Ehre und StärkeBlackmoore
Dazar'alor
Welt

Dazar'alor

Die goldene Hauptstadt der Zandalari, in deren großer Pyramide Loa, Krone und uraltes Selbstverständnis zusammentreffen und in der Rastakhans Zeitalter blutig endete.

Die goldene Treppe des Imperiums

Dazar'alor erhebt sich in Zuldazar wie eine Stadt, die nicht gebaut, sondern aus dem Berg selbst herausgelöst wurde. Breite Stufen führen zur großen Pyramide, Terrassen tragen Tempel, Märkte und königliche Hallen. Über allem liegt Gold, doch es dient nicht nur dem Prunk. Es verkündet eine Erinnerung: Die Zandalari betrachten sich als das älteste und höchste der Trollvölker, als Bewahrer eines Imperiums, vor dessen Gesandten andere Stämme einst die Köpfe senkten.

Im Zentrum liegen das Große Siegel und der Thron König Rastakhans. Herrschaft ist hier nie rein weltlich. Loa besitzen Schreine, Priester deuten ihren Willen, und Pakte können eine Krone länger tragen als Blutlinien allein. Rezan verlieh Rastakhan Kraft und langes Leben. Dadurch schien der König beinahe so dauerhaft wie die Pyramide, auch als sein Reich längst Gebiete, Flotten und Einfluss verlor.

Risse hinter der Fassade

Der Kataklysmus beschädigte Zuldazar und ließ selbst Rastakhans Palast zur Seite sinken. Die Stadt wurde wiederaufgebaut, aber politische Risse blieben. Prophet Zul warnte vor dem Untergang, sammelte Anhänger und führte einen Verrat bis in den königlichen Rat. Während Bluttrolle aus Nazmir angriffen, stritten Vater und Tochter darüber, ob Stolz noch Schutz oder bereits Blindheit war.

Prinzessin Talanji suchte gegen den Willen vieler Berater die Hilfe der Horde. Durch dieses Bündnis wurden Verschwörer entlarvt und die Bedrohung durch G'huun bekämpft. Doch Zul und Mythrax drangen bis zur Pyramide vor und zerstörten das Große Siegel. Rezan fiel. Um seine Hauptstadt zu retten, schloss Rastakhan einen Pakt mit Bwonsamdi, dessen Preis auch auf Talanjis Zukunft überging.

Die Schlacht von Dazar'alor

Im Vierten Krieg wurde die Stadt selbst zum Ziel der Allianz. Ein Scheinangriff in Nazmir zog zandalari Truppen und Einheiten der Horde fort. Gleichzeitig sprengten Saboteure den größten Teil der Goldenen Flotte, auf der das Selbstbewusstsein des Inselreichs ruhte. Allianzstreitkräfte landeten und kämpften sich die Pyramide hinauf.

Rastakhan wies die Forderung nach Kapitulation zurück. Mit Bwonsamdis Macht verteidigte er den Thron, bis er tödlich verwundet wurde. Für die Allianz war der Angriff ein strategischer Sieg, der einen künftigen Flottenverbündeten der Horde schwächen sollte. Für die Zandalari war er das Eindringen Fremder in das Herz ihrer Geschichte und die Tötung eines Königs auf den Stufen seiner Ahnen.

Die Horde verfolgte die zurückweichenden Angreifer; Gelbin Mekkadrill wurde schwer verletzt, und Jaina Prachtmeer hielt die Verfolger auf. Keine Seite verließ Dazar'alor mit einem einfachen Triumph. Die Allianz hatte den König getötet, aber Talanji und die Zandalari enger an die Horde gebunden. Der Versuch, ein Bündnis zu verhindern, half, es politisch zu vollenden.

Talanjis Stadt

Nach Rastakhans Tod bestieg Talanji den Thron. Sie erbte nicht nur Krone und Hauptstadt, sondern auch Bwonsamdis Pakt, die Verluste der Flotte und den Zorn eines Volkes. Dazar'alor blieb golden, doch das Gold konnte nicht länger verdecken, dass ein Zeitalter geendet hatte. Die neue Königin musste entscheiden, welche Teile der alten Größe Zukunft und welche nur Last waren.

Darum ist Dazar'alor mehr als eine eindrucksvolle Trollstadt. In ihrer Architektur lebt ein Anspruch auf Ewigkeit, während ihre jüngste Geschichte von Wandel erzählt. Rezan stirbt, das Große Siegel bricht, Rastakhan fällt, und dennoch steigen jeden Morgen wieder Pilger, Händler und Wachen die Stufen hinauf. Eine Hauptstadt überlebt nicht, indem sie unverändert bleibt. Sie überlebt, indem sie nach dem Ende eines Königs noch weiß, wofür ihre Türen geöffnet werden sollen.