Xuen stellt sich dem Donnerkönig
Die Berge Kun-Lais wurden in uralter Zeit von Mogu geformt, als diese noch Diener der titanischen Ordnung waren. Später stritten Mogu-Clans um das Land, bis Lei Shen sie unter einer Krone vereinte. Als der Donnerkönig den Bewohnern des Gipfels die Unterwerfung anbot, trat Xuen, der Weiße Tiger, als ihr Kämpfer hervor. Dreißig Tage und Nächte dauerte der Kampf. Xuen verlor, und Kun-Lai fiel an das Mogu-Reich. Der Widerstand blieb dennoch in Erinnerung, weil er zeigte, dass Lei Shens Herrschaft nicht als natürliche Ordnung akzeptiert worden war.
Auf den hohen Hängen entstanden der Tempel des Weißen Tigers und das Kloster der Shado-Pan. Xuen lehrte Stärke als Verbindung von Mut und Selbstbeherrschung. Die Shado-Pan übernahmen eine andere Aufgabe: Sie wachten über die Schlangenwirbelsäule, die Mantiden und jene Sha, deren Gefängnisse unter Pandaria lagen. Ihr Dienst geschah meist außerhalb des Blicks der Dörfer, die sie beschützten. Gerade diese Abgeschiedenheit machte den Orden wirksam, ließ ihn aber auch glauben, jede Last allein tragen zu müssen.
Flüchtlinge aus dem Westen
Als der Mantidenschwarm zu früh begann, wurden die Yaungol aus der Tonlongsteppe verdrängt. Sie zogen über die Pässe nach Kun-Lai und griffen Binan, Ostwindruh und Westwindruh an. Für die Pandaren erschienen sie als Eroberer. Tatsächlich waren viele von ihnen Flüchtlinge, die selbst vor einem übermächtigen Feind flohen. Ihre Anführer reagierten auf den Verlust ihrer Weidegründe mit Gewalt und versuchten, neue Heimat durch Feuer und Einschüchterung zu erzwingen.
Dieser Zusammenhang entschuldigte ihre Angriffe nicht, erklärte aber, warum der Krieg plötzlich an mehreren Fronten ausbrach. Hinter jedem Dorf, das die Yaungol bedrohten, lag ein anderes Dorf, aus dem sie zuvor vertrieben worden waren. Die Shado-Pan mussten daher nicht nur einen Einfall stoppen. Sie mussten die Ursache jenseits der Mauer suchen, während ihre eigenen Kämpfer bereits unter dem Einfluss des Sha des Hasses standen.
Die Zandalari bereiten Lei Shens Rückkehr vor
An der Nordküste landeten zugleich Zandalari. Ihr Reich hatte durch den Kataklysmus schwere Verluste erlitten, und König Rastakhan konnte den politischen Niedergang nicht aufhalten. Zul und seine Anhänger suchten deshalb in der Vergangenheit nach einer Macht, die den Trollen eine neue Zukunft erzwingen sollte. In den Gräbern Kun-Lais sammelten sie Mogu-Artefakte und bereiteten die Wiedererweckung Lei Shens vor.
Das Grab der Eroberer, Zouchin und die umliegenden Berge wurden zu Schauplätzen dieses Plans. Die Zandalari betrachteten den Donnerkönig nicht als Freund, sondern als ehemaligen Verbündeten, dessen Macht sie nutzen wollten. Als Lei Shen tatsächlich zurückkehrte, war Kun-Lai nicht das Ende seiner Geschichte, sondern der Ausgangspunkt eines neuen Feldzugs zur Donnerinsel. Damit liefen in den Bergen drei Krisen zusammen: Flüchtlinge aus der Steppe, ein erschütterter Wächterorden und die Rückkehr des Kaisers, dem selbst Xuen einst unterlegen war.