Das Reich aus Kyparit und Bernstein
Hinter der Tonlongsteppe liegt ein Land, dessen Wälder aus gewaltigen Kypari-Bäumen bestehen. Ihr Harz lieferte den Mantiden Bernstein für Nahrung, Waffen, Rüstungen und die Bewahrung ihrer größten Krieger. Aus der Ferne wirkte die Schreckensöde verdorben, doch für die Mantiden war sie Heimat und Mittelpunkt einer sehr alten Zivilisation. Ihre Gesellschaft folgte strengen Aufgaben: Arbeiter versorgten die Nester, Krieger schützten den Schwarm, und die Klaxxi wachten über die langfristige Ordnung des Volkes.
Der Schwarm gegen die Pandaren gehörte zu einem natürlichen und politischen Zyklus. In langen Abständen sandten die Mantiden ihre jungen Generationen gegen die Schlangenwirbelsäule. Die Starken kehrten zurück und stärkten das Volk, während die Zahl der Schwachen sank. Grausamkeit war in diesem System kein Unfall, sondern Methode. Als der Angriff Jahrzehnte zu früh begann, erkannten die Klaxxi jedoch, dass nicht Tradition, sondern die Angst der Kaiserin den Schwarm lenkte.
Die Klaxxi wenden sich gegen Shek'zeer
Großkaiserin Shek'zeer war dem Sha der Angst verfallen. Sie ließ Zweifler verfolgen, verschärfte den Krieg und gefährdete durch ihre Entscheidungen das Überleben des gesamten Schwarms. Der Klaxxi-Rat durfte eine Kaiserin absetzen, wenn sie dem Volk schadete. Dazu benötigte er Krieger aus vergangenen Zeitaltern, die in Bernstein ruhten: die Paragone. Einer nach dem anderen wurde erweckt, und jeder brachte Fähigkeiten und Erinnerungen einer anderen Epoche mit.
Die Zusammenarbeit mit Fremden war für die Klaxxi reine Notwendigkeit. Sie gaben offen zu, dass sie die Pandaren nicht liebten und keinen dauerhaften Frieden suchten. Gemeinsam drangen die Verbündeten dennoch in das Herz der Angst ein, zerschlugen Shek'zeers Gefolge und töteten die Kaiserin. Der Sieg beendete den verfrühten Schwarm, machte die Klaxxi aber nicht zu Freunden Pandarias. Er stellte lediglich ihre eigene Ordnung wieder her.
Die Treue gilt einem älteren Herrn
Die Mantiden bewahrten die Erinnerung an Y'Shaarj, den Alten Gott, dessen Körper Aman'Thul aus Azeroth gerissen hatte. Aus seinen letzten Atemzügen waren die Sha entstanden. Für die Klaxxi war dieser Ursprung kein warnendes Kapitel, sondern ein Versprechen. Sie erklärten ihren Helfern, dass sie im Fall der Rückkehr ihres Gottes an seiner Seite stehen würden. Diese Worte wurden später Wirklichkeit, als Garrosh Höllschrei das Herz Y'Shaarjs nach Orgrimmar brachte.
Die zuvor erweckten Paragone folgten dem Ruf des Herzens und verteidigten Garroshs neue Macht. Dort trafen sie erneut auf jene, die ihnen gegen Shek'zeer geholfen hatten. Ihre Entscheidung war kein plötzlicher Verrat. Schon in der Schreckensöde hatten sie deutlich gemacht, dass ihr Bündnis nur der Rettung des Mantidenschwarms galt. Die Geschichte des Landes endet deshalb mit einer unbequemen Wahrheit: Gemeinsame Feinde können Zusammenarbeit erzwingen, ohne die tieferen Überzeugungen der Beteiligten zu verändern.