Ehre und StärkeBlackmoore
Dazar, der erste König
Bosse

Dazar, der erste König

Dazar führte sein Volk einst aus Sumpf und Schlamm, errichtete die goldene Stadt und zähmte als Erster die Raptoren. Zuls Magie riss den unbezwungenen Gründer aus seiner Ruhe. An seiner Seite kämpften Reban und T'zala, bis eine zweite Niederlage den König endlich aus fremder Herrschaft löste.

Der Weg nach Die Königsruh

Tief unter Atal'Dazar lag die Königsruh, versiegelt für jene Herrscher, deren Namen das Reich Zandalar geformt hatten. Zuls Anhänger brachen die Schutzschichten auf und richteten die Vergangenheit gegen die Lebenden. Wächter, Bestatter und tote Könige wurden damit Teil eines Angriffs, der Rastakhans Dynastie nicht nur stürzen, sondern ihre gesamte Erinnerung dem Blutgott G'huun unterwerfen sollte. In Dazar, der erste König nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.

Dazar stand am Anfang jener Erzählung, mit der Zandalar seine Größe erklärte. Er führte sein Volk aus unwirtlichem Sumpfland und schuf einen Mittelpunkt, an dem aus verstreuten Gruppen ein Königreich werden konnte. Die goldene Stadt war nicht bloß ein reicher Bau. Sie zeigte, dass eine Gemeinschaft den Boden ihrer Not verlassen und eine dauerhafte Ordnung errichten konnte.

Der erste Zähmer der Raptoren

Dazar beherrschte nicht nur Menschen und Stein. Er galt als erster Troll, der die großen Raptoren Zandalars zähmte. Reban und T'zala blieben selbst über seinen Tod hinaus mit ihm verbunden. Diese Tiere waren keine austauschbaren Reittiere. Ihre Treue gehörte zum Bild des Königs, der wilde Kraft nicht vernichtete, sondern so gewann, dass sie neben ihm in die Geschichte einging.

Zu Lebzeiten trug Dazar den Ruf eines unbesiegten Kriegers. Sein natürlicher Tod widerlegte diesen Namen nicht. Erst Zul brachte ihn in eine Lage, die kein früherer Gegner erreicht hatte. Dunkle Magie riss den Gründer aus der ewigen Ruhe und zwang ihn, jene zu bekämpfen, die sein Reich vor G'huun schützen wollten. Der Unbezwungene verlor nicht seine Stärke, sondern die Freiheit, über ihren Einsatz zu entscheiden.

Reban beginnt die zweite Jagd

Im Kampf rief Dazar zuerst Reban. Der Raptor jagte durch die Kammer und machte die alte Bindung des Königs zur unmittelbaren Gefahr. Was einst Zähmung und Vertrauen bewiesen hatte, stand nun unter Zuls Zwang. Trotzdem folgte Reban nicht einem fremden Nekromanten, sondern dem vertrauten Ruf seines Herrn. Gerade diese Treue verlieh der entweihten Szene ihre Trauer.

Später kam T'zala hinzu. Dazar erklärte, selbst der Tod könne das Band zu seinen Tieren nicht lösen. Beide Raptoren griffen mit unterschiedlichen Bewegungen an und zwangen die Eindringlinge, einen ganzen königlichen Jagdverband zu überstehen. Die Magie hatte nicht nur einen Körper erhoben. Sie hatte eine Beziehung aus der Vergangenheit genommen und gegen ihre eigenen Erben gerichtet.

Der König greift selbst zu allen Waffen

Als seine Begleiter fielen und seine Kraft sank, aktivierte Dazar Speerwerfer und nahm den Kampf vollständig in die eigenen Hände. Klingenfolgen, Sprünge und Windhiebe zeigten, weshalb sein Name Jahrtausende überdauert hatte. Der Sieg über ihn konnte nicht darin bestehen, einen schwachen Geist zurückzuschicken. Die Lebenden mussten den Gründer auf dem Höhepunkt jener Kriegskunst bezwingen, aus der ihr Reich hervorgegangen war.

Mit der Niederlage brach Zuls Griff. Dazar dankte seinen Gegnern für die Befreiung und warnte, der Prophet sei nur Werkzeug eines größeren Plans. Selbst nach der Entweihung dachte der erste König an Zandalar und die anderen Reiche Azeroths. Seine zweite Ruhe wurde dadurch nicht zur Demütigung. Sie war die letzte Handlung eines Herrschers, der im freien Augenblick wieder das tat, was seine Erinnerung begründet hatte: sein Volk vor einer kommenden Gefahr warnen.