Neptulons Reich unter dem Meer
Neptulon der Gezeitenjäger war einer der vier Elementarfürsten, die in der Urzeit den Alten Göttern gedient hatten. Nach der Niederlage des Schwarzen Imperiums verbannten die Titanen ihn in die Elementarebene des Wassers. Dort herrschte er über die Abyssischen Tiefen und den Thron der Gezeiten.
Der Thron war Palast und Machtzentrum. Seine Hallen lagen unter einem Druck, der gewöhnliche Sterbliche zermalmt hätte, und waren von Wasserwesen, Strömungen und uralter Elementarmagie erfüllt. Der Kataklysmus riss die Grenzen zwischen Azeroth und den Elementarebenen auf und machte auch dieses Reich erreichbar.
Die Naga greifen an
Königin Azsharas Naga lebten seit dem Großen Bruch in den Meeren Azeroths. Sie dienten N'Zoth und betrachteten die Herrschaft über die Tiefe als ihr Recht. Lady Naz'jar führte während des Kataklysmus einen Angriff auf Neptulons Reich. Ihr Ziel war nicht bloß die Plünderung eines Palastes, sondern die Ausschaltung des Elementarfürsten selbst.
Die Naga waren bereits in Vashj'ir mit Neptulons Streitkräften zusammengestoßen. Im Thron der Gezeiten erreichte dieser Krieg sein Zentrum. Naz'jars Truppen brachen in die Anlage ein, besetzten Kammern und öffneten den Weg für ein Wesen, das selbst Neptulon bedrohen konnte.
Ozumat, der Unhold der Tiefe
Ozumat war ein gewaltiger Kraken und einer der mächtigsten Diener, die N'Zoth in den Meeren einsetzen konnte. Seine Tentakel umschlangen Teile des Palastes, während seine Diener in die Hallen eindrangen. Er war keine gewöhnliche Bestie. Seine Größe und seine Verbindung zur Leere machten ihn zu einer Waffe, die einen Elementarfürsten festhalten konnte.
Neptulon musste gegen den Angriff kämpfen und zugleich verhindern, dass sein Reich vollständig überrannt wurde. Sterbliche Verbündete halfen ihm, die eindringenden Naga und Ozumats Brut zurückzudrängen. Doch der Sieg blieb unvollständig.
Die Entführung
Am Ende des Kampfes gelang es, Ozumat zu verwunden. Der Kraken starb jedoch nicht. In der Verwirrung packte er Neptulon und zog ihn fort. Der Thron war vor der unmittelbaren Übernahme gerettet, aber sein Herrscher verschwand in den Tiefen.
Damit endete die Geschichte nicht mit einer sauberen Befreiung. Die Naga verloren ihre offene Kontrolle, erreichten aber einen Teil ihres Ziels. Neptulons Schicksal blieb lange ungeklärt, und die Meere Azeroths behielten eine politische und kosmische Leerstelle.
Eine Front von N'Zoths Krieg
Der Thron der Gezeiten zeigt, dass der Kataklysmus weit über Todesschwinges sichtbaren Flug hinausging. Während der schwarze Drache Kontinente zerriss, griffen N'Zoths Diener unter Wasser einen alten Elementarfürsten an. Die Angriffe auf Hyjal, Tiefenheim, Uldum und Vashj'ir waren verschiedene Fronten desselben Umbruchs.
Neptulon war einst selbst Diener der Alten Götter gewesen. Nun wurde er zum Ziel ihrer Naga und gesichtslosen Kreaturen. Alte Bündnisse hatten sich verändert, doch N'Zoths Anspruch auf die Tiefe blieb. Der Thron der Gezeiten war deshalb nicht nur ein Palast in Gefahr, sondern ein Machtkampf um das Meer selbst.