waren, verwandelten sich in Orte von Angst und Zorn. Lorlathil blieb ein wichtiger Zufluchts- und Reiseort, während nahe Siedlungen fielen und Bewohner aus gefährdeten Teilen des Waldes flohen.

Malfurion kehrte in seine Heimatregion zurück, um Cenarius zu retten, und wurde selbst von Xavius gefangen. Der Kampf führte bis in das Finsterherzdickicht und später in den Smaragdgrünen Alptraum. Dass diese Ereignisse in Val'sharah stattfanden, gab ihnen eine persönliche Schwere. Malfurion verteidigte nicht irgendeinen Wald. Er kämpfte um den Ort, an dem er geboren worden war, um seinen Lehrer und um die Tradition, die sein eigenes Leben bestimmt hatte.

Nach Suramars Befreiung hielten sich Malfurion und Tyrande erneut in Val'sharah auf; Malfurion wurde auch in Lorlathil gesehen. Später entstand eine Verbindung nach Bel'ameth, der neuen Heimat vieler Nachtelfen. Das Dorf blieb damit kein eingefrorenes Denkmal seiner berühmten Söhne. Es war weiterhin bewohnt, gepflegt und in die Wege des Volkes eingebunden. Seine Bedeutung liegt gerade in dieser Beständigkeit: Bevor Malfurion zum Erzdruiden und Illidan zum Dämonenjäger wurden, begann ihre Geschichte in einer kleinen Gemeinschaft, die beide nur als Kinder kannte.