Ein Sonnenläufer aus Mulgore
Dezco gehörte zu den Sonnenläufern, den Paladinen der Tauren. Ihre Kraft stammt aus der Verehrung An'shes, der Sonne, und ergänzt die ältere Bindung ihres Volkes an Mu'sha, den Mond. Als Häuptling der Morgenjäger trug Dezco nicht nur eine Waffe, sondern die Verantwortung für Familien, Jäger und Schamanen, die ihm vertrauten.
Seine Gefährtin Leza erwartete Zwillinge und empfing eine Vision von einem fernen, goldenen Tal. Baine Bluthuf nahm den Traum ernst und sandte Dezco mit seinem Stamm nach Pandaria. Die Reise war keine Eroberung. Die Morgenjäger suchten einen Ort, den keiner von ihnen kannte, und folgten einer Hoffnung, deren Bedeutung erst noch verstanden werden musste.
Verlust in Krasarang
Pandaria empfing die Tauren nicht friedlich. Saurok griffen ihr Lager an, und Leza wurde während der Geburt schwer verletzt. Sie brachte die Zwillinge zur Welt, starb jedoch kurz darauf; auch einer der beiden Söhne überlebte die folgenden Kämpfe nicht. Dezco musste trauern und zugleich eine Gemeinschaft weiterführen, die mitten in einem fremden Land Schutz suchte. Sein Glaube nahm ihm den Schmerz nicht ab.
Dezco erreichte schließlich das Tal aus Lezas Vision. Dort erkannte er, dass der Traum nicht nur eine private Verheißung gewesen war. Das Tal stand im Mittelpunkt der alten Macht Pandarias und wurde bald vom Krieg zwischen Horde und Allianz bedroht. Dezco half bei seiner Verteidigung, ohne zu vergessen, welchen Preis seine Familie für den Weg dorthin bezahlt hatte.
Vater, Häuptling und Zeuge
Später kehrte Dezco mit seinem überlebenden Sohn nach Kalimdor zurück und diente weiterhin der Horde. Seine Geschichte macht aus einer großen Expedition eine sehr persönliche Erfahrung. Pandaria war für ihn nicht bloß ein neuer Kontinent, sondern der Ort, an dem Hoffnung, Auftrag und Verlust untrennbar wurden. Gerade dadurch blieb er ein glaubwürdiger Anführer: Er sprach nicht über Opfer, die immer nur andere bringen mussten.