Ein Wesen aus der Leere
Xhul'horac stammte nicht aus Draenor und gehörte auch nicht zu den gewöhnlichen Dämonen der Legion. Er war ein Wesen der Leere, einer kosmischen Macht, die Möglichkeiten, Schatten und Verderbnis verkörperte. Gul'dan beschwor ihn, weil seine Energie selbst in einer Festung voller Teufelsmagie eine neue Form der Zerstörung versprach.
Die Legion und die Leere waren keine natürlichen Verbündeten. Sargeras hatte seinen Vernichtungskrieg gerade aus Furcht vor einer von der Leere verdorbenen Weltseele begonnen. Gul'dan nutzte Xhul'horac dennoch. Für ihn zählte die unmittelbar verfügbare Macht mehr als der kosmische Gegensatz hinter ihr.
Teufel und Leere in einer Kammer
In Xhul'horacs Halle breiteten sich grünes Teufelsfeuer und violette Leerenflächen aus. Berührten sich beide unkontrolliert, entstand eine gewaltige Auslöschung. Die Gegner mussten deshalb nicht nur Xhul'horac bekämpfen, sondern zwei gefährliche Energien voneinander trennen. Die Waffe bedrohte damit jederzeit auch den Raum, in dem sie eingesetzt wurde.
Dämonische und leerengeborene Diener unterstützten Xhul'horac. Akkelion brachte Teufelsmacht, Omnus die Leere. Beide Seiten speisten das Wesen und verstärkten den Gegensatz in seinem Leib. Xhul'horac war daher nicht bloß ein einzelner Beschworener, sondern der Mittelpunkt eines Versuchs, zwei unvereinbare Kräfte für einen kurzen Augenblick auf dasselbe Ziel zu richten.
Macht ohne Zukunft
Xhul'horacs Fall zeigte die Grenze von Gul'dans Denken. Die Beschwörung konnte enorme Zerstörung erzeugen, aber keine stabile Ordnung begründen. Legion und Leere blieben Gegner, selbst wenn ein Hexenmeister ihre Energien nebeneinander zwang. In der Höllenfeuerzitadelle wurde dieser Widerspruch zur Waffe. Wäre sie nicht besiegt worden, hätte sie ebenso leicht ihren eigenen Einsatzort verschlungen.