Ehre und StärkeBlackmoore
Schattenfürst Iskar
Charakter

Schattenfürst Iskar

Iskar, einst Schattenweiser der Ausgestoßenen, suchte nach Flügeln, Rang und Terokks Erbe. Als seine Versuche, Terokk zurückzubringen, scheiterten, nahm er Gul'dans Angebot an. Die Legion gab ihm Flügel und einen Kult, aber keine Freiheit.

Ein Verfluchter unter Ausgestoßenen

Iskar gehörte zu den Arakkoa, die durch den Fluch Sethes zu bodengebundenen Ausgestoßenen geworden waren. Die Hohen Arakkoa betrachteten sie als unrein und vertrieben sie aus ihren Städten. Iskar trug deshalb nicht nur körperliche Veränderung, sondern den Hass einer Gesellschaft, die ihm Würde und Herkunft absprach.

Als Schattenweiser führte er die Ausgestoßenen im Kampf gegen Rukhmar und ihre Anhänger. Sein Widerstand hatte einen berechtigten Ursprung. Doch Iskar suchte nicht nur Befreiung, sondern auch die Rückkehr einer verlorenen Ordnung. Er versuchte, Terokk wiederzuerwecken und damit Macht und Rang der alten Arakkoa für sich zu beanspruchen. Der Versuch scheiterte.

Gul'dans Angebot

In dieser Niederlage trat Gul'dan an ihn heran. Er versprach, den Fluch Sethes zu brechen. Iskar nahm das Angebot an, erhielt wieder Flügel, Illusionsmagie und einen Kult verdorbener Arakkoa, doch der Preis war Dienst im Schattenrat. Was wie Heilung erschien, war ein Handel: Die Legion beseitigte das sichtbare Zeichen seiner Erniedrigung und verlangte dafür seinen Willen.

Iskar trug das Auge von Anzu, ein Artefakt, mit dem Illusionen durchschaut und verborgene Gefahren erkannt werden konnten. In der Höllenfeuerzitadelle nutzte er es, um seine Gegner zwischen Wirklichkeit und Täuschung zu verunsichern. Ein Gegenstand, der Klarheit geben konnte, diente nun einem Herrn, dessen eigener Weg auf Selbsttäuschung beruhte.

Flügel sind noch keine Freiheit

Iskars Fall macht seinen Irrtum sichtbar. Er erhielt Flügel, aber keine Unabhängigkeit. Die Legion verwandelte seinen Wunsch nach Würde in Gehorsam gegenüber Gul'dan. Seine Geschichte verurteilt nicht den Zorn der Ausgestoßenen; sie zeigt, wie ein berechtigter Schmerz ausgenutzt werden kann, wenn die versprochene Heilung nur eine neue Form der Abhängigkeit ist.