Der Weg nach Höllenfeuerbollwerk
Das Höllenfeuerbollwerk war die erste hohe Mauer der Zitadelle, die Kargath Messerfaust für Illidans Höllenhorde hielt. Von dort liefen Nachschub, Nachrichten und Soldaten zwischen der Festung und dem Schwarzen Tempel. Wer die Scherbenwelt durch das Dunkle Portal betrat, begegnete deshalb nicht nur einer Grenzwache, sondern dem äußeren Zahnrad eines Reiches aus Teufelsblut, Dämonen und verdorbenen Orcs. In Omor der Narbenlose erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.
Omors Geschichte begann lange vor der Zerschlagung Draenors. Im Krieg der Ahnen diente er unter Hakkar dem Hundemeister, jenem Legionskrieger, der Teufelshunde gegen Azeroths Verteidiger führte. Omor lernte damit nicht nur Dämonenmagie, sondern die Kunst, hungernde Bestien als disziplinierte Verlängerung eines Befehls einzusetzen.
Die Hunde des gefallenen Meisters
Nach Hakkars Niederlage übernahm Omor die überlebenden Teufelshunde. Er bewahrte einen Rest des alten Heeres über den Tod seines Lehrers hinaus. Jahrtausende später rief er noch immer dämonische Hunde in den Kampf, als trüge jede Beschwörung einen kleinen Teil jener Legion weiter, die am Brunnen der Ewigkeit gescheitert war.
Seit jener Zeit verlor Omor keinen einzigen Zweikampf. Sein Beiname bezeichnete daher mehr als glatte Haut. Er war die sichtbare Bilanz einer ungebrochenen Reihe von Siegen. Wer ihm gegenübertrat, kämpfte auch gegen die Vorstellung, dass zehntausend Jahre niemand eine Spur auf diesem Körper hatte hinterlassen können.
Omor befand sich nicht zufällig zwischen Kargaths Orcs. Er war Illidans Abgesandter in der Höllenfeuerzitadelle. Seine Anwesenheit erinnerte den Kriegshäuptling daran, wem Teufelsblut, Schwarzer Tempel und politische Ordnung der Scherbenwelt dienten. Ein ehrwürdiger Dämon bewachte das Bündnis zwischen einem ehemaligen Dämonenjäger und einer Armee verdorbener Orcs.
Treue wird zur gefährlichen Nähe
Omor belegte einzelne Gegner mit einer Aura, die allen Menschen in ihrer Nähe schadete. Gemeinschaft wurde dadurch zum Risiko; Verbündete mussten Abstand voneinander halten. Seine Magie übertrug das Prinzip seiner Gesandtschaft in den Kampf: Eine unsichtbare Bindung konnte eine ganze Gruppe beherrschen, wenn niemand erkannte, wann Nähe nicht Schutz, sondern Waffe war.
Im Bollwerk erlitt Omor seine erste überlieferte Niederlage. Der Name Narbenlos überdauerte den Körper, doch seine Bedeutung änderte sich. Er erinnerte nun nicht mehr an eine unendliche Zukunft aus Siegen, sondern an die Länge einer Reihe, die an Kargaths äußerer Mauer schließlich endete.