Ehre und StärkeBlackmoore
Reshad
Charakter

Reshad

Reshad ist ein alter Geschichtenerzähler der ausgestoßenen Arakkoa und Hüter der wahren Überlieferung Terokks. In den Spitzen von Arak sammelte er dessen Relikte, widersetzte sich Iskars gefährlichem Plan einer leiblichen Wiederkehr und führte Hoch- und Schattenarakkoa gegen die Anhänger Rukhmars zusammen.

Ein Geschichtenerzähler der Ausgestoßenen

Reshad ist ein Arakkoa aus dem alternativen Draenor und gehört zu den Ausgestoßenen. Diese flügellosen, verkrümmten Arakkoa wurden von den Anhängern Rukhmars aus der Höhe verbannt. Reshad kämpft selten wie ein großer Krieger. Seine wichtigste Fähigkeit ist das Bewahren und Deuten von Geschichten.

Besonders fasziniert ihn Terokk, der einst König der Arakkoa war und nach seinem Sturz selbst zum ersten großen Ausgestoßenen wurde. Reshad besitzt Wissen, das der offiziellen Lehre der geflügelten Arakkoa widerspricht. Sein Kaliri Percy begleitet ihn dabei. Die Freundschaft mit dem Vogel ist so eng, dass Gegner Percy benutzen konnten, um Reshad zur Herausgabe einer Schriftrolle zu zwingen.

Flucht aus Skettis

Abenteurer aus Azeroth trafen Reshad in Skettis, der alten Zuflucht Terokks. Die Anhänger Rukhmars griffen die Stadt an und wollten Spuren einer Vergangenheit beseitigen, in der ihre eigene Herrschaft weniger heilig erschien. Reshad versprach Antworten, verlangte aber zunächst die Rettung wichtiger Relikte.

Zu den geborgenen Gegenständen gehörten Terokks Maske und seine Klingen. Reshad floh anschließend in Richtung Schleier Terokk. Eine Freundin, Ornekka, zeigte ihm den Weg, blieb jedoch selbst zurück. Schon diese Flucht machte deutlich, dass Geschichte für ihn kein ungefährliches Hobby war. Wer Terokks wahres Leben bewahrte, widersetzte sich der Macht der Hohen Arakkoa.

Die Relikte des Klauenkönigs

Auf dem Weg durch das Unterholz folgte Reshad den Notizen des alten Syth. Er fand die Saga von Terokk und das Auge Anzus, mit dem er den Schreckensrabengott erreichen konnte. Im Schleier Terokk vereinte er diese Funde mit weiteren Relikten, darunter Terokks Hammer und einen Armreif seiner Tochter Lithic.

Mit einem Abbild Terokks ließ Reshad Visionen der Vergangenheit entstehen. Die Beteiligten sahen, wie aus dem König ein Verbannter wurde. Dadurch verwandelte er verstreute Gegenstände in eine verständliche Erzählung. Nicht das Alter der Relikte allein war entscheidend, sondern die Frage, welche verdrängte Wahrheit sie gemeinsam sichtbar machten.

Widerspruch gegen Iskar

Schattenweiser Iskar führte damals die Ausgestoßenen und wollte Terokk mit einem eigenen Körper zurückbringen. Reshad fürchtete, der Klauenkönig könne sein Volk weiter in Dunkelheit führen. Er verweigerte deshalb die vollständige Wiederbelebung. Stattdessen band er Terokks Macht an einen würdigen Abenteurer, der sie im Kampf nutzen konnte.

Diese Entscheidung zeigt Reshads Verhältnis zur Vergangenheit. Er verehrt Terokk, gehorcht ihm aber nicht blind. Geschichte soll helfen, frühere Fehler zu erkennen, nicht alte Herrschaft unverändert wiederherzustellen. Iskar war darüber nicht erfreut, doch Reshad nahm den Konflikt in Kauf und verhinderte eine Rückkehr, deren Folgen niemand kontrollieren konnte.

Licht und Schatten der Arakkoa

Auf Anzus Wunsch überzeugte Reshad den Schreckensraben Ka'alu, den Ausgestoßenen im Kampf gegen Rukhmars Anhänger zu helfen. Nach dem Fall der Himmelsnadel und dem Tod der Hochweisen Viryx erkannte er, dass die ältesten Arakkoa Licht und Schatten als natürliche Gegensätze verstanden hatten. Keine Seite sollte die andere vollständig auslöschen.

Reshad hoffte daher auf eine Zukunft, in der geflügelte und ausgestoßene Arakkoa gemeinsam bestehen konnten. Iskar verschwand jedoch. Als Suchtrupps ermordet aufgefunden wurden, erzählte Reshad dessen Geschichte und begann zu verstehen, dass sein früherer Anführer einen anderen Weg eingeschlagen hatte.

Iskars Verrat und spätere Reisen

Mit dem Orden der Erwachten zog Reshad in den Tanaandschungel und verfolgte Iskar. Er beobachtete, wie dieser sich Gul'dan anschloss, Dämonenblut trank und seine Flügel zurückgewann. Reshad verurteilte den Verrat und schickte Helden in die Höllenfeuerzitadelle, um Iskar zur Rechenschaft zu ziehen.

Jahre später besuchte Reshad die Bronzejubiläumsfeier bei den Höhlen der Zeit, um in begrenzter Zeit möglichst viel über Azeroth zu lernen. Damit blieb er seiner Aufgabe treu. Er sammelt Geschichte nicht, um in einer verlorenen Vergangenheit zu leben, sondern um Völker vor Wiederholungen zu warnen und neue Verbindungen zwischen ihren Erfahrungen zu erkennen.