Ehre und StärkeBlackmoore
Mythrax
Charakter

Mythrax

Mythrax der Auflöser war eine lebende Belagerungswaffe der Alten Götter. Selbst sein erster Tod in Vol'dun erfüllte einen Teil seines Auftrags und ließ Uldirs Gefängnis verwundbar zurück.

Der Auflöser

Mythrax war ein C'Thrax, eine Kriegsbestie im Dienst der Alten Götter. Er erschien nicht als Feldherr, sondern als lebende Belagerung. Sein Beiname, der Auflöser, war keine Übertreibung: Wo Mythrax hinschlug, zerbarsten Mauern, Magie und die Ordnung, die beides zusammenhielt.

Während des uralten Krieges zwischen Trollen und Aqir zog er nach Vol'dun. Damals war das Land noch nicht die ausgedörrte Wüste späterer Zeitalter. Trolle und Sethrak standen seinem Vormarsch entgegen. Mythrax brauchte keinen Thron und keine Untertanen. Er war für einen Zweck geschaffen worden: Hindernisse zu brechen, damit die Macht hinter ihm weiterreichen konnte.

Sethraliss' letzter Schlag

Die Loa Sethraliss stellte sich ihm entgegen. Ihr Kampf verwüstete Vol'dun. Mythrax tötete Verteidiger in großer Zahl und zerschlug die Scheibe von Atul'Aman, eines der Siegel, die G'huun in Uldir hielten. Noch bevor er fiel, hatte er damit eine Wunde geschaffen, die Jahrtausende überdauerte.

Sethraliss opferte sich, um Mythrax niederzuschlagen. Die Sethrak schlossen seinen Leichnam in einer großen Pyramide ein und errichteten um Sethraliss' Überreste einen Tempel, während sie auf ihre Wiederkehr hofften. Der Sieg bewahrte Zandalar vor weiterer Zerstörung, konnte aber nicht ungeschehen machen, was bereits zerbrochen war. Vol'dun wurde trocken, die Loa verstummte, und eines von drei Schlössern über Uldir war verloren.

Ein Körper unter einer gespaltenen Heimat

Die Sethrak wachten über das Grab. Mit den Zeitaltern wurde aus gemeinsamer Pflicht politische Spaltung. Vorrik hielt am Erbe Sethraliss' fest, während Kaiser Korthek Macht suchte, die sein Volk aus der Wüste führen sollte. Ein versiegeltes Ungeheuer wurde in diesem Streit zur Versuchung.

General Jakra'zet und Zul erkannten, was unter Atul'Aman lag. Sie halfen Korthek, ohne ihm die ganze Absicht zu offenbaren. Während Sethrak gegeneinander kämpften, wurden die Schlüssel zum Grab gesammelt. Wieder wirkte Mythrax, bevor er überhaupt erwacht war: Seine mögliche Rückkehr machte aus Angst vor Schwäche einen Weg in die nächste Katastrophe.

Der Marsch auf Dazar'alor

Jakra'zet opferte sich, um Mythrax zu erwecken. Der C'Thraxxi erhob sich nicht als dankbarer Verbündeter der Sethrak, sondern nahm seinen alten Auftrag wieder auf. Er zog mit Zuls Streitmacht gegen Dazar'alor. Dort lag das Große Siegel, die letzte Sicherung über G'huuns Gefängnis.

Zul fiel, doch Mythrax musste keinen Krieg gewinnen. Ein einziger Schlag gegen das Große Siegel genügte. Damit brach die letzte Sicherung über Uldir, und G'huuns Gefängnis stand endgültig offen. Mythrax zeigte damit die furchtbare Geduld einer Waffe, deren Ziel nicht an den Tod ihres Befehlshabers gebunden ist.

Das Ende in Uldir

Nach der Zerstörung des Siegels kehrte Mythrax zu Uldir und zu G'huun zurück. Dort trat er den Eindringlingen entgegen, die den künstlichen Blutgott aufhalten wollten. Seine Macht löste nicht nur Körper, sondern den Zusammenhalt seiner Gegner auf. Wieder versuchte er, aus einer Gruppe vereinzelte Opfer zu machen.

Mythrax wurde endgültig bezwungen, bevor G'huun fiel. Seine Geschichte bleibt dennoch größer als dieser letzte Kampf. Sethraliss hatte ihn vor Jahrtausenden getötet und Zandalar gerettet, doch sein halb erfüllter Auftrag blieb im Land eingeschrieben. Ein zerbrochenes Siegel, eine ausgedörrte Heimat und ein gespaltenes Volk warteten nur auf Personen, die alte Wunden für neue Ziele benutzten. Mythrax musste nicht all diese Entscheidungen planen. Es genügte, dass seine Gewalt lange genug in ihnen weiterlebte.