Ehre und StärkeBlackmoore
Y'Shaarj
Charakter

Y'Shaarj

Der mächtigste Alte Gott Azeroths, dessen gewaltsamer Tod die Welt verwundete und dessen sieben letzte Atemzüge als Sha ganze Zeitalter überlebten.

Sieben Köpfe über dem Schwarzen Imperium

Y'Shaarj war ein Alter Gott, ein gewaltiger Parasit der Leere, der sich in das junge Azeroth gebohrt hatte. Im Schwarzen Imperium galt er als der mächtigste seiner Art. Überlieferungen beschreiben ihn als Wesen mit sieben Köpfen, das Mut einatmete und Furcht ausstieß. Unter seiner Herrschaft waren Gefühle keine private Regung. Sie wurden Nahrung, Wetter und Waffe.

Als die Titanen Azeroth entdeckten, griff Aman'Thul selbst nach Y'Shaarj und riss ihn aus der Welt. Der Alte Gott starb, doch der Sieg verwundete den Planeten furchtbar. Sein Körper hatte so tief Wurzeln geschlagen, dass mit ihm ein Stück Azeroths herausgerissen wurde. Aus der Wunde entstand später der Brunnen der Ewigkeit. Die Titanen erkannten, dass sie die übrigen Alten Götter nicht auf dieselbe Weise entfernen konnten, ohne die Welt zu töten.

Der letzte Atem

Y'Shaarjs Todesschrei zerbrach Berge und vernichtete titanengeschmiedete Krieger. Aus seinem letzten Atem gingen die großen Sha hervor: Zorn, Hass, Gewalt, Angst, Zweifel, Verzweiflung und Stolz. Sie waren keine einfachen Kinder mit eigenem Leben, sondern fortdauernde Verdichtungen dessen, was der Alte Gott in die Welt gelegt hatte. Solange Wesen diese Gefühle nährten, konnten die Sha Gestalt annehmen.

Ra fand das noch schlagende Herz und schloss es unter dem späteren Tal der Ewigen Blüten ein. Aqir wurden von der verbliebenen Macht angezogen und entwickelten sich zu den Mantiden. Die Klaxxi erinnerten sich an den alten Meister und bewahrten eine Loyalität, die selbst ihre zeitweiligen Verbündeten in Pandaria nie ganz verstanden.

Pandarias verborgene Wunde

Kaiser Shaohao verbarg Pandaria hinter Nebeln, doch er konnte den Stolz nicht überwinden. Die Völker des Kontinents lernten, Gefühle zu beherrschen, weil ungezügelte Angst oder Wut buchstäblich einen Feind hervorbringen konnten. Diese Disziplin war keine malerische Philosophie. Sie war Überlebenswissen auf einem Land, in dessen Boden der Atem eines toten Gottes lag.

Als Allianz und Horde Pandaria zu ihrem Kriegsschauplatz machten, erhielten die Sha neue Nahrung. Garrosh Höllschrei ließ im Tal graben und fand das Herz. Mit den heiligen Wassern belebte er es, verwüstete das Tal und brachte die dunkle Masse nach Orgrimmar. Für Garrosh war Y'Shaarjs Macht kein Meister, dem er diente. Er glaubte, sie als Beweis seiner eigenen Stärke benutzen zu können.

Das Ende des Nachhalls

Die Klaxxi stellten sich an die Seite des Herzens. Garrosh tränkte Waffen und Krieger mit seiner Macht und nahm sie schließlich selbst in sich auf. Im Untergrund Orgrimmars kämpften seine Gegner nicht gegen den vollständig wiederauferstandenen Alten Gott, sondern gegen dessen letzte konzentrierte Möglichkeit. Nach Garroshs Niederlage versagte das Herz. Ein verblassender Atem blieb kurz zurück und löste sich dann auf.

Damit endete Y'Shaarjs aktive Verderbnis. Der Alte Gott hatte seine eigene Tötung um Jahrtausende überlebt, nicht als vollständiges Wesen, sondern in Gefühl, Kult und Organ. Seine Geschichte zeigt, warum kosmische Feinde nicht nur mit Waffen besiegt werden. Aman'Thul konnte den Körper aus der Welt reißen. Die Bewohner Pandarias mussten noch Zeitalter später lernen, was sie mit dem Atem in sich selbst taten.