Eine Gruft wird zum Zufluchtsort
Im Silberwald, westlich von Tirisfal, lag eine alte Krypta an den Straßen nach Gilneas und zum Hügelland. Nach dem Zusammenbruch Lordaerons nutzten die Verlassenen die Anlage als befestigten Stützpunkt. Der Name Das Grabmal war für Untote keine düstere Metapher, sondern eine nüchterne Beschreibung ihrer neuen Heimat.
Von hier aus hielten sie Verbindung nach Unterstadt und beobachteten eine Region, in der die Geißel, wilde Worgen und menschliche Überlebende umherzogen. Der Ort bot Schutz, aber keine Sicherheit. Jeder Weg führte durch Land, dessen frühere Ordnung zusammengebrochen war.
Der Silberwald wird zur Front
Die Worgen des Silberwalds waren zunächst keine einheitliche Armee. Rudel, verfluchte Menschen und Diener verschiedener Herren machten die Wälder gefährlich. Später öffnete sich Gilneas, und der Konflikt zwischen dem Königreich und den Verlassenen verwandelte die Region in eine klare Kriegsfront.
Das Grabmal diente als Sammelpunkt für Späher, Apotheker und Soldaten. Sylvanas hielt sich dort mit ihren Begleitern auf, während die Verlassenen ihren Vormarsch planten. Damit wurde aus dem abgelegenen Vorposten ein Glied in einer Kampagne, die das Schicksal Gilneas' und des nördlichen Lordaerons prägte.
Heimat in den Überresten der Toten
Die Verlassenen bauten selten auf unberührtem Boden. Sie bezogen Ruinen, Gruften und aufgegebene Dörfer, weil diese Orte bereits zu ihrem eigenen Schicksal passten. Das Grabmal zeigt diesen Umgang besonders deutlich: Ein Bau für die Toten wird von den Untoten gegen eine feindliche Welt verteidigt.
Seine Geschichte erklärt auch die Härte der Grenzpolitik Sylvanas'. Zwischen Gilneas, dem Hügelland und Unterstadt sah sie jeden ungesicherten Weg als mögliche Einfallsroute. Für die Bewohner des Grabmals war diese Furcht keine abstrakte Strategie, sondern Teil ihres täglichen Lebens.