Ehre und StärkeBlackmoore
Schuppenkommandant Azurathel
Charakter

Schuppenkommandant Azurathel

Azurathel wurde von Neltharion erschaffen und zum Kommandanten der Obsidianwächter ernannt. Nach fast zwanzigtausend Jahren Stasis führte er seine Dracthyr aus der Verbotenen Insel, schloss sich mit Wrathion der Allianz an und suchte dort einen neuen Platz. Die Wahrheit über Neltharions Verrat erschütterte seine Herkunft.

Ein Kommandant aus Neltharions Heer

Azurathel gehört zu den Dracthyr, die Neltharion aus der Magie der fünf großen Drachenschwärme erschuf. Sie sollten als anpassungsfähige Soldaten gegen die Urinkarnationen kämpfen. Neltharion wählte Azurathel zum Schuppenkommandanten der Obsidianwächter. Diese Einheit sollte Verbündete des schwarzen Schwarms und dessen Festungen schützen.

Die Dracthyr handelten damals nicht völlig frei. Neltharion benutzte ein Titanenartefakt, den Eidbinder, um ihren Willen zu kontrollieren. Ausbildung, Kameradschaft und Zwang lagen daher von Anfang an nebeneinander. Azurathel verstand sich als Beschützer, doch der Auftrag war in ein Heer eingebettet, dessen Schöpfer Gehorsam technisch erzwang.

Fast zwanzigtausend Jahre im Stillstand

Im Kampf gegen Raszageth wurde der Eidbinder zerstört. Neltharion konnte die Dracthyr nicht länger unmittelbar beherrschen und betrachtete seine eigenen Soldaten nun als Gefahr. Er befahl ihnen, in die Brutstätten unter der Verbotenen Insel zurückzukehren. Malygos versiegelte sie dort in magischer Stasis, während blaue Drachen die Anlagen bewachten.

Erst fast zwanzigtausend Jahre später weckte eine magische Welle die Dracthyr, als Primalisten Raszageth befreien wollten. Azurathels Erinnerungen waren wie die seiner Leute bruchstückhaft. Er drängte dennoch darauf, Ausrüstung zu bergen, Verwundete zu versorgen und die Lage zu erfassen. Handeln musste vor vollständiger Gewissheit kommen.

Die Rettung der anderen Weyrns

Außerhalb der Brutstätte erkannten die Obsidianwächter, wie lange ihre Heimat überwuchert worden war. Andere Dracthyrverbände standen ebenfalls unter Angriff. Glutthals Adamantwacht war bereits vernichtet worden; Sarkareths Ebenholzschuppen saßen am Sturmrisskrater fest. Azurathel führte mit seinem Leutnant Dervishian einen Rettungstrupp durch Primalisten, Tarasek und Elementare.

Die Verbände vereinten sich und versuchten anschließend, Raszageths Befreiung zu verhindern. Sie scheiterten. Beim Rückzug zerbrach auch ihre politische Einheit. Sarkareth verlangte sofort Antworten und gründete schließlich die Zersplitterte Flamme, während Azurathel Schutz und Zusammenarbeit höher gewichtete als den Anspruch auf ein unbekanntes Erbe.

Ein vorsichtiges Bündnis mit der Allianz

Wrathion führte Azurathel und die Obsidianwächter nach Sturmwind. Die ersten Wachen begegneten den unbekannten Dracthyr misstrauisch, doch Mathias Shaw ließ sie eintreten. Vor Turalyon machte Azurathel deutlich, dass die Dracheninseln auch Heimat der Dracthyr seien und nicht von den sterblichen Reichen ausgeplündert werden dürften.

Er schloss sich der Allianz deshalb nicht aus blindem Vertrauen an. Beide Seiten sollten sich im gemeinsamen Einsatz bewähren. Turalyon verstand diese Haltung als Soldat. Azurathel begleitete die Allianzexpedition, schützte ihren Landgang an der Küste des Erwachens und begann, die Disziplin der Obsidianwächter mit den Strukturen eines völlig veränderten Azeroth zu verbinden.

Der schwierige Blick auf Neltharion

Azurathel erfuhr, dass sein Schöpfer zu Todesschwinge geworden war, Azeroth verwüstet und schließlich von den anderen Aspekten getötet worden war. Trotzdem unterschied er lange zwischen dem Weltenbrecher und dem Neltharion, den er als Vater und Anführer in Erinnerung hatte. Diese Trennung zeigt, wie schwer sich persönliche Loyalität durch spätere Wahrheit ersetzen lässt.

Gleichzeitig fand sein Verband einen tatsächlichen Platz in der Allianz. Azurathel sah Turalyons Anerkennung ihrer Disziplin und wollte zur Geschlossenheit der neuen Verbündeten beitragen. Die Obsidianwächter blieben keine herrenlose Einheit, aber ihr neuer Dienst beruhte nicht mehr auf einem Artefakt, das ihren Willen kontrollierte.

Eine neue Heimat ohne letzten Befehl

Azurathel kämpfte später mit Glutthal, Cindrethresh und Viridia gegen Fyrakks Streitkräfte im Smaragdgrünen Traum und nahm an der Feier bei Amirdrassil teil. Dort konnte er sagen, dass die Obsidianwächter in der Allianz Zugehörigkeit gefunden hatten. Glutthal erinnerte ihn zugleich daran, dass die Zukunft der Dracthyr über jedes einzelne Bündnis hinausreichte.

Als weitere Brutstätten erwachten, kehrte Azurathel zur Verbotenen Insel zurück. Er erklärte den Neuankömmlingen, wie stark sich die Welt verändert hatte, und suchte weiter nach verlorenen Angehörigen. Seine Aufgabe hatte sich damit gewandelt: Früher bewachte er Neltharions Festungen; nun half er Menschen, die Wahrheit über ihren Schöpfer zu überleben und selbst zu entscheiden, wohin sie gehören.