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Belagerung der Schwarzfelsspitze
Ereignis

Belagerung der Schwarzfelsspitze

An der Schwarzfelsspitze entscheidet sich der Zweite Krieg. Lothar fällt, Turalyon verwandelt den Schock in einen Gegenangriff, und Orgrims Horde verliert die Stellung, von der aus sie Azeroth beherrschen wollte.

Der Rückzug zum Schwarzfels

Nachdem Gul'dan einen Teil der Horde zur Gruft des Sargeras geführt und Orgrim wertvolle Zeit verloren hat, kippt der Krieg. Die Allianz drängt ihre Gegner aus dem Norden zurück. Für Orgrim wird der Schwarzfels zum natürlichen Sammelpunkt. Der Berg beherrscht die Wege zwischen dem Süden und Khaz Modan, seine Tiefen bieten Befestigungen, und in seiner Nähe liegt die Route zum Dunklen Portal.

Die Horde ist noch immer gefährlich. Ihre Niederlagen haben weder Orgrims Erfahrung noch die Stärke der verbliebenen Clans ausgelöscht. Doch sie kämpft nun unter anderen Bedingungen: nicht mehr als vorrückende Eroberungsarmee, sondern um einen geordneten Rückzug und die Möglichkeit, den Krieg später fortzusetzen.

Lothars letzter Feldzug

Anduin Lothar führt die Allianz nach Süden. Seit der Flucht aus Sturmwind hat er fast jede Last des Kriegs getragen: Er überzeugte die Könige, wurde Oberbefehlshaber sehr unterschiedlicher Armeen und hielt die Rückkehr in seine Heimat als gemeinsames Ziel lebendig. Am Schwarzfels steht er nun dem Kriegshäuptling gegenüber, der Sturmwind erobert hat.

Lothar fällt im Kampf gegen Orgrim Schicksalshammer. Sein Tod ist kein geplanter Märtyrertod und keine bequeme Übergabe der Führung. Er trifft die Allianz mitten in der Schlacht. Viele Soldaten sehen nicht nur ihren Befehlshaber sterben, sondern den Mann, dessen Wort sie überhaupt zusammengeführt hat.

Turalyons Entscheidung

Turalyon ist jünger als Lothar und hat lange an seiner eigenen Eignung gezweifelt. Angesichts des gefallenen Heerführers bleibt ihm keine Zeit, diese Zweifel in Ruhe zu lösen. Er nimmt Lothars Schwert auf, ruft die Truppen zusammen und verhindert, dass Trauer zu Flucht wird. Die Allianz greift erneut an.

Damit verändert sich die Bedeutung von Lothars Tod. Orgrim hat den gefährlichsten gegnerischen Feldherrn besiegt, gewinnt daraus aber keinen strategischen Zusammenbruch. Stattdessen erhält der Angriff der Allianz eine persönliche Wucht. Menschen, Zwerge, Elfen und ihre Verbündeten kämpfen nun nicht nur für Länder, sondern für den Mann, der sie zur gemeinsamen Verteidigung geführt hat.

Orgrims Niederlage

Die Stellung der Horde bricht. Orgrim wird besiegt und gerät in Gefangenschaft. Für ihn endet damit ein Feldzug, den er aus widersprüchlichen Gründen geführt hat. Er wollte Gul'dans Kontrolle abschütteln und den Orcs eine Zukunft sichern, blieb aber Kriegshäuptling einer Armee, die durch dämonische Verderbnis und Eroberung entstanden war. Seine persönliche Abneigung gegen den Schattenrat konnte die Völker, die unter der Horde litten, nicht schützen.

Die verbliebenen Orcs ziehen sich in Richtung Dunkles Portal zurück. Die Allianz verfolgt sie durch den Süden. Der Sieg am Schwarzfels beendet also noch nicht den Krieg, nimmt der Horde aber ihre Führung, ihre stärkste Stellung und die Möglichkeit, den Rückzug als neue Offensive zu ordnen.

Ein Sieg mit einem leeren Platz

Nach der Schlacht ist Lothars Platz nicht einfach neu besetzt. Turalyon übernimmt Verantwortung, doch Lothar bleibt das Symbol, an dem die Allianz ihre eigene Entstehung erinnert. Sein Tod verbindet Sturmwinds verlorene Heimat mit dem gemeinsamen Sieg der nördlichen Reiche.

Am Schwarzfels endet zugleich Orgrims Versuch, die Horde durch seinen eigenen Ehrenbegriff neu zu führen. Die Gefangenenlager und die politische Ordnung nach dem Krieg werden von Menschen gestaltet, während viele Orcs ohne Kriegshäuptling und ohne Weg nach Draenor zurückbleiben. Damit entstehen bereits die Bedingungen für die nächste Generation des Konflikts.