Ehre und StärkeBlackmoore
Qiraji
Volk

Qiraji

Die von C'Thun geprägten Nachfahren der Aqir, deren Königreich Ahn'Qiraj zweimal aus den Sanden gegen Kalimdor zog und nur durch Drachen sowie vereinte Heere gebrochen wurde.

Erben der Aqir

Die Qiraji stammen von den Aqir des Schwarzen Imperiums ab. Als Trollreiche die Insektenheere nach langen Kriegen zerschlugen, flohen verschiedene Gruppen in weit getrennte Winkel der Welt. Im Süden Kalimdors fanden jene, die später Qiraji genannt wurden, die titanische Anlage Ahn'Qiraj und den dort gefangenen Alten Gott C'Thun.

Die Nähe zu C'Thun veränderte sie. Aus einer überlebenden Kolonie wurde ein Reich mit Kaisern, Propheten, Kriegerkasten und Dienervölkern. Silithiden schwärmten in großer Zahl, Anubisath dienten als gewaltige Wächter, während C'Thuns Flüstern aus dem Zentrum eine gemeinsame Richtung gab.

Das Königreich hinter den Dünen

Ahn'Qiraj lag nicht bloß unter Sand. Tempel, Brutkammern und militärische Hallen bildeten eine Stadt, deren Maßstäbe nicht für Bewohner der Oberfläche geschaffen waren. Die Zwillingskaiser Vek'nilash und Vek'lor herrschten als Stimmen eines Systems, in dem Religion und Krieg kaum getrennt waren.

Für C'Thun waren die Qiraji Mittel zur Rückkehr. Für die Qiraji war der Alte Gott Ursprung, Herr und Versprechen auf ein Reich jenseits seiner Fesseln. Ihre Kultur lässt sich deshalb nicht vollständig von seinem Einfluss lösen. Doch gerade ihre Organisation zeigt, dass sie mehr als ein zufälliger Schwarm waren. Sie bauten Erinnerung, Rang und Zweck um eine Gefangenschaft herum.

Der Krieg der Wandelnden Sande

Ungefähr tausend Jahre vor dem Ersten Krieg brachen Qiraji und Silithiden aus Ahn'Qiraj hervor. Fandral Hirschhaupt führte die Nachtelfen gegen sie. Die Angreifer drängten weit durch Silithus und bedrohten angrenzende Länder. Erst als Drachen der bronzenen, grünen, roten und blauen Schwärme eingriffen, wendete sich der Krieg.

Fandrals Sohn Valstann fiel. Der Verlust prägte jede spätere Entscheidung seines Vaters. Schließlich wurden die Qiraji hinter der Skarabäusmauer eingeschlossen. Anachronos schuf das Szepter der Wandelnden Sande als Schlüssel. Fandral zerbrach es aus Trauer und Zorn. Der Frieden begann mit einer versiegelten Stadt und einem gebrochenen Vater.

Die Öffnung der Tore

Als C'Thun wieder erwachte, regten sich die Heere hinter der Mauer. Diesmal vereinten Horde und Allianz ihre Vorräte und Truppen zur Macht von Kalimdor. Varok Saurfang führte die Streitmacht. Bevor das Tor geöffnet werden konnte, mussten die Teile des zerbrochenen Szepters aus den Händen mächtiger Drachen geborgen werden.

Der gemeinsame Feldzug drang nach Ahn'Qiraj ein und bezwang C'Thun. Für einen seltenen Augenblick kämpften die großen Fraktionen nicht nebeneinander, weil Vertrauen gewachsen war, sondern weil ein Krieg der Erschöpfung ihnen keine getrennte Zukunft ließ. Gegen eine Armee, die jahrhundertelang hinter Stein gewartet hatte, wurde Zusammenarbeit selbst zur knappsten Ressource.

Nach dem alten Gott

Die Niederlage vernichtete den größten Teil des qirajischen Heeres, doch Ruinen, Silithiden und einzelne Diener blieben. Spätere Leerenkrisen zeigten, dass der Tod eines Alten Gottes nicht jede Spur seiner Ordnung aus der Welt löscht. Ahn'Qiraj blieb ein Ort, an dem Stein und Brut die Erinnerung an C'Thuns Blick bewahrten.

Die Qiraji verkörpern Geduld als Waffe. Sie warten unter Sand, während an der Oberfläche Reiche ihre Namen wechseln. Wenn sie hervorkommen, erscheint ihr Angriff plötzlich; seine Vorbereitung hat jedoch länger gedauert als viele Dynastien. Ihre Geschichte mahnt, dass ein geschlossenes Tor eine Gefahr aufhalten kann. Es beantwortet nicht die Frage, was dahinter während all der stillen Jahre weiterwächst.