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Sturmschild
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Sturmschild

Sturmschild ist der südliche Stützpunkt der Allianz auf Ashran. Von hier aus versorgt sie ihren Draenorfeldzug, beobachtet die Ogerrelikte der Insel und begegnet der Horde trotz des gemeinsamen Krieges erneut als möglichem Gegner.

Eine Allianzstadt auf Zeit

Sturmschild entstand im Süden Ashrans, als die Allianz für ihren Feldzug auf Draenor einen sicheren Stützpunkt nahe dem Tanaandschungel benötigte. Eine Brücke verband die eigentliche Siedlung mit der vorgelagerten Befestigung. Hinter Mauern und Wachtürmen lagen Quartiere, Werkstätten, ein Hafenbereich und Portale. Menschen, Zwerge, Gnome, Nachtelfen, Draenei und Worgen machten aus dem Lager ein gemeinsames Versorgungszentrum.

Wie Kriegsspeer war Sturmschild keine alte Stadt. Seine Straßen folgten militärischen Bedürfnissen, nicht einer langen Geschichte von Handel oder Herrschaft. Dennoch spiegelte der Ort die politische Vorstellung der Allianz: Verschiedene Völker sollten unter gemeinsamen Regeln handeln, ohne ihre eigene Herkunft aufzugeben. Auf einer fremden Welt musste dieses Ideal praktisch funktionieren, denn jede unterbrochene Versorgung gefährdete den gesamten Feldzug.

Ashrans Erbe und die Horde

Die Ruinen Ashrans machten den Stützpunkt wichtiger, als seine Lage allein vermuten ließ. Berichte über ein mächtiges Ogerartefakt weckten die Sorge, die Horde könne eine Waffe finden, gegen die es später keinen Schutz gäbe. Sturmschild wurde daher ebenso zur Basis des Kampfes gegen Kriegsspeer. Die Allianz deutete ihre Präsenz als Vorsorge; aus Sicht der Horde war sie ein weiterer Versuch, Macht für sich zu beanspruchen.

Während beide Fraktionen gegen die Eiserne Horde vorgingen, hielten sie auf Ashran Truppen gegeneinander bereit. Diese Entscheidung band Soldaten, die anderswo gebraucht wurden, folgte aber der Erfahrung früherer Kriege. Keine Seite glaubte, der gemeinsame Feldzug habe die politischen Gegensätze aufgehoben. Sturmschild war somit Schutzwall und Ausdruck des Misstrauens zugleich.

Ein aufgegebener Brückenkopf

Nach dem Ende des Draenorfeldzugs kehrten die meisten Bewohner nach Azeroth zurück. Sturmschild hatte seinen Zweck erfüllt, doch daraus entstand keine dauerhafte Kolonie. Die Legion bedrohte bald die Heimatwelt selbst, und die Kräfte der Allianz wurden dort dringender benötigt. Was auf Ashran zurückblieb, war ein weitgehend verlassener Brückenkopf.

Sturmschild zeigt, wie schnell die Allianz auf unbekanntem Boden eine funktionierende Ordnung errichten konnte. Der Ort zeigt aber auch die Grenze dieser Zusammenarbeit. Gegen einen äußeren Feind handelte die Allianz geschlossen, gegenüber der Horde blieb ihre Politik von Vorsicht und alten Verletzungen bestimmt. Selbst am Rand einer anderen Welt entstand daher kein neutraler Hafen, sondern eine befestigte Seite eines vertrauten Konflikts.