Die Berge der Frostmähnentrolle
Bevor Zwerge und Gnome ihre Städte in die Berge bauten, lebten Frostmähnentrolle in Dun Morogh. Der Stamm gehörte zu jenen Eistrollen, deren Vorfahren sich weit vom alten Drakkari-Reich entfernt hatten. Höhlen, Jagdgründe und heilige Plätze machten die verschneiten Täler zu ihrer Heimat.
Die spätere Ausbreitung der titanengeschmiedeten Völker drängte die Trolle zurück. Ihre Angriffe auf Kharanos, Ambossar und die Wege nach Eisenschmiede waren deshalb nicht nur Raubzüge. Sie gehörten zu einem langen Kampf um ein Land, in dem neue Städte auf älteren Ansprüchen entstanden.
Zwerge und Gnome finden eine Heimat
Die Vorfahren der Gnome verließen Uldaman und errichteten befestigte Siedlungen im Gebirge. Jahrhunderte später kamen die aus Irdenen hervorgegangenen Zwerge hinzu. Sie bauten Eisenschmiede unter dem höchsten Berg und begegneten den Gnomen. Zwischen beiden Völkern entstand eine enge Freundschaft: Die Zwerge halfen beim Bau Gnomeregans, die Gnome teilten technisches Wissen.
Diese Nachbarschaft prägte Dun Morogh stärker als jede formelle Grenze. Eisenschmiedes Schmieden und Gnomeregans Maschinen folgten unterschiedlichen Vorstellungen von Handwerk, ergänzten einander jedoch. Aus dem Bergland wurde ein gemeinsamer Lebensraum zweier Völker, die beide aus titanischer Vergangenheit hervorgegangen waren, ohne dies lange zu wissen.
Der Krieg der drei Hämmer
Nach dem Tod Hochkönig Modimus Ambossmars stritten Bronzebart, Wildhammer und Dunkeleisen um die Herrschaft in Eisenschmiede. Der Krieg der drei Hämmer endete damit, dass die Bronzebärte die Bergstadt hielten, während Wildhammer und Dunkeleisen neue Reiche gründeten. Dun Morogh blieb unter Bronzebart-Herrschaft, aber die Erinnerung an den Bürgerkrieg prägte das Verhältnis der Klans über Jahrhunderte.
Erst viel später führte die politische Krise um Magni Bronzebart zum Rat der Drei Hämmer. Moira Thaurissan, Muradin Bronzebart und Falstad Wildhammer vertraten gemeinsam die großen Linien des Volkes. Damit kehrten die Folgen des alten Krieges in die Hauptstadt zurück, diesmal als schwieriger Versuch gemeinsamer Regierung.
Gnomeregans Fall
Als Troggs Gnomeregan angriffen, entschied sich Hochtüftler Gelbin Mekkadrill gegen eine sofortige Bitte um Hilfe. Die Allianz kämpfte bereits gegen die Geißel, und er wollte ihre Kräfte nicht binden. Sein Berater Sicco Thermadraht schlug vor, die Stadt mit Strahlung zu fluten. Der Plan tötete viele Gnome, verwandelte andere in Lepragnome und vertrieb die Überlebenden.
Eisenschmiede nahm die Flüchtlinge auf. Dun Morogh wurde dadurch endgültig zur gemeinsamen Heimat, aber unter tragischen Vorzeichen. Tüftlerstadt und Neu-Tüftlerstadt entstanden als provisorische Zentren, während die Gnome über Jahre versuchten, Gnomeregan zurückzugewinnen.
Das Herz Khaz Modans
Dun Morogh verbindet die politischen Hallen Eisenschmiedes mit kleinen Orten wie Kharanos und Ambossar. Händler, Bergleute, Jäger und Soldaten halten die Pässe offen, während die Frostmähnentrolle und andere Bedrohungen zeigen, dass selbst das Kernland nicht vollständig kontrolliert wird.
Die Region erzählt deshalb keine einfache Erfolgsgeschichte. Zwerge und Gnome schufen große Städte, verloren aber Einheit und Heimat durch Bürgerkrieg, Stolz und falsche Entscheidungen. Dass sie dennoch gemeinsam in Dun Morogh leben, ist weniger das Ergebnis ungebrochener Sicherheit als eine über Generationen bewahrte Solidarität.