Ehre und StärkeBlackmoore
Riko
Charakter

Riko

Riko ist ein Hozen aus dem Jadewald, der Nazgrims Hordeexpedition als Führer begleitete. Seine Zuneigung zur Verlassenen Kiryn ließ ihn mehrfach Befehle missachten, um sie zu retten; später kämpfte er gegen Garrosh, reiste zu den Dracheninseln und blieb Kiryns ungewöhnlicher Gefährte.

Ein Hozen ohne großen Namen

Riko stammt aus Grobianhügel im Jadewald. Unter den Hozen hatte er noch keinen großen Namen verdient, also keinen Beinamen, der eine besondere Tat würdigte. Als General Nazgrims abgestürzte Hordeexpedition einen einheimischen Führer brauchte, bestimmte Häuptling Kah Kah Riko für diese Aufgabe. Für den jungen Hozen war das Gelegenheit und Belastung zugleich: Er sollte Fremde durch ein Land führen, in dem gerade ein neuer Krieg begann.

Nazgrims Gruppe bestand unter anderem aus Shokia, Rivett Klammerknall und der Verlassenen Kiryn. Riko kannte die Landschaft besser als sie, war aber kein disziplinierter Soldat. Als Feldwebel Gorrok von der Jadekrähe angegriffen wurde, floh er mit den übrigen Überlebenden. Seine Geschichte beginnt daher nicht mit einer heldenhaften Entscheidung, sondern mit Angst und dem Versuch, in einem chaotischen Gefecht überhaupt am Leben zu bleiben.

Riko und Kiryn

Riko verliebte sich in Kiryn, obwohl sie seine Annäherungen zunächst kühl behandelte. Als Jinyu sie gefangen nahmen, widersetzte er sich Shokias Befehl und lief zu ihrer Rettung. Er zerschnitt die Netze und verlangte anschließend einen Kuss als Belohnung. Kiryn stimmte zu und nahm ihre Maske ab. Riko erschrak vor ihrem vom Untod gezeichneten Gesicht und rannte davon.

Die Reaktion war verletzend, aber nicht das Ende ihrer Verbindung. Beim Angriff auf Perlflossendorf geriet Kiryn erneut in eine aussichtslose Lage. Riko kehrte zurück, rettete sie ein zweites Mal und erklärte, dass ihr seltsames totes Gesicht für ihn keine Rolle spiele. Damit überwand er wenigstens einen Teil seines ersten Schreckens. Seine Zuneigung blieb komisch erzählt, erhielt aber einen ernsthaften Kern: Er entschied sich bewusst für die Person hinter der Maske.

Krieg im Jadewald

Nach der Rückkehr nach Grobianhügel half die Horde, die Hozen als Armee auszubilden. Riko erschien mit Grenadieren und Sammlern am Trübufer. Die neue Allianz zwischen Horde und Waldhozen verschärfte den Konflikt mit den Jinyu, die sich auf die Seite der Allianz gestellt hatten. Rikos Ortskenntnis wurde so Teil eines Krieges, den fremde Mächte nach Pandaria brachten.

Am Schlangenherzen führte die Eskalation zur Freisetzung eines Sha. Lehrensucher Cho und Mishi retteten Überlebende aus beiden Lagern und brachten Nazgrims Leute zur Erholung ins Kun-Lai-Gebirge. Die Katastrophe zeigte, wie Hass und Gewalt in Pandaria buchstäblich Gestalt annehmen konnten. Für Riko war der Feldzug kein kleines Abenteuer mehr, sondern Teil einer Gefahr, die seine Heimat selbst nährte.

Von Garrosh zur Rebellion

Später beaufsichtigte Riko im Auftrag von Garroshs Armee die Docks der Klingenfaustbucht in Durotar. Wann genau er sich von Garrosh lossagte, wird nicht eindeutig erzählt. Beim Angriff auf Orgrimmar kämpfte er jedoch an der Seite der Rebellen. Im Untergrund hielt er mit Nazgrims früheren Gefährten Wellen von Kor'kron auf, während andere Kämpfer tiefer in die Festung vordrangen.

Riko bat anschließend darum, Kiryn erzählen zu dürfen, er selbst habe Garrosh besiegt. Der Wunsch passt zu seinem Bedürfnis nach einem großen Namen und nach ihrer Anerkennung. Er schmälert nicht, dass er tatsächlich gegen den Kriegshäuptling Stellung bezogen hatte. Rikos Heldentum bleibt eine Mischung aus echtem Mut und maßloser Selbstdarstellung.

Riko-ga auf den Dracheninseln

Auf den Dracheninseln tauchte Riko im Wellnessbad der Heiteren Träume auf. Dort nahm er an einer You-ga-Stunde teil und erklärte sich zum Experten für Riko-ga. Der Auftritt führt ihn weit aus dem militärischen Jadewaldkontext heraus. Er zeigt einen Hozen, der nach Kriegen und Rebellion weiterhin neugierig genug ist, aus jedem neuen Brauch eine eigene Version zu machen.

Dieser humorvolle Alltag ist für seine Entwicklung nicht belanglos. Riko wurde nicht zu einem dauerhaften Offizier der Horde. Er blieb ein Reisender zwischen Grobianhügel, Orgrimmar und fremden Kontinenten. Seine Zugehörigkeit entsteht weniger durch Rang als durch Beziehungen, besonders zu Kiryn und den ehemaligen Mitgliedern von Nazgrims Expedition.

Ein gemeinsames Haustier

Bei der Bronzenen Feier vor den Höhlen der Zeit erschien Riko erneut mit Kiryn. Beide wollten ein Haustier, konnten sich aber nicht auf dessen Eigenschaften einigen. Riko wollte etwas Niedliches, Kiryn als Untote bevorzugte ein Wesen, das kein Futter brauchte. Ein Held beschaffte ihnen schließlich das geisterhafte Tier Gizmo.

Riko hielt dessen Geruch nicht aus und gab es weiter. Die kleine Geschichte zeigt, dass die Verbindung zu Kiryn den Pandariafeldzug lange überdauerte. Aus dem jungen Führer, der vor ihrem Gesicht davonlief, wurde ein Gefährte, der mit ihr reist und Kompromisse versucht, auch wenn sie selten funktionieren. Sein fehlender großer Name wird dadurch beinahe nebensächlich: Die wiederholten Rettungen und die ungewöhnliche Freundschaft erzählen längst, wer Riko ist.