Ein Mogu-Bauwerk erhält neue Bewohner
Östlich des Mogu’shanpalasts steht der Schrein der Sieben Sterne. Seine Mauern stammen aus der Zeit der Mogu, deren Herrscher das Tal der Ewigen Blüten als Zentrum ihrer Macht beanspruchten. Nach dem Sturz des Kaiserreichs blieb das Gebäude bestehen. Die Goldlotus bewachten das Tal und entschieden, wer seine Tore betreten durfte. Als die Nebel fielen und fremde Völker Pandaria erreichten, erlaubten sie der Allianz, den südlichen Schrein zu nutzen.
Diese Erlaubnis war mehr als die Übergabe eines Gebäudes. Das Tal galt als Herz Pandarias, gespeist von Wasser, das durch titanische Anlagen und uralte Quellen floss. Die Allianz erhielt damit einen Stützpunkt an einem Ort, den die Pandaren über Generationen vor Eindringlingen geschützt hatten. Ihr gegenüber bezog die Horde den Schrein der Zwei Monde. Zwischen beiden lag der Mogu’shanpalast wie eine Erinnerung daran, dass mächtige Reiche schon früher geglaubt hatten, das Tal gehöre ihnen.
Die Allianz richtet sich in Pandaria ein
Im Schrein sammelten sich Soldaten, Händler, Handwerker und Gesandte aus vielen Reichen der Allianz. Von hier führten Wege in den Jadewald, nach Kun-Lai, in die Schreckensöde und an die südliche Küste. Was zunächst als Zuflucht und Versorgungsort diente, wurde zum politischen Mittelpunkt der Allianz auf dem Kontinent. Nachrichten aus Stormwind trafen ein, Expeditionen brachen auf und Verwundete kehrten aus den Feldzügen zurück.
Die Bewohner brachten ihre eigenen Erinnerungen mit. Menschen aus Stormwind kannten Krieg und Wiederaufbau, Nachtelfen den Verlust uralter Heimat, Zwerge die Suche nach einer vergessenen Herkunft. Im Schrein begegneten diese Geschichten einer Kultur, die ihre negativen Gefühle fürchtete, weil sie als Sha Gestalt annehmen konnten. Für die Allianz war Pandaria deshalb nicht nur ein neues Land. Es war ein Ort, an dem Zorn, Trauer und Ehrgeiz sichtbare Folgen erhielten.
Das Tal wird verwundet
Die Sicherheit des Schreins endete, als Garrosh Höllschrei im Tal nach dem Herzen Y’Shaarjs graben ließ. Die Ausgrabung zerstörte die Landschaft und setzte eine Macht frei, die seit der Urzeit unter Pandaria verborgen gelegen hatte. Für die Bewohner des Sieben-Sterne-Schreins wurde aus dem fernen Streit um Orgrimmars Führung eine unmittelbare Bedrohung. Das heilige Tal, das sie schützen sollten, verwandelte sich vor ihren Augen.
Jahre später griff N’Zoth erneut nach dem Tal. In Visionen einer möglichen Zukunft fiel der Schrein der Zwei Monde an das Schwarze Imperium, während der Schrein der Sieben Sterne als letzte unbesiegte Zuflucht bestehen blieb. Das war keine unveränderliche Zukunft, sondern eine Warnung. Der Schrein hatte Mogu-Herrschaft, Fraktionskrieg und die Rückkehr der Leere überdauert. Jede Epoche füllte dieselben Hallen mit einer anderen Vorstellung davon, was dort bewahrt werden müsse.