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Pechschwingenhort
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Pechschwingenhort

Im Pechschwingenhort herrschte Nefarian über die Dunkle Horde und kreuzte das Blut der Drachenschwärme zu neuen Waffen. Der Fall seines Labors beendete seine Versuche nur vorübergehend.

Das obere Reich im Schwarzfels

Der Pechschwingenhort liegt in den oberen Tiefen des Schwarzfels. Dort richtete Nefarian, Sohn Todesschwinges, seine Festung und sein Labor ein. Unter ihm sammelte sich die Dunkle Horde um Rend Schwarzfaust, ein Rest der alten Eroberungsarmee, der an Blutdurst und Herrschaft festhielt. Nefarian ließ den Orckönig regieren, solange dessen Krieger ihm dienten, und trat selbst in menschlicher Gestalt als Lord Victor Nefarius auf.

Der Berg war bereits zwischen Mächten aufgeteilt. Tiefer unten herrschten Ragnaros und die Dunkeleisenzwerge, während Nefarian von oben nach vollständiger Kontrolle griff. Der Hort war deshalb Burg, Front und Werkstatt zugleich. Seine Gänge verbanden militärische Stärke mit einer Form von Forschung, die jedes lebende Wesen nur nach seinem Nutzen für den nächsten Krieg beurteilte.

Die Erben sollten den Vater übertreffen

Nefarian wollte Todesschwinges Werk nicht bloß fortsetzen. Er suchte nach einer Drachenschwarm, welche die Kräfte aller anderen in sich vereinte. Dafür experimentierte er mit Blut und Eiern verschiedener Schwärme. Aus seinen Versuchen gingen chromatische Drachen, Drakoniden und missgestaltete Kreaturen hervor. Manche starben als verworfene Ergebnisse, andere wurden als Wächter in den Hallen aufgestellt.

Chromaggus verkörperte die Grausamkeit dieses Ehrgeizes. Das vielgestaltige Wesen trug Eigenschaften verschiedener Drachenschwärme und bewachte den Weg zu seinem Schöpfer. Nefarian nannte solche Kreaturen Fortschritt, weil sie mehr Kräfte in einem Körper vereinten. Doch seine Wissenschaft kannte weder Zustimmung noch ein Leben nach dem Versuch. Erfolg bedeutete nur, dass ein Geschöpf lange genug überlebte, um für ihn zu töten.

Vaelastrasz im eigenen Körper gefangen

Der rote Drache Vaelastrasz jagte Nefarian und half Streitern, die Dunkle Horde zu schwächen. Im Hort geriet er in die Gewalt seines Feindes. Nefarian entriss ihm den roten Teil des Szepters der Sandstürme und zwang seinen Willen unter dunkle Magie. Als die Angreifer ihn fanden, blieb Vaelastrasz nur ein kurzer Augenblick eigener Entscheidung.

Er gab den Helden einen Teil seiner Kraft und warnte sie, bevor die Verderbnis ihn zum Angriff zwang. Noch im Kampf wechselten Drohungen mit Bitten um Hilfe und Entschuldigungen. Sein Tod machte sichtbar, was der Pechschwingenhort mit Gefangenen tat: Nefarian wollte nicht nur Körper brechen, sondern Treue gegen sich selbst wenden. Vaelastrasz musste von jenen getötet werden, denen er den Weg geöffnet hatte.

Der Angriff auf Nefarians Labor

Nachrichten über Nefarian und die Dunkle Horde erreichten die Führung in Orgrimmar. Streiter drangen in den Hort ein, töteten kontrollierte Drachen, Versuchsbestien und Nefarians Diener. Am Ende fiel auch der schwarze Drache. Sein Kopf wurde als Zeichen des Sieges fortgetragen, und der obere Schwarzfels verlor vorerst seinen Herrn.

Der Sieg vernichtete jedoch weder das Wissen noch den Ehrgeiz hinter den Experimenten. Nach dem Kataklysmus barg der Schattenhammer Nefarians Leichnam und erweckte ihn durch Leerenmagie. Tiefer im Berg richtete er im Pechschwingenabstieg ein neues Labor ein. Er hatte aus seiner Niederlage gelernt, aber nicht aus dem Leid seiner Geschöpfe. Für ihn bedeutete Scheitern nur, dass die nächste Werkstatt besser verborgen und das nächste Versuchsobjekt stärker sein musste.

Was in verlassenen Laboren bleibt

Nach dem Vierten Krieg untersuchten Agenten des SI:7 den alten Hort. Sie fanden Hinweise darauf, dass manche dort dokumentierten Versuche älter sein könnten als Nefarians eigene Arbeit, und nahmen Material zur weiteren Prüfung mit. Damit blieb der Ort auch nach dem Tod seines Herrn gefährlich. Ein verlassenes Labor verliert seine Wirkung nicht, solange Aufzeichnungen, Proben und Methoden noch jemanden überzeugen können, das Werk fortzusetzen.

Der Pechschwingenhort ist mehr als eine Ansammlung mächtiger Gegner im Schwarzfels. Seine Architektur erzählt von einem Reich, in dem Krieg Forschung ernährte und Forschung neue Kriege versprach. Nefarian behandelte Abstammung als Rohstoff und Leben als vorläufiges Ergebnis. Dass seine Hallen gestürmt wurden, rettete viele künftige Opfer. Die spätere Wiederholung im Pechschwingenabstieg zeigt jedoch, weshalb ein Labor nicht allein dadurch besiegt ist, dass sein Schöpfer fällt. Auch die Vorstellung muss sterben, Erkenntnis werde größer, wenn kein Gewissen mehr ihre Grenzen bestimmt.