Schiffbruch nach Kezans Feuer
Als Todesschwinges Erwachen den Vulkan Kajaro traf, brach Kezans vertraute Welt auseinander. Goblins des Bilgewasserkartells drängten zur Flucht. Handelsprinz Jastor Gallywix verkaufte Plätze auf seiner Yacht zu einem Preis, den kaum jemand bezahlen konnte, und machte selbst aus dem Weltuntergang ein Geschäft.
Auf See griff ein Allianzschiff die Yacht an, weil die Menschen keine Zeugen ihrer geheimen Operation dulden wollten. Das goblinische Schiff zerschellte auf den Verlorenen Inseln, einem tropischen Archipel nahe Mahlstrom und Kezan. Die Überlebenden hatten ihre Häuser, Vermögen und den sicheren Boden verloren. Auf dem Strand zählte plötzlich weniger, wer zuvor reich gewesen war, als wer Wasser fand und aus Wrackteilen etwas Brauchbares bauen konnte.
Eine Stadt aus einer Kiste
Goblins begegneten Pygmäen, gefährlichen Tieren und den fremden Geheimnissen der Inseln. Mit Erfindungsreichtum errichteten sie eine provisorische Stadt aus transportierter Technik. Das Ergebnis war ebenso kühn wie kurzlebig. Goblinische Lösungen schaffen oft sofort Handlungsspielraum, auch wenn niemand versprechen kann, dass die Konstruktion den nächsten Tag übersteht.
Die Inseln zwangen Rivalen zur Zusammenarbeit. Sassy Hartzang und weitere Überlebende organisierten, was Gallywix vor allem als neue Gelegenheit zur Kontrolle betrachtete. Aus Angestellten und Kunden wurde eine Gemeinschaft, weil kein Vertrag mehr garantierte, dass morgen ein Schiff kam. Überleben machte sichtbar, welche Fähigkeiten das Kartell jenseits seines Handelsprinzen besaß.
Thrall als geraubte Fracht
Auch das Orcschiff Drakas Zorn war gestrandet. Seine Besatzung suchte eine verlorene Fracht, die sich als Thrall herausstellte. Allianzkräfte hielten ihn gefangen, während er auf dem Weg zum Mahlstrom gewesen war, um die zerrissene Welt zu heilen. Die Goblins halfen Aggra, ihn zu befreien.
Diese Begegnung verband persönliche Rettung mit der größeren Katastrophe. Thrall war kein gewöhnlicher Gefangener, doch die Goblins wussten beim ersten Handeln nicht, welche spätere Stellung daraus entstehen würde. Sie halfen einem Orc, während sie selbst Schutz brauchten. Aus dieser Gegenseitigkeit wuchs die Grundlage für ein Bündnis, das nicht nur auf Gallywix' nächster Berechnung beruhte.
Gallywix macht Überlebende zu Sklaven
Gallywix gab seinen Anspruch nicht auf. Er ließ Goblins gefangen nehmen und zur Arbeit zwingen, als gehörten ihm ihre Leben weiterhin. Der Handelsprinz, der ihnen die Flucht verkauft hatte, versuchte nun, aus ihrer Not eine dauerhafte Knechtschaft zu machen. Damit zeigte er, wie wenig sein Amt für ihn mit Verantwortung zu tun hatte.
Die Überlebenden und ihre Verbündeten besiegten seine Kräfte und zwangen ihn zur Aufgabe. Thrall ließ Gallywix dennoch an der Spitze des Kartells. Diese Entscheidung blieb ein schwerer Widerspruch: Der Mann, der sein Volk verraten und versklavt hatte, behielt den Titel, weil politische Ordnung und Nutzen offenbar höher gewichtet wurden als ein sauberer Neuanfang. Die Inseln retteten die Goblins vor dem Tod, nicht vor allen Strukturen, die ihre alte Heimat geprägt hatten.
Von den Inseln nach Azshara
Nach dem Sieg verließen die Goblins den Archipel. Thrall zog zum Mahlstrom, das Bilgewasserkartell nach Kalimdor. In Azshara und Orgrimmar bauten seine Mitglieder neue Häuser und schlossen sich der Horde an. Die Verlorenen Inseln blieben ein Übergangsort, nicht die dauerhafte Hauptstadt.
Gerade deshalb tragen sie großes Gewicht. Dort verlor gesellschaftlicher Rang für einen Augenblick seine Kulisse, dort wurde ein Handelsprinz entlarvt und ein Bündnis mit der Horde praktisch erprobt. Die Inseln sind keine leere tropische Zwischenstation. Sie erzählen von einem Volk, das nach dem Untergang seiner Stadt entscheiden musste, was es aus den Trümmern mitnimmt. Erfindungsgeist, Humor und gegenseitige Hilfe blieben ihm ebenso erhalten wie die Erinnerung an einen Herrscher, dessen Verrat zeigte, wie teuer es werden kann, wenn selbst Flucht zur Ware wird.