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Chromatischer Drachenschwarm
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Chromatischer Drachenschwarm

Nefarians künstlich erschaffener Drachenschwarm, in dem das Blut der fünf großen Schwärme nicht zu Einheit, sondern zu instabilen Waffen und dem unzerstörbaren Chromatus gezwungen wurde.

Ein Schwarm aus dem Labor

Der Chromatische Drachenschwarm entstand nicht aus Eiern einer langen Ahnenreihe. Nefarian schuf ihn in den Laboren des Schwarzfels, indem er Blut und Eigenschaften anderer Drachenschwärme miteinander verband. Er wollte Feuer, Frost, Natur, Arkanes und Schatten nicht als verschiedene Gaben bestehen lassen. Alles sollte in einem einzigen gehorsamen Geschöpf verfügbar sein.

Damit setzte er den Ehrgeiz seines Vaters Todesschwinge auf eigene Weise fort. Wo die fünf großen Schwärme durch unterschiedliche Aufgaben miteinander verbunden waren, suchte Nefarian eine künstliche Einheit ohne Beziehung und ohne Wahl. Ein chromatischer Drache sollte nicht zwischen Kräften vermitteln. Er sollte jede davon auf Befehl als Waffe ausstoßen.

Die Kosten des Erfolgs

Die meisten Experimente misslangen. Viele Welpen starben vor dem Schlüpfen, andere waren missgebildet, kurzlebig oder unberechenbar. Überlebende wurden durch Magie beschleunigt gealtert. Nefarian nannte Fortschritt, was in den Käfigen als Schmerz, Verwirrung und ein viel zu kurzes Leben erschien.

Seine Schöpfungen kämpften in der Schwarzfelsspitze gegen Eindringlinge und gegen Ragnaros' Einfluss im Berg. Chromaggus, ein gewaltiger Drakonid, trug die Spuren verschiedener Schwärme in einem Körper. Er verkörperte Nefarians Methode: Nicht Abstammung oder Gemeinschaft verbanden die Kräfte, sondern eine Hand, die Lebewesen zerlegte und neu zusammensetzte.

Nefarians Rückkehr

Nach dem Kataklysmus wurde Nefarian durch den Schattenhammer wiederbelebt. Im Pechschwingenabstieg nahm er seine Versuche erneut auf. Zwischen untoten Drachen, mutierten Geschöpfen und alchemistischen Anlagen arbeitete er weiter an einem Schwarm, dessen Angehörige von Anfang an als ersetzbare Ergebnisse gedacht waren.

Der Chromatische Drachenschwarm war deshalb nie eine Familie im Sinn der großen Schwärme. Er besaß keine gemeinsam gewachsene Aufgabe und kaum Raum für eine eigene Kultur. Seine Mitglieder teilten vor allem den Ursprung in Nefarians Gewalt. Dass einige dennoch überlebten, macht sie nicht zu gelungenen Geräten. Es macht sie zu Wesen, deren Geschichte von jemand anderem als Versuchsprotokoll begonnen wurde.

Chromatus

Nefarians vollkommenstes Experiment war Chromatus, ein riesiger Drache mit fünf Köpfen. Jeder Kopf trug die Macht eines anderen Schwarms. Nach Nefarians Tod erweckte der Zwielichtvater den zusammengesetzten Körper mit Energie aus dem Auge der Ewigkeit und dem Blut Arygos'. Was im Labor begonnen hatte, wurde zum Werkzeug in Todesschwinges Plan gegen die Aspekte.

Einzeln konnten die Drachenaspekte Chromatus nicht überwinden. Erst gemeinsam brachten sie ihn zu Fall. Selbst danach ließ sich sein Körper mit keiner bekannten Macht zerstören. Kalecgos und der blaue Schwarm schlossen ihn in ein arkanes Gefängnis. Der größte Erfolg des chromatischen Programms blieb damit als unzerstörbare Möglichkeit erhalten, nicht lebendig besiegt und nicht endgültig tot.

Einheit ohne Einverständnis

Die Farben des Schwarms können auf den ersten Blick wie Vielfalt wirken. In Wahrheit erzählen sie von geraubtem Blut. Die Kräfte der roten, blauen, grünen, bronzenen und schwarzen Drachen wurden nicht zusammengebracht, weil ihre Träger einander vertrauten. Sie wurden in Körper gezwungen, die Nefarian für einen Krieg entwarf.

Gerade darin unterscheidet sich Chromatus von den Aspekten, die ihn nur gemeinsam bezwingen konnten. Beide Seiten vereinten fünf Mächte. Auf der einen Seite stand erzwungene Verschmelzung, auf der anderen Zusammenarbeit zwischen eigenständigen Wesen. Der Chromatische Drachenschwarm zeigt, dass Einheit nicht allein daran zu erkennen ist, wie viele Farben nebeneinander erscheinen. Entscheidend ist, ob jede von ihnen eine eigene Stimme behalten durfte.