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Thron von Kil'jaeden
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Thron von Kil'jaeden

Am Thron von Kil'jaeden soll Gul'dan die Orcclans dem Blut Mannoroths unterwerfen. Garrosh verhindert den Pakt, doch der Ort wird später erneut zum Schauplatz einer Entscheidung Grommashs, als Gul'dan ihm die dämonische Macht ein zweites Mal anbietet.

Gul'dans Versprechen an die Clans

Im Norden des Tanaandschungels erhob sich ein gewaltiger Berg, den Gul'dan nach seinem dämonischen Meister Kil'jaeden benannte. Der Hexenmeister hatte den Orcs neue Macht versprochen und ihre Schamanen an den Rand gedrängt. Nun rief er die Häuptlinge an diesen Ort, damit sie das Blut des Grubenlords Mannoroth tranken. Wer davon kostete, erhielt Kraft und rasende Kampfeslust, band sich jedoch zugleich an den Willen der Brennenden Legion.

In der ursprünglichen Geschichte nahm Grommash Höllschrei als erster den Kelch. Andere Häuptlinge folgten seinem Beispiel, und aus verbündeten Clans wurde eine Horde, deren Zorn Gul'dan gegen die Draenei und später gegen Azeroth lenkte. Der Berg war deshalb mehr als der Ort eines Rituals. Hier wurde eine politische Entscheidung in einen körperlichen Fluch verwandelt. Die Orcs glaubten, sie wählten Stärke, während Kil'jaeden in Wahrheit ihre Freiheit kaufte.

Garrosh verändert den Augenblick

Auf dem alternativen Draenor kannte Garrosh Höllschrei diesen Ausgang. Er war aus einer späteren Zeit gekommen und wusste, wie die Horde unter dem Dämonenblut zerbrochen war. Er zeigte Grommash Ausschnitte dieser Zukunft, verschwieg aber die späteren Verbrechen, die er selbst als Kriegshäuptling begangen hatte. Grommash sollte nicht aus freier Kenntnis entscheiden, sondern genau jene Schlussfolgerung ziehen, die Garrosh für seinen eigenen Plan benötigte.

Als Mannoroth erschien, verweigerte Grommash den Trank. Die Eiserne Horde eröffnete das Feuer mit Waffen, deren Entwicklung Garrosh aus der Zukunft angestoßen hatte. Grommash tötete den Grubenlord und erklärte, die Orcs würden niemals Sklaven sein, sondern Eroberer. Der Blutpakt war verhindert, doch die Gewalt blieb. Garrosh hatte die Form der Knechtschaft geändert, nicht den Wunsch, andere Völker zu unterwerfen.

Gul'dan kehrt mit demselben Angebot zurück

Nach den Niederlagen der Eisernen Horde gewann Gul'dan die Initiative zurück. Er ließ Grommash gefangen nehmen, brachte ihn zum Thron und bot ihm Mannoroths Blut erneut an. Diesmal stand Grommash nicht vor jubelnden Clans, sondern als geschlagener Kriegshäuptling vor den Folgen seines Feldzugs. Er lehnte wieder ab. Seine Weigerung konnte die früheren Entscheidungen nicht ungeschehen machen, zeigte aber, dass Gul'dan ihn selbst in der Niederlage nicht zum freiwilligen Diener der Legion machen konnte.

Gul'dan übernahm daraufhin die Reste der Eisernen Horde, ließ Tanaan durch Teufelsmagie verderben und brachte Mannoroths Überreste in die Höllenfeuerzitadelle. Der Berg fiel an Dämonen und Sargerei. Am selben Ort standen damit drei Möglichkeiten nebeneinander: die ursprüngliche Unterwerfung unter das Blut, Garroshs Eroberung ohne Dämonen und Gul'dans spätere offene Herrschaft. Keine davon brachte den Orcs die Freiheit, die ihnen versprochen worden war.

Dass Gul'dan den Berg nach Kil'jaeden benannte, machte die Hierarchie hinter dem Ritual sichtbar. Mannoroth lieferte das Blut, Gul'dan führte die Orcs heran, doch Kil'jaeden hatte den Krieg gegen die Draenei geplant. Er wollte Velen für dessen Flucht von Argus bestrafen und benutzte die Orcs als Armee gegen ein Volk, das ihnen zuvor nicht feindlich gewesen war.

In der Scherbenwelt blieb ein entsprechender Thron von Kil'jaeden auf der Höllenfeuerhalbinsel erhalten. Auch dort sammelten sich später Dämonen und teufelsblütige Elfen. Der Name überdauerte den Zerfall Draenors, weil der Ort die Methode Kil'jaedens zusammenfasste: Er eroberte Welten selten nur mit eigener Gewalt. Er suchte ihre Ängste, ihren Ehrgeiz und ihre inneren Konflikte und gab ihnen eine Macht, deren Preis erst sichtbar wurde, als die Entscheidung kaum noch zurückgenommen werden konnte.