Ehre und StärkeBlackmoore
C'Thun
Charakter

C'Thun

C'Thun lag unter Ahn'Qiraj und machte aus einem titanischen Gefängnis das Herz seines Qiraji-Reichs. Seine größte Waffe war die Geduld, mit der jede versiegelte Gefahr irgendwann Erinnerung wird.

Das Auge unter Silithus

C'Thun gehörte zu den Alten Göttern, die sich in die junge Welt gruben und das Schwarze Imperium errichteten. Seine Macht bestand nicht nur aus gewaltigen Körpern und Heeren. Er griff Wahrnehmung an. Ein Auge, das immer sieht, macht selbst einen leeren Raum zum Ort möglicher Beobachtung.

Als Titanengeschmiedete das Schwarze Imperium stürzten, konnten sie C'Thun nicht einfach aus Azeroth reißen. Die Alten Götter saßen zu tief im Leib der Welt. Sie banden ihn und errichteten Ahn'Qiraj als Stadt um sein Gefängnis. Hochhüter Ra überwachte die Anlage. Stein und Siegel sollten eine Macht halten, die Zeit anders verstand als ihre Wächter.

Ein Gefängnis wird zur Hauptstadt

Nach dem uralten Krieg zwischen Trollen und Aqir erreichten Nachkommen der Aqir den Süden Kalimdors. C'Thuns Einfluss formte sie zu den Qiraji. Sie nahmen Ahn'Qiraj ein und machten die titanische Stadt zum Mittelpunkt ihres Reiches.

Damit kehrte sich der Sinn der Mauern um. Hallen, die den Alten Gott einschließen sollten, schützten nun seine Diener vor der Außenwelt. Anubisath und andere Wächter dienten dem Gefangenen, Zwillingskaiser regierten über Brut und Krieger. C'Thun musste die Tür nicht sofort öffnen, solange auf ihrer Innenseite ein ganzes Volk für den kommenden Tag wuchs.

Der Krieg der Wandelnden Sande

Qiraji und Silithiden strömten nach Silithus. Nachtelfen unter Fandral Hirschhaupt kämpften gemeinsam mit Drachen, konnten den Feind aber nicht vollständig vernichten. Fandrals Sohn Valstann fiel. Schließlich schloss die Skarabäusmauer Ahn'Qiraj ein.

Anachronos schuf das Szepter der Wandelnden Sande für den Fall, dass das Tor wieder geöffnet werden musste. Fandral zerbrach es in seiner Trauer. Der Wall brachte Frieden und ließ die Wunde unberührt. Hinter ihm blieb C'Thun mit Dienern, Zeit und der Gewissheit zurück, dass die Welt außerhalb irgendwann lieber an einen abgeschlossenen Krieg glauben würde.

Das Öffnen des Tores

Cho'gall und der Schattenhammer schwächten C'Thuns Fesseln durch ein Ritual. Qiraji erwachten, Silithiden bewegten sich wieder unter dem Sand. Nun musste das Szepter neu zusammengesetzt werden. Horde und Allianz sammelten Vorräte und bildeten unter Varok Saurfang die Macht von Kalimdor.

Der Gong öffnete das Tor nicht aus Neugier, sondern weil ein versiegelter Feind bereits nach außen griff. Die vereinten Heere drangen in Ahn'Qiraj ein, töteten die Zwillingskaiser und erreichten C'Thun. Der Alte Gott wurde bezwungen. Sein Auge schloss sich erst, nachdem die Völker bewusst jene Mauer öffneten, hinter der frühere Generationen ihre Angst begraben hatten.

Der Tod eines wartenden Gottes

Lange blieb unklar, ob ein Alter Gott auf diese Weise wirklich sterben konnte. Cho'gall nutzte C'Thuns Überreste für weitere Verderbnis. Erst nach dem Fall N'Zoths galt Azeroth als vom Griff der Alten Götter befreit; Xal'atath bestätigte später C'Thuns Tod.

Seine Geschichte bleibt dennoch in Silithus lebendig. C'Thun herrschte nicht deshalb beinahe erneut, weil die Skarabäusmauer schwach gebaut war. Er herrschte beinahe erneut, weil jeder Wall auch Vergessen erzeugt. Die Nachgeborenen sehen Stein und nennen ihn Sicherheit. C'Thun wartete darauf, dass niemand mehr fragte, was die Mauer auf der anderen Seite so geduldig ansah.