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Schrein der Zwei Monde
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Schrein der Zwei Monde

Der Schrein der Zwei Monde liegt nördlich des Mogu’shanpalasts. Die Goldlotus überlassen das alte Bauwerk der Horde, die von dort ihre Feldzüge koordiniert und zugleich mit den Folgen von Garroshs wachsendem Machtanspruch lebt.

Die Horde betritt das heilige Tal

Nördlich des Mogu’shanpalasts erhebt sich der Schrein der Zwei Monde. Wie sein Gegenstück im Süden wurde er von den Mogu errichtet und später von den Goldlotus bewacht. Als sich die Tore des Tals der Ewigen Blüten öffneten, durfte die Horde den Schrein beziehen. Tauren, Orcs, Trolle, Verlassene, Blutelfen und Goblins erhielten damit erstmals einen gemeinsamen Mittelpunkt auf Pandaria.

Für die Pandaren war diese Entscheidung ein Vertrauensvorschuss. Die Horde hatte im Jadewald bereits gezeigt, wie schnell ihr Krieg die Sha wecken konnte. Zugleich bestand sie nicht aus einer einzigen Stimme. Sonnenläufer Dezco suchte einen Ort für sein Volk und trauerte um seine Familie; Blutelfen dienten einem Kriegshäuptling, dem sie immer weniger vertrauten; Vol’jin beobachtete, wie Garrosh die Horde nach seinem eigenen Bild umformte. Im Schrein lebten diese Spannungen Tür an Tür.

Ein Stützpunkt wird zum Zeugen einer Spaltung

Vom Schrein aus zogen Truppen gegen Mantiden, Mogu und Sha. Händler und Boten verbanden ihn mit den Stützpunkten der Horde in Krasarang und Kun-Lai. Doch je länger der Feldzug dauerte, desto deutlicher wurde, dass Garrosh Pandaria nicht nur verteidigen oder erkunden wollte. Er suchte nach Waffen, mit denen er seine Feinde und schließlich auch widersprechende Teile der eigenen Horde beherrschen konnte.

Die Blutelfen wurden bei gefährlichen Aufgaben auf der Donnerinsel eingesetzt, während Garrosh nach Mogu-Artefakten und der Macht der Sha greifen ließ. Vol’jins Widerstand führte beinahe zu seiner Ermordung. Baine Bluthuf blieb Teil der Horde, ohne Garroshs Weg gutzuheißen. Der Schrein war daher keine geschlossene Festung einer geeinten Fraktion. Er war ein Ort, an dem Verbündete täglich merkten, wie verschieden ihre Vorstellungen von Ehre, Stärke und Zukunft geworden waren.

Vom Herzen Y’Shaarjs bis zu N’Zoths Vision

Als Garrosh das Herz Y’Shaarjs in das Tal bringen ließ, traf seine Entscheidung die unmittelbare Umgebung des Schreins. Das Tal wurde verwüstet, Wasser verdarb und die alte Wunde des toten Gottes brach erneut auf. Viele Bewohner der Horde kämpften später gemeinsam mit der Allianz gegen Garrosh, nicht weil ihre früheren Konflikte verschwunden waren, sondern weil der Kriegshäuptling die Horde selbst in ein Werkzeug persönlicher Herrschaft verwandelt hatte.

Während N’Zoths späterem Angriff zeigte eine Vision das Tal als Teil eines wiedererstandenen Schwarzen Imperiums. In dieser möglichen Zukunft war der Schrein der Zwei Monde gefallen. Die Bilder erinnerten daran, dass die Alten Götter nicht zwischen Horde und Allianz unterschieden. Für sie waren beide Fraktionen nur Völker auf einer Welt, die von innen gebrochen werden sollte. Der Schrein blieb in der wirklichen Geschichte erhalten, doch seine Hallen hatten gesehen, wie nahe politische Spaltung und kosmische Verderbnis einander kommen konnten.