Eine Vindikar, die das Licht verkehrte
Velhari war einst eine vielversprechende Vindikar der Draenei. Sie kannte die Sprache von Pflicht, Schutz und heiliger Macht, doch ihre Gründe für den Fall bleiben ihr eigenes Geheimnis. Sicher ist nur, dass sie bereits vor Gul'dans Aufstieg Ehrgeiz zeigte und mit brutaler Entschlossenheit in den Reihen der Sargerei aufstieg. Mit ihrer Schülerin Vatrusta und anderen Sargerei griff sie Auchindoun an, um Teron'gor aus den Ruinen zu befreien.
Gul'dans Gabe
Als Gul'dan den Sargerei seine Gabe brachte, gehörte Velhari zu den ersten, die den Teufelseinfluss annahmen. Die Kraft machte aus der ehemaligen Vindikar eine Man'ari und verlieh ihr die Macht, die sie gesucht hatte. Ihr Zeichen war nun eine bewusste Entweihung des Naaru-Symbols: kein Schutzversprechen mehr, sondern ein Bekenntnis zu einer neuen Ordnung.
Das war keine Verwandlung, die jede Verantwortung auslöschte. Velhari nahm die Macht an und setzte sie als Waffe gegen andere ein. Wo eine Vindikar einst Schutz hätte geben sollen, schuf sie Unterwerfung; wo das Licht Orientierung versprach, blieb bei ihr nur der Anspruch, über Körper und Gewissen anderer zu bestimmen.
Die Tyrannin
In der Höllenfeuerzitadelle stand Velhari nicht bloß als Kriegerin der Legion, sondern als deren verdrehte Auslegerin von Ordnung. Unterdrückung, Verachtung und Bosheit waren nicht nur Namen ihrer Angriffe. Sie beschrieben eine Haltung, die jeden Widerstand zuerst kleinmachen, dann beschämen und zuletzt auslöschen wollte.
Ihr Fall ist deshalb mehr als die Niederlage einer einzelnen Anführerin. Er zeigt, wie die Legion an den alten Idealen ihrer Gegner ansetzen konnte. Velhari kannte die Würde, die sie zerstörte, und gerade diese Erinnerung machte ihre Tyrannei so bitter.