Grommash in Ketten
Grommash hatte die Eiserne Horde gegründet, um die Orcs vor der Knechtschaft durch die Legion zu bewahren und zugleich andere Welten zu unterwerfen. Als seine Feldzüge scheiterten, kehrte Gul'dan zurück. Viele geschwächte Clans tranken nun doch Mannoroths Blut, und Grommash wurde überwältigt.
Gul'dan tötete ihn nicht. Ein gefangener Kriegshäuptling war politisch wertvoller als ein Märtyrer. Grommash wurde tief in der Zitadelle festgehalten, während draußen seine Armee in Gul'dans Dienst überging. Zakuun erhielt den Auftrag, dafür zu sorgen, dass der Gefangene weder befreit wurde noch erneut Einfluss gewann.
Ein Vollstrecker der Legion
Zakuun gehörte zu den mächtigen Teufelswächtern der Legion. Seine Stellung beruhte nicht auf orkischer Politik, sondern auf unmittelbarer dämonischer Gewalt. Mit seiner gewaltigen Axt konnte er den Boden spalten und die Teufelsenergie der Zitadelle in zerstörerische Wellen verwandeln.
Er war damit der geeignete Wächter für einen Gefangenen wie Grommash. Ein Orc hätte an alte Loyalitäten erinnert werden können. Zakuun kannte diese Bindungen nicht. Für ihn war der Kriegshäuptling nur ein besiegter Gegner, dessen Bewachung Teil des Feldzuges der Legion war.
Der Weg zur Kammer
Nach dem Fall der äußeren Verteidiger drangen die Angreifer bis in Zakuuns Bereich vor. Dort endete die Illusion, Gul'dans Herrschaft beruhe noch auf der Eisernen Horde. Ein Dämon stand offen im Zentrum der Festung und bewachte den Mann, der einst versprochen hatte, genau diese Unterwerfung zu verhindern.
Zakuun versuchte, die Gruppe mit Spalten im Boden, Teufelskristallen und der Reichweite seiner Waffe auseinanderzutreiben. Seine Stärke lag in direkter Kontrolle. Jeder Schritt in seiner Nähe konnte eine neue Bruchlinie öffnen, aus der die Energie der Zitadelle hervorbrach.
Die Befreiung des Kriegshäuptlings
Als Zakuun fiel, endete Grommashs Gefangenschaft. Der Kriegshäuptling war jedoch nicht in dieselbe Lage zurückgekehrt, aus der er den Feldzug begonnen hatte. Seine Horde war zerbrochen, viele seiner Verbündeten waren tot oder verderbt, und Gul'dan hatte bewiesen, wie wenig eine Freiheit wert war, die auf der Unterwerfung anderer beruhte.
Grommash schloss sich dem Angriff gegen Gul'dan und die Legion an. Diese Zusammenarbeit löschte seine Verantwortung nicht aus, war aber für das Überleben Draenors notwendig. Zakuuns Niederlage machte aus einem Gefangenen wieder einen Handelnden und vereinte für kurze Zeit frühere Feinde gegen die größere Bedrohung.
Vor dem letzten Aufstieg
Hinter Zakuun lagen die Kammern von Xhul'horac, Tyrannin Velhari und Mannoroth. Die Befreiung Grommashs war deshalb nicht das Ende des Angriffs, sondern ein Wendepunkt. Von nun an kämpften die Verteidiger Draenors mit einem Mann, der einen großen Teil der Katastrophe selbst ausgelöst hatte.
Zakuun blieb in dieser Geschichte der Wächter eines Übergangs. Solange er lebte, war Grommash nur ein Symbol der Niederlage. Nach seinem Fall konnte der Kriegshäuptling noch einmal entscheiden, wem seine Kraft dienen sollte. Diese Entscheidung führte ihn schließlich bis zur letzten Auseinandersetzung mit Archimonde.