Der Weg nach Die Hallen der Tapferkeit
Odyn erhob die Hallen der Tapferkeit über Sturmheim, damit die würdigsten Vrykul nach ihrem Tod als Valarjar Azeroth verteidigten. Wer die Aegis von Aggramar als Säule der Schöpfung gewinnen wollte, musste sich den Prüfungen dieser Kriegerwelt stellen. Zugleich eilte Gottkönig Skovald im Auftrag Gul'dans herbei, um das Titanenrelikt für die Brennende Legion zu rauben. In Fenryr nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.
In den Hallen der Tapferkeit bedeutete das Jenseits keinen stillen Frieden. Auf den Feldern der Ewigen Jagd hielten Vrykulhelden ihre Sinne scharf und wetteiferten darum, die größten Bestien zu erlegen. Jagd war Erinnerung an das sterbliche Leben, Übung für kommende Kriege und ein Maßstab dafür, ob Ruhm ohne Gefahr überhaupt noch Bedeutung besaß.
Der wahre Herr des Reviers
Fenryr gehörte niemandem. Vrykul und Tiere wichen dem gewaltigen Worg aus, weil er die Felder besser kannte als jeder Besucher. Ihre Wettbewerbe fanden in seinem Revier statt, nicht umgekehrt. Er entschied, wann eine Spur sichtbar wurde und wann aus Verfolgung ein Hinterhalt entstand. Der angebliche Jäger bemerkte oft erst spät, dass Fenryr längst hinter ihm gewählt hatte.
Die Anwärter fanden Fenryr nicht auf einem Thron. Sie mussten seine Spuren lesen und durch das Jagdgebiet verfolgen. Je nach Weg lag er zwischen Vrykul oder in einer von Bären umgebenen Höhle. Die Prüfung begann damit lange vor dem ersten Schlag. Wer das Tier nicht fand oder seine Umgebung übersah, war der eigentlichen Begegnung noch nicht würdig.
Verwundet zieht er sich zurück
Fenryr kämpfte zunächst im offenen Feld und sprang mit erschreckender Geschwindigkeit zwischen seinen Zielen. Als seine Wunden zu schwer wurden, floh er nicht wahllos. Er zog sich in den eigenen Bau zurück, wo Geruch, Enge und vertrauter Boden für ihn arbeiteten. Die Verfolger mussten entscheiden, ob sie der verletzten Bestie in genau den Ort folgen wollten, den sie selbst gewählt hatte.
Im Bau wählte Fenryr ein Ziel nach seinem Geruch und jagte es unerbittlich. Klauenhiebe trafen alle, die zu nahe standen, und zugleich brauchte ein einzelner Körper die Nähe anderer, um die Wucht seiner Raserei zu teilen. Der Worg zwang die Gruppe zwischen Abstand und Zusammenhalt zu wechseln. Jagdinstinkt wurde zu einer Prüfung gemeinsamer Bewegung.
Besiegt, nicht ausgelöscht
Fenryr wurde bezwungen, doch spätere Begegnungen zeigen ihn wieder lebend in den Hallen. Die Prüfung verlangte offenbar keinen endgültigen Tod des wahren Herrn der Felder. Entscheidend war, ihn aufzuspüren, seinem Angriff standzuhalten und seinen Bau wieder zu verlassen. Odyn suchte keine Ausrottung seiner Jagdgründe, sondern Anwärter, die selbst vor deren gefährlichster Bestie nicht den Mut verloren.