Ein Land alter Feindschaften
Das Schattenhochland liegt im Nordosten der Östlichen Königreiche. Lange bevor Todesschwinge dorthin zurückkehrte, prägten Wildhammerzwerge das Land. Ihre Clans lebten in verstreuten Dörfern, ritten Greifen und hielten stärker an Verwandtschaft und örtlicher Selbstständigkeit fest als die Zwerge von Eisenschmiede. Im Westen lag Grim Batol, einst eine Festung der Wildhammer. Nach dem Krieg der drei Hämmer wurde der Ort durch eine dunkle Beschwörung Modgud Schattenhammers verdorben und aufgegeben.
Später besetzte der Drachenmalclan Grim Batol. Mit der Dämonenseele zwang er Alexstrasza und viele rote Drachen in die Gefangenschaft und benutzte ihre Jungen als Reittiere. Obwohl die Orcs diese Herrschaft schließlich verloren, blieb ihr Name im Hochland mit der Versklavung von Drachen verbunden. Wildhammer und Drachenmal lebten damit nicht nur als Nachbarn in einem rauen Land. Zwischen ihnen standen Erinnerungen an geraubte Heimat, Gefangenschaft und Krieg.
Todesschwinge sammelt seine Diener
Nach dem Kataklysmus machte der Schattenhammer das Hochland zu einem seiner wichtigsten Machtzentren. Der Kult diente den Alten Göttern und verehrte Todesschwinge als Werkzeug des kommenden Endes. Bastionen, Lager und verderbte Türme entstanden in der Landschaft. In Grim Batol wurden rote Drachen gefangen und Experimente mit Zwielichtdrachen fortgesetzt. Nefarian, Sinestra und andere Angehörige des schwarzen Drachenschwarms hatten zuvor versucht, neue Drachenlinien zu schaffen. Nun wurden diese Versuche Teil eines offenen Krieges.
Alexstrasza führte den Roten Drachenschwarm gegen Todesschwinge. Ihre Begegnung über dem Hochland machte sichtbar, wie persönlich dieser Konflikt war. Neltharion war einst ein Aspekt wie sie gewesen. Als Todesschwinge hatte er die anderen Schwärme verraten, ihre Macht in der Dämonenseele gesammelt und unzählige Drachen geopfert. Der Kampf endete nicht mit seinem Tod, doch er zwang ihn zum Rückzug. Gleichzeitig griffen Sterbliche Grim Batol und die Bastion des Zwielichts an, um die Armeen des Kults und Cho'gall zu zerschlagen.
Neue Bündnisse in einem zerrissenen Hochland
Horde und Allianz errichteten eigene Stützpunkte. Kurdran Wildhammer kehrte zurück, um die zerstrittenen Wildhammerclans zu einen und sie enger an die Allianz zu binden. Für viele Clans war das keine selbstverständliche Entscheidung. Sie wollten Hilfe gegen den Schattenhammer, aber nicht ihre Unabhängigkeit gegen Befehle aus Stormwind eintauschen. Auf der anderen Seite stürzte Zaela die dämonisch verdorbenen Führer des Drachenmalclans und schloss sich mit ihren Anhängern der Horde an. Ihr Aufstand befreite den Clan von einer alten Herrschaft, löschte seine frühere Schuld jedoch nicht aus.
Der Schattenhammer wurde besiegt und Grim Batol von seinen mächtigsten Besatzern befreit. Das Hochland fand trotzdem nicht zu einer einfachen Ruhe zurück. Jahre später kehrte Leerenverderbnis zu roten und Zwielichtdrachen zurück. Die Ruinen von Dunwald wurden erneut von Kultisten genutzt, und die alten Wunden des Landes blieben offen. Das Schattenhochland erzählt deshalb keine Geschichte, in der ein Sieg alle Parteien versöhnt. Es zeigt ein Land, dessen Bewohner Bündnisse schließen mussten, während jeder von ihnen eine andere Erinnerung daran bewahrte, wem dieses Land gehörte und wer ihm Leid zugefügt hatte.