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Schleier Terokk
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Schleier Terokk

Im Schleier Terokk sammeln sich die flugunfähigen Ausgestoßenen der Arakkoa. Verborgen vor den Anhängern Rukhmars bewahren sie die Erinnerung an den verstoßenen Krallenkönig Terokk und suchen mit Anzus Schattenmagie einen Weg gegen ihre Verfolger.

Die Verstoßenen unter den Spitzen

In den Spitzen von Arak lebten die geflügelten Arakkoa hoch über dem Boden. Ihre Gesellschaft verehrte Rukhmar und betrachtete den Flug als sichtbaren Beweis göttlicher Gunst. Wer verurteilt wurde, konnte in die Becken mit Sethes verfluchtem Blut geworfen werden. Die Betroffenen verloren ihre Flügel, ihre aufrechte Gestalt und ihren Platz in der Gesellschaft. Unten im Schatten der Spitzen mussten sie als Ausgestoßene weiterleben.

Der Schleier Terokk wurde zu einer ihrer wichtigsten Zufluchten. Ein magischer Schutz verbarg die Siedlung vor den Anhängern Rukhmars. Zwischen Bäumen, Zelten und alten Apexisresten entstand eine Gemeinschaft, deren Bewohner nicht durch gemeinsame Herkunft, sondern durch dasselbe Urteil verbunden waren. Sie hatten Rang, Familie und Heimat verloren und mussten eine neue Ordnung schaffen, ohne die Maßstäbe jener zu übernehmen, die sie verstoßen hatten.

Terokk, Anzu und eine andere Tradition

Der Ort trug den Namen Terokks, des einstigen Krallenkönigs. Terokk war bei seinem Volk beliebt gewesen, wurde jedoch von den Anhar-Priestern verraten und selbst dem Fluch Sethes ausgeliefert. Er überlebte, sammelte andere Ausgestoßene und erhielt vom Rabengott Anzu Zugang zu Schattenmagie. Damit bot er den Verfluchten eine Macht, die nicht von Rukhmars Feuer und der herrschenden Priesterschaft abhängig war.

Im Schleier lebten diese Erinnerungen durch Seher, Krallenpriester und Geschichtenerzähler weiter. Reshad bewahrte alte Schriftrollen, der Schattensage Iskar suchte nach Wegen, die geflügelten Arakkoa zu besiegen, und Anzu blieb eine verehrte Macht. Ihre Schattenmagie war nicht automatisch Verderbnis. Für die Ausgestoßenen war sie zunächst ein Werkzeug, mit dem sie sich gegen Feuer, Wind und die überlegenen Höhenstellungen ihrer Verfolger wehren konnten.

Terokks Rückkehr und Iskars Entscheidung

Während des Krieges auf Draenor wurde der Schatten Terokks erneut gerufen. Seine Rückkehr sollte den Ausgestoßenen Mut und Führung geben. Der alte König stand jedoch nicht einfach als unversehrter Erlöser vor ihnen. Sethes Fluch und die lange Zeit im Schattenreich hatten ihn geprägt. Seine Geschichte blieb eine Warnung davor, dass auch berechtigter Widerstand unter dem Gewicht von Verlust und Macht zerbrechen konnte.

Iskar trug diese Unsicherheit weiter. Er wollte sein Volk vom Fluch befreien und wieder fliegen. Als er später Teufelsmagie annahm, erhielt er tatsächlich eine geflügelte Gestalt, band seine Hoffnung jedoch an Gul'dan und die Legion. Im Schleier Terokk hatte er erlebt, wie Ausgestoßene ohne die Anerkennung Rukhmars überleben konnten. Trotzdem entschied er sich schließlich für eine Macht, die ihm jene alte Stellung zurückgab, statt die neue Gemeinschaft der Verstoßenen zu bewahren.

Der Schleier Terokk wurde nicht durch Paläste bedeutend. Seine Bewohner hielten Geschichten, Rituale und Kenntnisse am Leben, die in der geflügelten Gesellschaft ausgelöscht werden sollten. Hier begegneten Reisende auch Anzu und Terokks Erbe, bevor der Kampf gegen die Anhänger Rukhmars offen geführt werden konnte.

Damit erzählt der Ort eine Geschichte über kulturelles Überleben. Die Ausgestoßenen waren körperlich gezeichnet und politisch machtlos, aber sie blieben nicht die Namenlosen, zu denen ihre Richter sie machen wollten. Aus dem Urteil der Höhen entstand unter den Bäumen eine eigene Gemeinschaft. Ihr Schutzzauber verbarg sie vor den Augen ihrer Feinde; ihre Erinnerungen verhinderten, dass auch ihre Vergangenheit verschwand.