Cairnes alter Gefährte
Hamuul gehörte zu den ältesten Vertrauten Cairne Bluthufs. Er kannte die Zeit, in der die Tauren vor Zentauren flohen und kein dauerhaftes Zuhause besaßen. Nach der Gründung Thunder Bluffs wurde er ein wichtiger Ratgeber. Anders als Magatha suchte er keinen eigenen Thron. Ihn beschäftigte die Frage, wie ein Volk sesshaft werden konnte, ohne die Verbindung zu Erde, Ahnen und Wildnis zu verlieren.
Nach dem Kampf am Hyjal begegnete Hamuul Malfurion Sturmgrimm. Der Nachtelf erkannte, dass auch die Tauren eine alte Beziehung zur Natur besaßen, und unterrichtete ihn im Druidentum. Hamuul wurde zum ersten mächtigen Taurendruiden seit vielen Generationen. Seine Ausbildung öffnete zugleich einen Weg zwischen Völkern, die politisch auf verschiedenen Seiten standen: Nachtelfen gehörten zur Allianz, Tauren zur Horde, doch im Zirkel des Cenarius arbeiteten beide für dieselbe lebendige Welt.
Im Zirkel des Cenarius
Hamuul stieg zum Erzdruiden und zu einem führenden Mitglied des Zirkels auf. In Silithus, in den verwundeten Wäldern und im Smaragdgrünen Traum erlebte er, dass Natur nicht automatisch friedlich ist. Sie kann erkranken, manipuliert werden oder unter dem Streit ihrer Beschützer leiden. Hamuuls Aufgabe bestand daher nicht nur im Heilen, sondern auch im Vermitteln zwischen Druiden, Schamanen und den politischen Mächten Azeroths.
Als Ragnaros und die Druiden der Flamme Hyjal angriffen, wurde Hamuul schwer verbrannt. Seine Verletzung machte den Krieg persönlich, entzog ihm aber nicht die Verantwortung. Nach seiner Genesung half er, den Angriff in die Feuerlande zu tragen. Dort ging es nicht allein um Rache an Ragnaros. Die Druiden mussten verhindern, dass ein Elementarfürst das Gleichgewicht der Natur durch eine einzige, endlose Flamme ersetzte.
Bewahrer zwischen den Fraktionen
Hamuul blieb auch während späterer Kriege eine Stimme, die das Überleben Azeroths über den Sieg einer Fraktion stellte. Im Kampf gegen den Smaragdgrünen Alptraum und die Legion arbeitete er erneut mit Malfurion und anderen Druiden. Seine Bedeutung liegt gerade in dieser Beständigkeit: Er beweist, dass die Tauren nicht nur Schüler fremder Traditionen wurden, sondern das Druidentum mit ihrer eigenen Erinnerung an Erde, Ahnen und gemeinschaftliche Pflicht verbanden.