Ehre und StärkeBlackmoore
Himmelswall
Welt

Himmelswall

Die grenzenlose Elementarebene der Luft, die als Gefängnis für Al'Akirs Heere geschaffen wurde, sich im Kataklysmus über Uldum öffnete und später Thunderaan annahm.

Ein Himmel ohne Erde

Der Himmelswall ist das Reich der Luft innerhalb der Elementarebene. Dort treiben Felsen, Paläste und Wirbelspitzen durch eine Weite aus Wind und Blitzen. Es gibt keinen natürlichen Boden, der allen Wegen eine gemeinsame Ebene gibt. Nähe wird von Strömungen bestimmt, und ein Ort kann fortgetragen werden, während sein Bewohner noch glaubt, er stehe fest.

Luftelementare, Dschinn und Sturmkreaturen leben in diesem Reich. Der Thron der Vier Winde bildet Al'Akirs persönlichen Sitz, die Vortexgipfel weitere Festungen. Himmelswall bezeichnet das Ganze: eine Welt, deren Architektur weniger auf Stein als auf der Beherrschung von Bewegung beruht.

Ein Gefängnis mit offenen Horizonten

Nach dem Sturz des Schwarzen Imperiums schufen Helya und Hochhüter Ra die Elementarebene. Azeroths Elementare konnten nicht dauerhaft vernichtet werden, weil sie an die Welt gebunden waren. Also wurden vier miteinander verbundene Reiche geschaffen: Feuerlande, Tiefenheim, Abyssische Tiefen und Himmelswall.

Al'Akir und seine Diener wurden in die Luftdomäne verbannt. Der Himmelswall sah grenzenlos aus und war dennoch ein Kerker. Diese Form der Gefangenschaft passte zu seinem Herrscher: Er konnte jeden Wind im Reich lenken, aber nicht frei entscheiden, wohin der nächste über dessen Siegel hinauswehte.

Krieg zwischen den Elementen

Die Elementarreiche blieben miteinander verbunden und ihre Bewohner führten alte Feindschaften fort. Luft und Feuer kämpften in einem jahrtausendelangen Konflikt. Bündnisse wechselten, doch Al'Akirs Abneigung gegen Ragnaros hinderte beide später nicht daran, Todesschwinge zu dienen, als sich eine Gelegenheit gegen die geordnete Welt bot.

Himmelswall war daher nie eine friedliche Wolkenwelt. Seine Schönheit bestand aus denselben Stürmen, die Heere trugen. Wer zwischen seinen Türmen reiste, bewegte sich durch ein politisches Klima, in dem eine neue Strömung ebenso gut Wetter wie Truppenbewegung bedeuten konnte.

Der Riss über Uldum

Todesschwinges Ausbruch beschädigte die Grenzen der Elementarebene. Himmelswall öffnete sich über Uldum, und Al'Akirs Kräfte drangen in die Wüste. Am Vortexgipfel sammelten sich Diener, am Himmelsthron bereitete der Windfürst seinen Feldzug gegen die Hallen des Ursprungs vor.

Azeroths Streiter stiegen in das Reich hinauf und töteten Al'Akir in seinem eigenen Sitz. Der Sieg beendete seine Invasion, doch ein Elementarreich bleibt nicht dauerhaft ohne sein Element. Luft braucht eine Stimme, auch wenn die alte zum Sturm gegen die Welt geworden ist.

Thunderaans Rückkehr

Im Krieg gegen die Brennende Legion suchte der Irdene Ring einen neuen Windfürsten. Mit den geborgenen Teilen von Donnerzorn wurde Thunderaan, der Sohn Al'Akirs, wiederhergestellt. Er nahm die Herrschaft über Himmelswall an und stellte sich mit den anderen Elementarfürsten gegen die Legion.

Damit wechselte das Reich nicht sein Wesen, aber seine Richtung. Wind kann Segel tragen oder Dächer abreißen; keine dieser Möglichkeiten ist für immer festgeschrieben. Himmelswall macht dieses Prinzip zu einer Welt. Seine Türme schweben, seine Wege bewegen sich, und selbst nach Zeitaltern unter Al'Akir blieb Raum für einen neuen Herrscher, der den Sturm nicht länger als Kette um Azeroth legen wollte.

Die verborgenen Inseln von Zephras

In der Forever-Zeitlinie brachten Windgeister eine Insel geflohener Shen'dralar in den Himmelswall und verankerten dort Zephras. Weitere Inseln wie Shen'dramar und Eldranaar gehörten später zu dieser verborgenen Zivilisation. Schutzzauber hielten gefährliche Stürme fern und verhinderten offenbar zugleich, dass Al'Akirs Hof die Sterblichen bemerkte.

Damit erhält die Elementarebene eine ungewöhnliche Enklave: kein Gefängnisbezirk eines Elementarfürsten, sondern eine von wohlgesonnenen Geistern geschützte elfische Heimat. Fast zehntausend Jahre lang entwickelte sie sich außerhalb der bekannten Reiche Azeroths.

Als die Barrieren fallen

Nach dem Verschwinden der Windgeister beginnen Pylone und Bauwerke zu versagen. Lorthunas Al'Aketh zerstören weitere Barrieren, weil sie Al'Akir um Hilfe bitten wollen. Der herbeigerufene Rohash macht deutlich, dass die Mächte des Windfürsten Zephras zuvor nicht kannten.

Der Himmelswall ist für die Himmelsgeborenen dadurch zugleich Heimat und unmittelbare Gefahr. Die Insel kann nicht einfach vor ihrem möglichen Gegner fliehen, denn sie liegt bereits in dessen Reich. Windformer und Hoher Orden suchen deshalb Verbündete auf Azeroth.