Das Zentrum der Dracheninseln
Thaldraszus liegt im Osten der Dracheninseln und trägt die deutlichsten Spuren der alten Verbindung zwischen Drachen und Titanen. Türme, Aquädukte und gewaltige Anlagen wurden errichtet, als die Aspekte ihre neuen Aufgaben übernahmen. Hoch über den Tälern entstand Valdrakken, eine Stadt für alle Drachenschwärme. Sie war nicht bloß Hauptstadt, sondern der Ort, an dem die Schwärme ihre unterschiedlichen Pflichten miteinander abstimmen sollten.
Als die Drachen die Inseln nach dem Großen Bruch verließen, verstummten viele dieser Einrichtungen. Die Drachenwächter blieben zurück, während die Aspekte über Jahrtausende an anderen Orten kämpften. Mit ihrer Rückkehr wurde Valdrakken wiederbelebt. Die Stadt empfing rote, grüne, blaue, bronzene und schwarze Drachen ebenso wie sterbliche Verbündete. Gerade diese Offenheit zeigte, wie sehr sich die alte Ordnung verändert hatte.
Tyrhold und das Erbe der Titanen
Tyrhold war nach dem Titanenhüter Tyr benannt. Von dort aus wirkten Maschinen, die eng mit der Entwicklung und Ermächtigung der Drachen verbunden waren. Die Titanen hatten den Aspekten Macht verliehen, um Azeroth zu schützen. Für viele Drachen war dies der Ursprung ihrer Würde. Für die Primalisten und die Inkarnationen war dieselbe Ermächtigung ein Eingriff, der Drachen von ihrer ursprünglichen Natur entfernt und an eine fremde Ordnung gebunden hatte.
Die Rückkehr nach Tyrhold zwang Alexstrasza und die anderen Aspekte deshalb zu mehr als einer Reparatur alter Anlagen. Sie mussten sich fragen, welche Teile ihres Auftrags sie aus eigener Überzeugung weiterführten. Die Primalisten griffen genau diese Unsicherheit an. Sie stellten die titanische Ordnung als Unterwerfung dar und versprachen eine Freiheit, in der elementare Stärke über alle Bindungen entschied.
Nozdormu und die zerbrechenden Zeitwege
Am Zeitlichen Konflux bewachte der Bronzene Drachenschwarm die Wege der Zeit. Nozdormu hatte von den Titanen die Fähigkeit erhalten, mögliche Entwicklungen zu sehen und die wahre Zeitlinie zu schützen. Zugleich kannte er sein eigenes Ende: Eines Tages würde er zu Murozond werden, dem Herrn des Ewigen Drachenschwarms. Dieses Wissen machte jede Störung der Zeit zu einer persönlichen Bedrohung.
Als die Zeitwege durcheinandergerieten, führte Chromie den Widerstand gegen den Ewigen Drachenschwarm. Dabei begegnete sie Nozdormu nicht als unfehlbarem Hüter, sondern als Freund, der seine Zukunft fürchtete. Die Konflikte am Konflux zeigten, dass Zeitwächter nicht einfach jede Abweichung auslöschen konnten. Sie mussten verstehen, welche Entscheidungen eine Zukunft hervorbrachten und wann der Versuch vollständiger Kontrolle selbst zur Gefahr wurde.
Valdrakken und die erneuerte Aufgabe der Aspekte
Von Valdrakken aus führten die Drachen den Kampf gegen Raszageth, Fyrakk, Vyranoth und Iridikron. Die Stadt wurde zum Zufluchtsort, zum politischen Rat und zur Verbindung zwischen den Regionen der Inseln. Sabellian und Furorion stritten um die Führung des schwarzen Schwarms, Kalecgos rief seine verstreute Familie zurück, und Merithra musste aus Yseras Schatten treten. Jeder Schwarm brachte eine andere offene Wunde mit.
Am Ende erhielten die Aspekte ihre Macht nicht einfach von alten titanischen Anlagen zurück. Azeroth selbst stärkte sie, nachdem sie gemeinsam und mit sterblichen Verbündeten gehandelt hatten. Thaldraszus blieb voller Monumente der Titanen, doch die erneuerte Aufgabe der Drachen beruhte nicht mehr ausschließlich auf einem Auftrag von außen. Valdrakken wurde zum Mittelpunkt einer Gemeinschaft, die ihre Verantwortung selbst annahm.